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Stimmung: prokrastinieren...
Fav. CD: KRS One - Return of the Boom Bap

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User Beitrag:
V/A - Rhein Ruhr Pakt 4


Release Date:
26. Mai 2006

Label:
Michelmann Records / Deep Groove

Tracklist:
01. Summsemann & Meista Fader - Erstens
02. Ali A$ - Crazy in luv
03. T-Burner - Trauer
04. Kaelimetz - What a day
05. DNS - Von W-City bis raus in die Welt
06. Michelmann - Ich bin so geil
07. X-Rec Allstars feat. Cin, Karan & Rey - Rap Entertainment
08. Pott! Poeten - Addition
09. Sam Kasam & Konpro - Puzzleteil
10. Benz Reibach feat. Los Jinetes - Entre nos Otros
11. MCM - Bla Bla
12. Jackpott - Echter Hip Hop
13. Kilo Meta - feat. Maro & Kljeticut - After Burner
14. Killa Calles - Statusquo
15. Egoklinsch - Simple Stunts
16. Stereotypen - Steh auf
17. Nuke - Meine Vision
18. MC T€€kanne & Past Shawn - Wir sind's

Review:
Rhein-Ruhr-Pakt ist ein Zusammenschluss von Künstlern aus dem Rhein Ruhr Gebiet und mit dem bereits vierten Sampler, der diesmal sogar einige Künstler aus dem Münchner Umfeld geladen hat, will der Verbund an den Verdienst erfolgreicher Tage anknüpfen.

Als Einstieg bekommen wir auf "Erstens" einen chilligen Beat von Meista Fader mit einigen Pinanoeinflüssen und einen unsauberen Flow von Summsemann zu hören. Zwar hat Summse einige kreativen Ideen im Paket, doch kann er leider seine Geschichten mit der schwächeren Umsetzung seiner qualitativen Möglichkeiten nicht richtig unters Volk bringen. Das neue Signing von Hamburgs Finest Ali A$ spittet dagegen auf dem nächsten Teil ganz schön heftig in Twista-Manier seine Machine Gun Zeilen in einen etwas anderen Liebestrack. "Crazy in luv" ist eine Botschaft an ein ganz bestimmtes, favorisiertes Mädel und mal ziemlich lustig geformt. Weiter geht es mit T-Burna, der sich uns sehr emotional präsentiert und seine Form von "Trauer" wiederspiegelt. Das Ganze geschieht in einer Stimmung, die durch ein Piano noch mehr die gewaltige Situation des Protagonisten zeigt und auch nach fünfmaligen hören, immer noch tiefere Einblicke in des Künstlers Herz gewährt. Eine perfekte Abstimmung mit dem Instrumental und ein gut in Form klingender Burna, dessen Seele ohne Frage auf diesem Teil förmlich verbrennt, lassen den Song wirklich als Highlight bezeichnen. Nun folgt ein Track von den Kaelimetz, auf "What a day", dass ein gut gewähltes Sampel enthält, bekommen wir in unterschiedlichen Formen zu spüren, was die einzelnen Mitglieder unter einem perfekten Tag in einem der südlichen Ländern verstehen. Der Wunsch nach Sonne lässt mich nach diesem Song irgendwie nicht mehr los, so dass man diese Nummer schließlich als gut gelungen markieren kann. Ganz im Gegenteil wirkt DNS,ein wenig amateurhaft, zwar spricht er einige interessante Themen wie Identiätsprobleme an, doch ist "Von W-City bis raus in die Welt" einfach ein wenig unorientiert, zu simpel die Message, zu billig der Game Boy mässige Beat. Jetzt hören wir einen Track, der längst unter die Gürtellinie geht, etwas besser formuliert einen ziemlich schmutzigen Pornotrack von Michelmann. Ziemlich kontrovers und provokativ erinnert "Ich bin so geil" allenfalls an die frühere 2 Live Crew und verdient es den oft so lächerlichen Parental Advisory: Explicit Lyrics Stempel aufgedruckt zu bekommen. Mein Fall ist dies zwar nicht, aber Freunden der Berliner Szene wird’s sicherlich gefallen. Anschließend folgt ein von Langweile geprägter Song, "Rap Entertainment" hat eigentlich keinen wirklichen Sinn und wirkt insgesamt zu unoriginell. "Addition" ist dagegen ganz gut konzipiert. Das Projekt von der Müllheimer Crew Pott Poeten hat zwar auch keine richtige Botschaft, dafür intelligentere und besser antizipierte Lines auf Lager. Auch der nächste Song kommt noch so gerade durch, über einen netten Sampler wird auf "Puzzelteil" in Frage gestellt ob der ganze Stress des täglichen Lebens eigentlich wirklich sein muss. Die Nummer neun "Entre nos otros" basiert auf eine spanisch/deutsche Kollabo, beide Parts wirken unbeholfen in ihrem Flow, Zeilen wie: Die Vi-A Abwehrkräfte wie Actimel, dein Rap ist nicht mal so wie der von Rasul, Rapperkarussell schlag mich los mit Skalpell…ergeben nicht wirklich viel Sinn und verdeutlichen die schlampige Aufnahme. Ein kleines bisschen besser ist "Bla Bla", ein melödioser Beat und eine voller Energie klingende französische Stimme, ziehen über die typischen Hater her. Leider hat "Echter Hip-Hop" nicht im weitesten Sinne viel mit dem Titel zu tun. Alle Mitglieder von Jackpott sind durchweg nicht on point, weisen zwar mit ihrem Battletrack, einige typische von Enthusiasmus geprägte Punchlines auf, allerdings sind diese auch wirklich das einzig Positive an diesem Werk. Noch schlimmer geht es dabei auf "After Burner"zu, irgendwo in der Kreisliga die Flüssigkeit des Flows, aber abgehoben wie ein Champions League Favorit, der noch nicht mal die einfachen Technik des Einwurfs beherrscht, lassen mich nach 3 Minuten Qual endlich weiterskippen. Tiefes Einatmen und voller Erwartung mal wieder ein qualitativ höheres Teil zu hören sind wir auf "Statusquo" gelandet. Ein wenig besser ist das Teil definitiv und hat sogar einige nette Lines drin wie, Aggro Fans brauchen einen Babysitter, wo er Recht hat, hat er Recht. Song geht soweit klar. Auf "Simple Stunts" bekommen wir einen nicht geraden glanzvollen Representer zu hören. Fast gegen Ende angekommen, hören wir mit "Steh auf" eine Aufforderung die Wahrheit laut auszusprechen, teilweise politisch angelegt, sollen dabei aber auch Probleme des Lebens eine Rolle spielen. Zur Umsetzung lässt sich sagen, dass die Arbeit wieder nicht sehr flüssig inszeniert worden ist und leider zu abstrakt wirkt. Die vorletzte Nummer enthält einen Fantasy Rollenspiel ähnlichen Beat, außerdem ebenfalls einen weaken Flow. Alles in allem erzeugt "Mein Vison" genau wie "Wir sind’s" Kopfschmerzen. Dieser Song von den Münchnern kann mich sich etwa so schlecht wie den Namen von MC Teekanne vorstellen. Zwar wird irgendwas von einem Comeback erzählt, doch dieser ist damit komplett misslungen.

Unter dem Schlussstrich gesehen bewegt sich der Sampler auf dünnem Eis. Wären da nicht diese wenigen Highlights am Anfang und die teilweise guten von Piano und Jazz geprägten Produktionen, wäre dieses Teil längst irgendwo abgesoffen. Im Einzelnen ist Rhein Ruhr Pakt einfach konzeptlos und oft noch nicht einmal mehr Durchschnittskost. Es bleibt abzuwarten wie sich die Künstler entwickeln, jedoch bin ich mit meinen höheren Erwartungen mächtig enttäuscht worden.

Wertung: (1,5 von 5 Kronen)


Redakteur:
MH-Pave-Low


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
Asimero

User Information:
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Rang: Chuck Norris
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Herkunft: die schöne Pfalz
Fav. CD: DLUDRADTMAK
Lieblingsfilm: The Game, Fight Club, Ocean's 11, Training Day

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Level: 55 [?]
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Nächster Level: 26.073.450

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User Beitrag:

Wow, scheint wirklich Müll zu sein...

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