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Zum Ende der Seite springen Plan B - Who Needs Actions When You Got Words
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Plan B - Who Needs Actions When You Got Words


Release Date:
29. September 2006

Label:
Inkubator (Soulfood Music)

Tracklist:
01. Kidz
02. Sick 2 Def
03. No Good
04. Dead And Buried
05. Mama (Loves A Crackhead)
06. Charmaine
07. I Don't Hate You
08. Everyday
09. Tough Love
10. Where Ya From
11. No More Eatin'
12. Missing Links
13. Couldn't Get Along
14. Who Needs Actions When You Got Words

Review:
Time for ... Plan B! Der junge Engländer wird seit der Veröffentlichung seines Debüt-Albums "Who Needs Actions When You Got Words" bereits von einigen als der neue Eminem gefeiert. Ob er sich mit der US-Legende messen kann, wissen wir spätestens nach den 14 Tracks, die uns erwarten.

Die erste Überraschung gelangt mit einem Track namens "Kids" direkt aus der Lautsprecherbox. Der Londoner verzichtet auf ein Standard-Intro und wählt stattdessen einen schnellen und harten Einstieg. Begleitet von einem tollen Beat, der auf Schlagzeug-Rhythmen basiert, erzählt der Rapper über die harte Einstellung vieler Kids. Zur Auflockerung baut er hier und da auch ein paar witzige Lines ein: "I'm like trust me blud you don't wanna make this hard / hand over your money your phone and your pokemon cards". Im nächsten Track offenbart uns Ben Drew was ihn und seine Musik ausmacht: Raps begleitet von einer Akustikgitarre – natürlich selbst gespielt. Das ist wirklich etwas ganz eigenes und klingt keineswegs schlecht. Im Gegenteil, diese Kombination wirkt erfrischend voller Power und faszinierend. Auch "No Good" ist sehr experimentierfreudig, so bedient sich der 22-jährige hier einem alten Prodigy-Song und singt zwischen energiegeladenen RAPresenter-Parts ganz sanft "That's no good to me I don't need nobody, I don't need no one, thats no good for me". Der Song "Dead And Buried" klingt sehr ruhig an und erzählt von verschiedenen Personen und deren Schicksalen. Alex zum Beispiel hat Drogenprobleme: "Hi my name is Alex and I'm a drug addict / … / I do absolutely anything to support my habit". Einen Hilferuf an seine Mum schickt der MC mit "Mama". Er möchte ihr die Augen öffnen, was ihren drogensüchtigen Freund angeht: "Mama can't you see what he’s tryin' to do to you and to me / mama it's so black and white / and while you're sittin at home he's out smokin' crack tonite". Storytelling pur wird den Hörern auch mit "Charmaine" geliefert. Plan B, der auch hier nicht nur rappt, sondern auch singt, erzählt eine Geschichte mit einem unverhofften Ende. Er lernt ein Mädchen namens Charmaine am Bahnhof kennen und verliebt sich in sie. Alles scheint perfekt, doch dann folgt das ernüchternde Gespräch mit einem Freund. "He looks at me in a very strange way / and asked me if Delarosa is her surname / if she's mixed race and her eyes have green / I said yes he replys blood: That girl's forteen". Obwohl auch mit Gitarrenklängen gespickt, geht der Beat von "I Don't Hate You" sehr nach vorne. Ben Drews rechnet in dem Track mit einem alten Freund ab. "I don't hate you I don't love you neither / you mean nothing to me". Langsamer aber nicht unbeschwerter geht’s mit "Everyday" weiter. Der Song wird mehr gesprochen als gespittet, dennoch ist er sehr schön und melancholisch, gerade wenn man intensiv auf den Text hört. "Darkness surrounds me / driving me in sorrow / cause I know today will be no difference from tomorrow / ... / so I pray to a god that I'm not even sure if I believe in / to help me in my hour of need and keep me breathing /... / but I don’t think he hears me speakin'". "Tough Love" erzählt die traurige Geschichte eines Mädchens, das von ihren religiösen Eltern zu Tode geprügelt wird. Plan B versteht es mit der Symbiose aus Text und dem dazu perfekt gewählten Beat, Emotionen zu vermitteln und die Geschichte lebendig werden zu lassen. Geigen begleiten nun die Lines zum kürzesten Song der Platte mit dem Titel "Where Ya From?". Auch hier wurde aus Instrumental und Rapspur ein perfekt harmonierendes Endprodukt geschaffen. Wer mehr über Ben wissen möchte, sollte sich "No More Eatin'" anhören. Es erwarten einen nicht nur einige Informationen, sie sind auch noch in gefährlichen Reimen verpackt: "got a dangerous mind that's spittin' more dangerous rhymes than Coolio". Die Gitarre kommt wieder in "Missin Links" zum Einsatz. Erstmals wird der UK'ler hier von einer weiblichen Sängerin begleitet. Thematisch dreht sich der Song um Drogenmissbrauch. Auch der Protagonist hat schon einige Freunde deswegen verloren. "I've seen my best friends cry / I've seen my best friends die / heared my best friends lie about how they're doin' fine / I've had so many best friends in my time / and most of them I lost ...". "Couldn't Get Along" widmet der Rapper ebenfalls einem Freund – aber hört selbst was aus diesem geworden ist. Als letzter Beitrag folgt der Titeltrack "Who Needs Actions When You Got Words"- und diese Frage lasse ich jetzt einfach mal so stehen.

Zu Anfang habe ich den Vergleich mit Eminem aufgegriffen und tatsächlich möchte man hier und da meinen eine gewisse Ähnlichkeit im Rapstil zu entdecken. Plan B ist und wird aber niemals eine Abkupferung irgend eines Artists sein, dafür legt er viel zu viel Persönlichkeit in das was er tut. Der Engländer überrascht mit diesem Album. Er bringt etwas, das in dieser Form nicht dagewesen ist und zu recht wird er dafür in den höchsten Tönen gelobt. Denn obwohl Plan B keinen einzigen Featuregast an Bord hat, wirkt sein Debüt niemals langweilig oder einseitig. Diese Platte ist nicht nur für all jene etwas, die im Rap-Geschäft nach etwas Neuem suchen. Sie ist nicht nur für all die unentbehrlich, die Innovation fordern und lieben. Aber ganz bestimmt ist diese Platte nichts für all diejenigen, die Schauklappen aufhaben und nicht nach rechts und links schauen. Für euch gilt Finger weg, alle andren hört in dieses Album rein. It's time for ... Plan B!

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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Redakteur:
reimxzess

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Rang: R4F | Admin
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Stimmung: nachdenklich
Herkunft: Hauenstein (Pfalz)
Fav. Artist: Ras Kass, Redman, IDE, Mach, Skiba, Vast Aire
Fav. Crew: AOTP, Wu-Tang, Killarmy, JMT, C&J, Liks
Fav. Producer: Shuko, Dilla, Kanye, Connect, MF, Snowgoons, El-P
Fav. CD: Enter The Wu-Tang (36 Chambers)
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User Beitrag:

Schöne Review, macht auf jeden Fall neugierig. Muss ich wohl ma reinhören smile
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Momentaner Lieblingssong: IDE feat. Alucard - Never (Prod. by DJ Connect)

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