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User Beitrag:
Randgruppe - Album 2: Alles oder nichts


Release Date:
06. Januar 2006

Label:
Evilmama

Trackliste:
01. Intro (Guten Tag)
02. We are back
03. Das Game ist over feat. Azok & Blackbox (TMA) Rocco Burnart
04. Er war ein guter Junge
05. Wie ne Glock feat. Caser, Ebony Prince
06. Skit Auftritt
07. Roll until we die
08. Keine Clubgänger
09. Skit Bus
10. Alkoholiks feat. Der Patient
11. United feat. United Liberty
12. Oh mein Gott
13. Aus dem Weg feat. Suspekt
14. Wo ist Gott
15. Egal was kommt
16. Bruder für die Ewigkeit
17. Schwere Liebe
18. Neues Level
19. Blablabla
20. Endlich Wochenende
21. Öffne deine Augen feat. Josi
22. Boom feat. Azok & Blackbox (TMA)
23. Tausende Tränen

Review:
Bozz Music, Tone und D-Flame sind nicht alles, was Frankfurt zu bieten hat. Mr. Hankey, Johnny Koma, Albow Flash und Kosmo auch bekannt als die Randgruppe liefern hier ihr zweites Album ab und zeigen, dass sie Skillz-technisch eigentlich gar keine Randgruppe sind. Der Longplayer ist nach diversen Features mit Roey Marquis oder DJ Hightime der Nachfolger zum 2004er Album "Maulkorb".

Ein geniales Sample verbreitet positive Stimmung im "Intro" und die vier Jungs zeigen sich alle in guter Form und liefern freshe Flows und coole Texte, die Lust auf mehr machen. "We are back" erklärt sich inhaltlich schon von selbst und kommt mit einem kräftig pumpenden Partybeat. Die Hook geht direkt ins Ohr und raptechnisch gibt es hier nichts auszusetzen. "Das Game ist over" ist ein weiterer Representer, der flowtechnisch ebenfalls klargeht, allerdings reimtechnisch etwas zu wünschen übrig lässt. Doch die Jungs können nicht nur Party machen, was sie in "Er war ein guter Junge" beweisen. Erneut auf einem sehr gut produzierten Beat werden Schicksale diverser Jungs erzählt, deren Leben sich drastisch zum Negativen wendet. Authentisch und realistisch wird hier ein sehr guter Track vorgetragen. "Wie ne Glock" werden Battlerhymes geschossen und das auf einem Club-Beat, auf dem man sich durchaus einen 50 Cent vorstellen könnte. Das "Skit Auftritt" zeigt einen kurzen Ausschnitt einer Live-Show der Randgruppe. Etwas dürftige Lyrics über die After Show Party mit Alkohol und Frauen kommen uns in "Roll until we die" zu Ohren. Der Beat überzeugt wie seine Vorgänger ebenfalls vollkommen und ist auf jeden Fall clubtauglich. Trotz ihrer Partybeats sind die vier Frankfurter "Keine Clubgänger". Die Player und Bitches im Club werden mit jeder Menge Ironie durch den Kakao gezogen und die Jungs ziehen über das Geschehen in Clubs her. Das kurze "Skit Bus" leitet über in "Alkaholiks". In Erwartung eines Party-Sauf-Songs überrascht mich eine schlichte, depressiv spielende Gitarre. Die Jungs bereuen ihren übermäßigen Alkoholkonsum und offenbaren die Folgen des ständigen Vollrausches. Ein schöner, ehrlicher Track, den man von Rappern so erst selten gehört hat. "United" gefällt mir weniger, da die Stimmen aller Beteiligten sehr penetrant und nervig sind. "Oh mein Gott“ richtet sich gegen Möchtegern-Gangster und ist ein mäßiger Track. "Aus dem Weg", hier kommt ein rockig angehauchter ballernder Beat, auf dem mir der aggressive Rapstil allerdings wenig zusagt. Zum Glück erklingen in der Folge traurige Gitarren und begleiten die Randgruppe beim Versuch, die Antwort auf die Frage "Wo ist Gott" zu finden. Das Verhältnis Mensch-Gott wird hier hinterfragt, was eine interessante und gut umgesetzte Idee ist. Aber "Egal was kommt", die Jungs hält laut eigenen Angaben niemand auf, was auf diesem basslastigen Track untermauert wird. Ruhige Töne schlägt "Bruder für die Ewigkeit" an. "Ich bin nur glücklich, wenn ich andre Leute lachen seh / will nur etwas Wärme verbreiten wie eine Tasse Tee" vermittelt einen Eindruck dieses gefühlvollen Songs über Freundschaft. Im Anschluss wird heftig über schwergewichtige Frauen hergezogen, wobei man durchgängig grinsen muss, da die vier Protagonisten in "Schwere Liebe" einige verrückte Ideen zu Tage fördern. "Kommt alle mit uns auf ein neues Level" heißt es im nächsten Track, der kräftig nach vorne geht und die Zukunftspläne der Randgruppe zum Thema hat. Hater und nervende Leute, die nichts als "Blablabla" von sich geben, werden anschließend gedisst. "Endlich Wochenende" und endlich kann man sich locker machen. Außer der nervigen Hook geht auch dieser Track klar. "Öffne deine Augen" gibt dem Hörer jede Menge Positives mit auf den Weg und Josi sorgt für eine gesungene Hook. Ein sehr gelungener Track. Gegen Ende gibt es noch mal ein "Boom" und es gibt wieder selbstgefällige Lyrics, die nicht zu den besten der Platte zählen. Mit "Tausende Tränen" setzt die Randgruppe einen sehr schönen Schlusspunkt, indem sie sich bei ihren Eltern bedanken und für manche Dummheit entschuldigen.

Zugegeben hatte ich keine Erwartungen, als ich das Album bekommen habe, aber die Jungs haben mich sehr positiv überrascht. Nahezu durchgängig sehr gute und abwechslungsreiche Beats paaren sich mit souveränen Flows. Insbesondere die deepen Tracks sind hörenswert, die Party- und Battlesongs sind auch bis auf einige Aussetzer gut geworden, weisen jedoch des Öfteren in lyrischer Finesse Lücken auf. Am Ende bleibt ein abwechslungsreiches und schlichtweg gutes Album und ich schwanke bei der Wertung, da andere 4-Kronen-Alben, zu denen ich die Reviews geschrieben habe, durchaus besser waren, dieses hier aber wiederum auf seine eigene Weise zu überzeigen weiß.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Redakteur:
Jate B


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Redakteur:
Jate B

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