Willkommen auf rap4fame.de. Klicken sie hier um sich kostenlos zu registrieren und nutzen Sie die Vorteile eines registrierten Users.
Adventskalender 2008

rap4fame.de » Magazin » Interviews » Laas Unltd. » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]



´
Laas Unltd.
Link: http://www.laasunltd.de
Audio: Nicht Vorhanden
Video: Nicht Vorhanden
Shoutout: Nicht vorhanden
Review: Hier Klicken
Diskussion: Hier Klicken
Interview
"Interview: jaytodadee & Gleb"

R4F: Laas, du bist einer, der die ganzen Jams damals mitgemacht hat. Wie prägt es einen, wenn man die damalige Szene miterlebt hat?

Im Endeffekt ist alles was ich heute auf der Bühne mache, also diese ganzen Ansagen und die Art wie ich mit dem Publikum spreche von der damaligen Zeit beeinflusst. Auch von den Rappern, die ich früher selbst live gesehen und gefeiert habe. Ich war ja früher auch viel mit den Stammtisch-Jungs unterwegs und die waren live damals sehr weit vorne. Leute, die die Zeit von damals kennen, werden viele Elemente und den ganzen Flavour in meiner Show wiederfinden. Ich stelle mich halt nicht nur hin und rappe meine Texte runter, sondern versuche mit dem Publikum zu connecten.

R4F: Heute sind Jams viel seltener geworden. Die Kids müssen sich nicht mehr in Jugendzentren oder an anderen Locations treffen, um sich über Rap auszutauschen und Gleichgesinnte zu treffen. Meist findet das jetzt im Netz statt. Wie siehst du diese Entwicklung?

Sowohl als auch. Das Internet hat für mich als Künstler erstmal Vorteile. Ich kann mich damit viel schneller promoten. Wenn ich ein neues Video habe, oder sonst irgendetwas mitteilen will, dann poste ich das im Internet und das erreicht sofort tausende Leute. Das war früher natürlich nicht so. Da musste man wirklich noch in jede Stadt fahren und
beispielsweise Flyer verteilen. Das hat es damals sicherlich etwas schwerer gemacht. Man kann natürlich sagen, dass dieser Flavour von damals heute etwas weg ist, aber wenn man den sucht und wirklich haben will, dann findet man den auch immer noch. Du kannst ja immer noch ins Jugendhaus gehen. Die Jams gibt es ja noch. Ansonsten finde ich, dass man sich diesen Entwicklungen nicht verschließen sollte. Wenn es die Möglichkeiten gibt und man die nutzen kann: Warum nicht?!

R4F: Nicht nur die Jams, die Kultur an sich hat sich verändert. Der Hype um Rap ist groß geworden. HipHop ist bei den Jugendlichen heute viel präsenter als vor ein paar Jahren. Wie siehst du die Entwicklung von damals bis heute?

Ich finde das auf jeden Fall gut so. HipHop ist so eine geile Sache, ich finde es super, dass es mittlerweile solche großen Foren gibt, wo er präsentiert werden kann. Klar sind auch viele Spastiker dabei, die das alles nicht peilen und die damit Scheiße bauen. Aber je mehr Leute erreicht werden, desto mehr coolere Leute bleiben auch über. Es gibt sicherlich Kids, die am Anfang nur Bushido hören, dann gehen sie tiefer in die Materie und kommen auch mit Künstlern wie Laas Unltd. in Kontakt. Es gibt immer Leute, die sich nach einiger Zeit tiefer damit beschäftigen, es müssen aber erst einmal viele Menschen erreicht werden, damit auch etwas hängen bleibt. Bei Rock sieht man zum Beispiel, dass die Leute, die bei den Mags oder bei den Fernsehsendern in den wichtigen Positionen sitzen, noch aus dieser großen Rockgeneration kommen, die damals noch mit Rock aufgewachsen ist. Dementsprechend hat es HipHop auch ein bisschen schwerer. Wenn du bei einem Sender ein HipHop-Video einreichst und der Typ das nicht fühlt, weil es nicht seine Musik ist, hast du es natürlich schwer. Von den Kids, die heute 15 sind und mit Rap aufwachsen, sind in ein paar Jahren auch einige in solchen Positionen und dadurch wird es HipHop dann auch wieder besser gehen.

R4F: Wenn ich mich an die Jams von früher erinnere, habe ich immer Breaker und Sprayer im Kopf. Die haben eine wichtige Rolle auf einer Jam eingenommen. Heute findet man diese Elemente eher selten auf einer Jam. Hast du dich in einem weiteren Element versucht?

Ich habe fünf oder sechs Jahre aktiv gemalt. Heute kritzelle ich auch ab und zu noch irgendwelche Styles oder tagge, wenn ich im Studio einen Zettel sehe. Gebreakt habe ich nie. Bei uns in Gütersloh, wo ich aufgewachsen bin, gab es auch keine richtige Szene. Es waren nur ein paar, die das gemacht haben, aber mit denen hatte ich nicht viel zu tun. Dieses Graffitti-Ding haben wir richtig mitgemacht und das ist auch immer noch in meinem Herz. Wenn ich heute mit dem Zug langfahre, dann gucke ich noch immer auf die Pieces. Wenn ich mit dem Auto mitfahre und einschlafe, schaue ich mir, wenn ich wieder wach werde, die Pieces an und weiß dann ungefähr in welcher Stadt wir sind. [lacht]

R4F: Du warst bereits mit 15 unterwegs, um deine Skills zu präsentieren. Wer waren damals deine Vorbilder?

Ganz früher hat mich Spax richtig geflasht, als ich ihn zum ersten mal gesehen habe, wie er auf seinen Freestyle-Shows komplett durchgefreestylet hat. Das erste Album von MC Rene habe ich auch hoch und runter gehört, aber das war wirklich ganz am Anfang. Samy und Savas habe ich natürlich auch gehört und bestimmt hat mich das auch irgendwie beeinflusst, aber ich habe auch viel Ami-Rap gehört und wurde davon ebenfalls beeinflusst. Ich kann dir auch nicht sagen, dass es der oder der Künstler ist, es war eher die Gesamtheit, die man in der damaligen Zeit so erlebt hat. Das sage ich ja auch in "Nein wir kenn dich nicht". Ich checke diese ganzen neuen Sachen und feier davon vieles, aber ich höre natürlich auch noch diese alten Sachen gerne, weil ich damit viele Erinnerungen verbinde. Aus alldem ziehe ich meine Motivation und meine Inspiration.

R4F: Rasputin dürfte dich auch mitgeprägt haben. Er war zu dem Zeitpunkt, oder ist heute noch eine lokale Größe in der Umgebung von Bielefeld. Erzähl uns doch mal von eurem Zusammentreffen und der Rolle, die er in deiner Karriere gespielt hat.

Rasputin habe ich das erste mal in einem Jugendzentrum in Bielefeld gesehen. Da dachte ich noch, er sei ein Sozialarbeiter und würde diese Jam mitveranstalten. In Wirklichkeit war er aber ein Rapper, wie ich danach festgestellt habe. [lacht] Dann habe ich ihn kurze Zeit später beim "Battle Of The Year" gesehen, das war glaube ich 1997. Du musst dir das so vorstellen, dass da nachts um 5:00 Uhr die ganzen Leute, die auf dem "Battle Of The Year" waren, am Bahnhof standen. Ich bin damals mit meinen Jungs auch dort gewesen und hatte ein paar Dosen im Rucksack, weil wir noch ein bisschen malen gehen wollten. Wir sind dann an Rasputin vorbeigelaufen und der hat mitbekommen, dass ich Dosen dabei hatte und hat gedacht: "Den kleinen Jungen nehme ich jetzt mit ins Yard und wir bomben ein paar Züge." Das haben wir dann auch gemacht. [lacht] Danach sind wir wieder zurück auf den Bahnhof und haben noch ein bisschen gefreestylet. Ich habe ihm ein paar Bars vorgerappt. Seine Augen haben daraufhin sofort geglänzt und er sagte zu mir: "Du musst mir auf jeden Fall eins versprechen... Dass du immer weiter machst." Das war wirklich einer der ausschlaggebenden Gründe, warum ich ab dem Zeipunkt jeden Tag geübt habe.

R4F:Mittlerweile würde ich sagen, dass dein Bekanntheitsgrad den von Rasputin übertroffen hat. Ich frage mich auch, warum er nie wirklich bei der Masse bekannt geworden ist. Was denkst du woran das liegt?

Ganz ehrlich, ich finde er ist wahnsinnig bekannt! Überall wo ich mit ihm auftauche, egal ob wir draußen zum Dönerladen gehen oder ob wir auf eine HipHop-Jam gehen, immer kommen mindestens fünf Leute. Der Grund warum er nicht die Position von einen Savas oder einem Olli Banjo hat, ist für mich schwer zu sagen, da kommen halt immer viele Faktoren zusammen. Man braucht halt ein fähiges Team im Rücken, die ein konsequent supporten und somit nach oben bringen. Ras macht mittlerweile alles alleine, hat nebenbei noch ein Studium, was er führen muss und eine Tochter, um die er sich kümmern muss. Das sind halt unglaublich viele Dinge, die zusammenkommen müssen und wenn man dann in dieser glücklichen Position ist, das die Zeit passt und das die Leute genau dann Bock auf dich haben, kann sowas auch nach oben gehen. Aber ich finde, dass ist auch nicht immer der ausschlaggebende Faktor um zu sagen, dass man Erfolg hat. Jemand wie Rasputin rappt seit zehn Jahren und kann wenn er will jedes Wochenende an einem anderen Ort auftreten. Da werden auch Leute vor der Bühne stehen, die seine Texte kennen. Das ist ja auch irgendwo Erfolg.

R4F: Wie sieht es mit Casper aus, der ja vor seinem Hype, da auch präsent war? Seid ihr euch damals mal über den Weg gelaufen?

Kann sein das wir uns mal getroffen haben und ich es mittlerweile vergessen habe, aber ich habe ihn eigentlich erst gecheckt, als ich schon in Hamburg gelebt habe.

R4F: Ein weiterer Partner in Rhyme in deiner Karriere ist MC Spontan. Zu Zeiten vom Stammtisch war auch er in aller Munde und war von einem Tag auf den anderen verschwunden. Was ist mit dem passiert und was macht er zur Zeit?

Was er zur Zeit macht kann ich leider absolut gar nicht sagen, weil ich ihn das letzte mal 2004 auf einem Freestyle-Battle in Hamburg gesehen habe. Ich habe leider gar keinen Kontakt mehr mit ihm. Wie es halt manchmal so ist. Er hat ja damals in Gelsenkirchen gewohnt, ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, ich bin halt in Hamburg. Es ist immer schwer, jeder hat sein eigenes Leben zu führen und manchmal läuft so etwas einfach auseinander. Spontan ist aber auf jeden Fall einer, der mich neben Rasputin damals mit ins Game eingeführt hat. Spontan war damals auch schon bekannter, vor allem im Ruhrpott. Aber auch im Rest des Landes hat er sich schon einen Namen gemacht. Er hat mich auch überall mit hingenommen und hat mich den ganzen Leuten vorgestellt. Ihm habe ich zu verdanken, dass die Leute mich erstmals wahrgenommen haben.

R4F: Freestyle hat auch eine wichtige Rolle für dich gespielt. Wenn ich mich zurück erinnere, hat damals jeder gefreestylet. Ob der Skater an der Ramp, der Sprayer, oder der MC im Jugendzentrum. Heute scheint es bei der Jugend kein wichtiger Aspekt von HipHop mehr zu sein. Wie findest du das und warum verliert das Freestylen an Bedeutung deiner Meinung nach?

Ich finde es erstmal schade, dass das weniger wird. Freestlye war immer eine der Sachen, die ich am meisten bei Rap geliebt habe. Wenn der Beat läuft und der Typ, der drüberrappt, geile Vergleiche auspackt... Dieses Freestyle-Ding ist eine Spaßsache. Man hat viele andere Dinge im Kopf, wenn man beispielsweise ein Album machen will. Dann kann man nicht mehr mit seinen Homies im Zimmer stehen und fröhlich vor sich hin cyphern. Auf Dauer bringt das einem ja auch nichts, außer Spaß. Mir persönlich ist es auch egal, ob es ein Freestyle oder ein Text ist. Hauptsache es ist geil gerappt. Ein anderer Grund ist, dass wenn ich jetzt freestyle, sehe ich, dass da mindestens fünf Handys an sind. Da weiß ich, dass die Freestyles nächste Woche bestimmt auch bei YouTube zu finden sein werden. Wenn man dann verkackt, ist das natürlich auch peinlich. [lacht] Deswegen haben da viele auch keinen Bock drauf, gerade wenn sie es nicht so oft machen.

R4F: Heute bist du ein bekannter MC und das Deutschlandweit. Zwei Alben aus deiner Trilogie sind bereits draußen und kamen auch ganz gut bei den Hörern an. Warst du zufrieden mit dem Feedback?

Das Feedback war in beide Richtungen sehr positiv. Die Hater haben sich super aufgeregt und die Fans haben sich super gefreut [lacht]. Von daher war es cool. Natürlich wünscht man sich, dass immer noch drei Nullen hinter den Verkaufszahlen stehen, da würde ich ja lügen, wenn das nicht so wäre. Die meisten Leute haben mich wirklich erst vor einem Jahr, als die Bello-Dinger rauskamen, zum ersten Mal gehört. Oder halt auf dem "Beweis Remix". Mein Album ist dann im Februar rausgekommen und so gesehen ist es für mich auf jeden Fall cool gelaufen. Für mich ist jetzt wichtig, dass wir dieses Level konstant aufrecht erhalten. Ich will am Anfang nächsten Jahres den nächsten Release veröffentlichen. Es ist halt wichtig, dass man den Leuten zeigt, dass man am Start ist und das man sich kontinuierlich verbessert.

R4F: Ich habe es gerade schon kurz angesprochen, was kannst du uns zum abschließenden Teil der Album-Trilogie sagen?

Der absolute Wahnsinn, in alle Richtungen. Ich kann dir jetzt schon sagen: Die Hater, die sich jetzt schon aufregen, werden komplett kotzen und die Fans werden es einfach lieben [lacht].

R4F: Mittlerweile wirst du auch von bekannten Künstlern eingeladen, auf deren Songs mitzuwirken. Savas und Banjo will ich da insbesondere Erwähnen, weil ich vermute, dass die für dich sowas wie Vorbilder waren als du jünger warst. Liege ich damit im Recht?

Auf jeden Fall!

R4F: Und was ist das dann für ein Gefühl nun an deren Seite zu rappen?

Als ich zum Beispiel Savas das erste Mal gesehen habe, war ich ja auch schon Rapper, auch bei Banjo war das so. Man kannte sich schon vom Sehen her. Als ich dann mit denen im Studio war, war es für mich am Anfang natürlich schon der Oberflash. Es wurde dann aber auch ganz schnell normal. Ähnlich, als wenn man mit einem coolen Homie chillt, weil die Jungs so cool sind und gar nicht den Star raushängen lassen oder einen auf Macker machen. Man sitzt da und unterhält sich über ganz normale Dinge. Dadurch, dass man auch die Songs von den Leuten kennt und die auch oft private Dinge zwischen den Zeilen vermitteln, hat man eh das Gefühl das man die schon kennt.

R4F: Markant für dein Äußeres ist deine Ray Bens-Sonnenbrille. Erzähl mal, wie du zu denen gekommen bist und warum du ohne sie selten zu sehen bist.

Also die Sonnenbrille wurde mir zugetragen von meinem guten Homeboy Dr. Mo. Der hat zum Beispiel auch diese "Nein wir kenn dich nicht" T-Shirts designt oder das Laas-Shirt was ich in dem "Beweis Remix" trage. Der kam eines Tages mit seinem wirren Kopf an, und holte aus seiner kleinen Jute-Tasche, in der er immer kleine Accesoires hatte, diese Sonnenbrille raus. Es war sofort klar, dass das ab jetzt meine Brille wird. Aber es hat mehrere Gründe, dazu wird es demnächst auch einen Song geben, in dem ich das alles erkläre [lacht]. Ray Bens – It's The Way Of Life.

R4F: Was hörst du außer HipHop?

Ich höre viel R'n'B, auch wenn sich das ja oft deckt mit Rapsachen, weil oft auch ein Rap-Feature drauf ist. Eine Zeit lang habe ich auch viel Soul gehört und worauf ich auch ganz stark hängen geblieben bin, sind 80er Disko-Sachen: Paula Abdul, Stevie Wonder und wie sie alle heißen. Diese Sachen, wo viele Leute schon das Gesicht verziehen. Ich mag vor allem diese harten 80's Drums. Selbst wenn man sich die schnulzigsten Songs, die voll melodisch sind, anhört, haben die immer richtig harte Drums. Das ist das geile an diesen Sachen.

R4F: Bist du einer, der noch rausgeht und CDs oder Vinyls diggt, oder bist du auf die Moderne iTunes-Welt umgestiegen?

Da läuft bei mir gerade der Umschwung. Vor ein bis zwei Monaten habe ich mir das erste mal etwas bei iTunes bestellt, was ich dann sofort auf meinem Laptop hatte. Das war für mich wirklich eine schöne Erfahrung und ich habe das seitdem auch öfters gemacht. Davor bin ich tatsächlich einmal pro Monat in den Laden gegangen, allerdings eher in den Saturn oder den Media Markt, anstatt in diese kleinen Plattenläden. Meine ganzen Vinyls habe ich ehrlich gesagt verkauft, als ich umgezogen bin und Geld brauchte, bis auf ein paar Exemplare, die man halt als Klassiker aufbewahrt. Aber ich höre fast garnicht mehr Vinyl, weil mir das einfach zu umständlich ist, wenn ich auf dem Bett liege und dann die Platte umdrehen muss [lacht]. Bei mir gab es zuerst den Umschwung auf CD und mittlerweile auf MacBook.

R4F: iTunes ist auch ein Begriff für sich. Charts werden mit dem immer wichtigeren Aspekt des Internets undurchschauberer. Wie ist deine Erfahrung, als Artist, den das direkt betrifft?


Du hast ja schon den Überblick. Man bekommt von seinem Vertrieb die Abrechnung, auf der siehst du dann, wieviel von deiner CD als physikalischer Tonträger verkauft wurde und dann noch was über den Digitalvertrieb verkauft wurde. Bei uns war es extrem wenig, was digital Verkäufe anbetrifft. Das war nicht einmal erwähnenswert. Die CD haben viele über den Shop bestellt, direkt über www.laasunlimited.de, was ich natürlich auch sehr cool finde. Auf die Seite kann man seit Kurzem auch wieder zugreifen, die wurde komplett geupdated. Da gibt es viele News über mich und den Shop.

R4F: Wie stehen die Chancen für CDs deiner Meinung nach? Wie lange wird es die noch geben? "Save The Vinyl"-Aktionen sind ja bekannt, meinst du dass es bald schon "Save The CD" heißen wird?

Könnte ich mir schon vorstellen, dass es irgendwann soweit kommt. Ich sehe es ja auch bei mir persönlich. Jetzt hat man plötzlich gar nichts mehr auf der Hand. Das finde ich auf der einen Seite aber auch erschreckend. Es ist doch auch geil, wenn man sich eine CD kauft und sich das Booklet anschauen kann, da kannst du dann gleich die Credits sehen. In diese digitalen Booklets schau ich zwar kurz rein aber das ist total verwirrend und ich blicke da gar nicht durch. Das hat alles seine Vor- und Nachteile, aber ich verschließe mich auch nicht vor solchen Sachen. Wenn das neu ist und man das für sich nutzen kann: Warum nicht? Man kann sich ja immer noch ein paar CDs aufbewahren. Das Problem ist nur, dass die Daten von der CD nach 20 Jahren runter sind. Das wusste ich bis vor Kurzem gar nicht. Ich hatte immer diese romantische Vorstellung, dass ich mich hinsetze und meine ganzen alten CDs anhöre, wenn ich alt bin. Das wäre dann natürlich scheiße, wenn die CD dann leer wäre [lacht].

R4F: Tapes sind ja mittlerweile fast ausgestorben. Besitzt und hörst du noch welche?

Ich habe zuhause noch ein Karton mit Tapes, aber ich habe leider kein Tapedeck mehr. Ich hatte ein altes von meinem Dad, dass ich aus dem Keller rausgekramt hatte. Das hat noch lange funktioniert, aber irgendwann ging es dann halt kaputt und ich hab es dann weggeschmissen. Mitterlweile ärgere ich mich auch schon wieder ein bisschen da drüber, weil man es bestimmt noch irgendwie hätte reparieren können. Aber ich habe echt noch viele coole Sachen auf Tape: Tony Touch-Mixtapes, die habe ich früher gefeiert. Es wäre auf jeden Fall eine Überlegung wert, sich mal wieder ein Tapedeck zu besorgen.

R4F: Okay kommen wir zu einem Brainstorming. Ich gebe dir Begriffe vor, auf die du spontan und kurz antwortest:

Jam: Legendär.

Torch: Großvater... netter Großvater, nicht das ihr jetzt denkt, dass ich ihn disse. Unser aller Großvater, den wir lieben und ehren.

Oldschool: Ich höre auch alten BoomBap.

Sneakers: Jeden Tag ein neuer Schuh, das Leben ist locker, locker.

Ray Bens: It's the way of Life.
[Kommentar schreiben] | [Kommentare lesen] | [Zurück zur Übersicht]


Abonnieren sie unseren Newsfeed Aktuelle Reviews per RSS Eigenen RSS Feed erstellen Bookmark and Share Podcast: Exklusive Tracks & Videos ranking-hits.de
Forensoftware: Burning Board, entwickelt von WoltLab GmbH
MySpace | Twitter | Impressum | Archiv