Tracklist:
01. Money Over Bullshit - (Prod. L.E.S.)
02. You Can't Kill Me - (Prod. Salaam Remi)
03. Carry On Tradition - (Prod. Scott Storch)
04. Where Are They Now - (Prod. Nas & Salaam Remi)
05. Hip Hop Is Dead - feat. Will.I.Am (Prod. Will.I.Am)
06. Who Killed It? - (Prod. Salaam Remi & Will.I.Am)
07. Black Republican - feat. Jay-Z (Prod. L.E.S. & Wyldfyer)
08. Not Going Back - feat. Kelis (Prod. StarGate)
09. Still Dreaming - feat. Kanye West & Chrisette Michele (Prod. Kanye West)
10. Hold Down the Block - (Prod. Mark Batson & Aaron Fessel)
11. Blunt Ashes - (Prod. Chris Webber)
12. Let There Be Light - feat. Tre Williams (Prod. Kanye West)
13. Play on Playa - feat. Snoop Dogg (Prod. Scott Storch)
14. Can't Forget About You - feat. Chrisette Michele (Prod. Will.I.Am)
15. Hustlers - feat. The Game & Marsha Ambrosius (Prod. Dr. Dre)
16. Hope (Acapella) - (Prod. Nas & L.E.S.)
Review:
Nasir Jones erkämpfte sich 1994 mit seinem Debüt-Album "Illmatic" den Weg in die Geschichte des HipHop. Bis zum heutigen Tage konnte er dabei mehr als 12 Millionen Alben verkaufen. Als dann der langjährige Beef mit Langzeit-Widersacher Jay-Z letztendlich begraben wurde und sogar zu einer Vertragsunterzeichnung bei Def Jam führte, wurden die Stimmen lauter und überall feierte man die Wiedervereinigung der "Twin Towers". Nun hat Nas sein Leben als Einzelgänger und Eigenbrödler beendet und veröffentlicht am 15. Dezember sein Def Jam Debüt-Album mit dem Titel "Hip Hop Is Dead". Der Titel lässt in Verbindung mit dem Artwork viel Platz für Spekulationen. Was genau Nas damit ausdrücken will versuchen wir nun zu klären...
Eröffnet wird der Longplayer von "Money Over Bullshit", für dessen Produktion L.E.S. verantwortlich war. Auf dem düsteren Beat besinnt sich Nas auf seine Ideale und fordert alle auf sich ihm anzuschließen um seinem Kreuzzug zu folgen um HipHop zu retten. "Join me in war, many will live, many will mourn / Money over bullshit, pistols over brawlin' / Afraid not of none of you cowards but of my own strength". Definitiv ein gelunger Opener. Weiter geht es mit "You Can't Kill Me" aus der Beatschmiede von Salaam Remi. Nas erzählt hier mit unglaublicher Arroganz, die seinen Status wiederspiegelt, von seinem letzten Clubbesuch und was sich dort abgespielt hat. Weiterhin rät Nas "Carry On Tradition"! Auf einem gelungenen Instrumental von Scott Storch erteilt Nas Ratschläge und Warnungen um HipHop, der sich mittlerweile zu einem ernstzunehmenden Business entwickelt hat, zu retten. "Where Are They Now" für dessen Produktion Nas und Salaam Remi auf ein Sample von James Brown zurückgegriffen haben, ist ein katalogartiges Klagelied, welches allen verstorbenen Rappern gewidmet ist und Nas die Möglichkeit bietet seinen Respekt in Worte zu fassen. Für den Titeltrack "Hip Hop Is Dead" hat Will.I.Am einen heftigen Rockbeat mit diversen Old School-Breaks verknüpft, auf dem der wortgewandte Nas seine Parts zum Besten gibt. Wie bei den Vorgängern liefert Nas auch hier einen durchweg gelungenen Track auf höchstem Niveau ab. Auf "Who Killed It?" erläutert Nas mit verstellter Stimme auf einem Beat von Will.I.Am und Salaam Remi wer denn eigentlich für den Tod von HipHop zu verantworten hat. Defintiv ein weiteres kreatives Highlight. Einer der meist erwarteten Tracks ist sicher "Black Republican" von Nas und Jay-Z! So verwundert es auch nicht, dass entsprechender Track schlicht einer der heftigsten Tracks des Longplayers ist. Eine bombastische Klangkulisse auf der zwei der wohl besten Rapper ihre Parts zum besten geben, beschreibt die Situation wohl treffend. Ein weiteres Traumpaar hören wir auf "Not Going Back", in Form von Nas und seiner Ehefrau Kelis, auf einem Beat von StarGate. Ein sehr melancholischer und nachdenklicher Track, der durch die melodische Hook von Kelis gekrönt wird: "The streets keep tryin' to say / Come back around this way / I've already gone that way / I won't go back today". Nas dagegen verkündet: "Yeah, my man Kool G Rap told me son do not look back / Chill up in the mansion with a fat glutious max, relax / When people act schoolin' with facts, tell 'em / At this point in my life I'm all about chillin'". Anschließend folgt das soulige "Still Dreaming", welches nicht nur durch Kanye West's Hook, sondern auch durch die Additional Vocals von Chrisette Michele glänzt. Aber auch der sozialkritische Streettrack "Hold Down The Block", für den Mark Batson und Aaron Fessel hinter den Reglern saßen, weiß zu überzeugen. "Blunt Ashes" dagegen hat schon fast Südstaatencharakter und erzählt von vergangenen Zeiten, in denen allerdings, genau wie heute, Fehler begangen wurden. Produziert wurde dieser Track übrigens von dem NBA Basketballspieler Chris Webber. Das smoothe "Let There Be Light" dagegen wurde von Kanye West produziert, featured Tre Williams und verleitet zum relaxen und chillen. Das nächste Highlight folgt mit "Play On Playa" für das sich die Player der East- und Westcoast connecten um auf einem Beat von Scott Storch ihre Skillz zum Besten zu geben. Nostalgisch wird Nas auf "Can't Forget About You", welches von Will.I.Am produziert wurde: "When was the last time you heard a real anthem? / Nas, the millionaire, the mansion / When was the last time you heard your boy Nas rhyme? / Never on schedule, but always on time". Chrisette Michele zeigt sich dabei für die gesungene Hook verantwortlich, die stark an irgendwelche Schwarz/Weiss-Filme aus den späten 60er Jahren erinnert. Das nächste Highlight gibt es mit "Hustlers" auf die Ohren, auf dem Nas von Compton's Finest The Game unterstützt wird. Dabei verneigt sich der jüngere Game auf einem Instrumental von Dr. Dre vor seinem großem Mentor und erinnert sich an die Zeit zurück, als er selbst noch in der Schlange stand um sich ein Exemplar von Nas' "Illmatic" zu kaufen. Begleitet werden die beiden dabei von Marsha Ambrosius von Floetry. Den Abschluß bildet das Acapella "Hope", für dessen Instrumentale Grundlage Nas selbst und L.E.S. verantwortlich waren. Definitiv ein gelungener Abschluß!
Man merkt Nas seine Entwicklung deutlich an und wer auf ein zweites "Illmatic" gehofft hat, wird eventuell sogar enttäuscht sein, da "Hip Hop Is Dead" nicht unbedingt mit seinen bisherigen Alben zu vergleichen ist. Dennoch präsentiert uns Nas sowohl Widerstand und Weisheit, als auch Trauer und Hoffnung auf höchstem Niveau. Selbst wenn sich seine Perspektive gewandelt hat, wirkt er heute noch fokussierter und man spürt deutlich wie ernst ihm seine Aussagen sind. Im Gegensatz zu dem üblichen Einheitsbrei bildet "Hip Hop Is Dead" für mich eines der wichtigsten Releases dieses Jahres!
Herkunft: BNC (CH) Fav. Artist: Azad, Pal One, Ercandize, Nas, Sean Price Fav. Crew: Dilated Peoples Fav. Producer: Oh No, Pete Rock, Premo, Sti, Brisk Fingaz Fav. CD: Pal Wolf Lieblingsfilm: Saw
RE: Nas - Hip Hop Is Dead Sehr schön geschriebene Review. Werde das Album heute auch bekommen. Was ich bisher gehört habe teilt aber auf jeden Fall deine Meinung! Ist für mich auch eines der wichtigsten Releases des Jahres 2006! Bin überzeugt, das es so ziemlich auf der ganzen Linie überzeugen wird. Denn ein zweites Illmatic erwarte ich nicht. Ist zwar eines der besten Alben ever, aber jeder Künstler entwickelt sich weiter und das war vor über 10 Jahren. Und mich persönlch hat Nas noch nie enttäuscht mit seinen Raps!
Herkunft: Salzgitter Fav. Artist: Kool Savas, Nas, Jay-Z Fav. Crew: NWA Fav. Producer: Just Blaze, Dr. Dre Fav. CD: der beste tag meines lebens,Chronic 2001 Lieblingsfilm: Half Baked, Training Day, How high, Der Pate I-III
RE: Nas - Hip Hop Is Dead Nach deiner Review zufolge, besteht das Album ja nur aus Highlights. Werde mal reinschnuppern und ich denke, ich werde es auch kaufen
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Nach deiner Review zufolge, besteht das Album ja nur aus Highlights. Werde mal reinschnuppern und ich denke, ich werde es auch kaufen
Nicht nur, aber viele. Sehr gelungenes Album!
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Es hat sich bewahrheitet was ich mir schon gedacht hatte: Das Album ist nicht so der MegaHammer, aber natürlich auch nicht schlecht.
Carry on Tradition, Black Republican, Not Going Back und Let There Be Light find ich richtig dick, Hold Down The Block auch. Where Are They Now, Who Killed It und Hip Hop Is Dead find ich nicht besonders toll, vorallem weil mir die Beats nicht so gefallen. Der Rest ist recht cool, etwas über Durschnitt halt. Man kann sich eigentlich alles ganz gut anhören und muss nicht weiter skippen, der Durschnitt liegt zwar nicht so hoch wie beim Jay-Z Album, aber dafür verfügt Hip Hop Is Dead über mehr Highlights, insgesamt geb ich mal vorerst 4 Kronen, mal sehen was sich so ab dem fünften, sechsten Mal hören ergibt.....
Was mich allerdings gefreut hat war das Chris Webber einen doch ganz coolen Beat gemacht hat, ich dachte das wär nur ein PromoGag, aber freut mich füt Chris, der hat in Philly ja zur Zeit nicht besonders viel zu lachen.
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Nach deiner Review zufolge, besteht das Album ja nur aus Highlights [...]
Na wir sprechen doch über Nas oder? ... *g
Jo, das Album ist digger-digg-digg. Auf jeden Fall. Sind ein paar zu poppige Nummern drauf, aber aber auch ein paar ganz üble Brecher. "Who killed It?" ist mal eine verdammt geniale Idee. Hab mich amüsiert beim anhören. Ansonsten wird das Ding natürlich auch zu meinem Nas-Schrein hinzugefügt ... nicht weit entfernt von "Illmatic".
Allerdings fehlten mir auch Alchemist- und Premo-Produktionen auf der LP.
BTW: Ich hab ja gesagt "QB Tru G's" wird zu "Hustlers". ;D
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Ansonsten wird das Ding natürlich auch zu meinem Nas-Schrein hinzugefügt ... nicht weit entfernt von "Illmatic".
Is das jetzt auf die Qualität oder den Standort bezogen? Bei ersterem hätte ich ohne es gehört zu haben enorme Zweifel. Ich trau mir garnich das Album anzuhören, nachdem ich nach 1:30 HipHop is Dead nicht mehr ertragen konnte
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Ansonsten wird das Ding natürlich auch zu meinem Nas-Schrein hinzugefügt ... nicht weit entfernt von "Illmatic".
Is das jetzt auf die Qualität oder den Standort bezogen? Bei ersterem hätte ich ohne es gehört zu haben enorme Zweifel. Ich trau mir garnich das Album anzuhören, nachdem ich nach 1:30 HipHop is Dead nicht mehr ertragen konnte
hehe eigentlich 50/50. Qualitätsmäßig eher weniger.
Welchen Track hast du dir angehört? Oder meintest du direkt die Single?
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Ich meinte die Single. Die is zwar nich todesweak aber unter Nas niveau. Vieleicht hab ich aber textlich was verpasst weil ich mich wegen diesem Will I Am gedudel nich konzentrieren konnt
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Nach deiner Review zufolge, besteht das Album ja nur aus Highlights [...]
Na wir sprechen doch über Nas oder? ... *g
Jo, das Album ist digger-digg-digg. Auf jeden Fall. Sind ein paar zu poppige Nummern drauf, aber aber auch ein paar ganz üble Brecher. "Who killed It?" ist mal eine verdammt geniale Idee. Hab mich amüsiert beim anhören. Ansonsten wird das Ding natürlich auch zu meinem Nas-Schrein hinzugefügt ... nicht weit entfernt von "Illmatic".
Allerdings fehlten mir auch Alchemist- und Premo-Produktionen auf der LP.
BTW: Ich hab ja gesagt "QB Tru G's" wird zu "Hustlers". ;D
Aber dafür kannst du dich ja auf das Kollabo-Album von Premo und Nas freuen
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ba b0Mb1nG_gAb:
Ich meinte die Single. Die is zwar nich todesweak aber unter Nas niveau. Vieleicht hab ich aber textlich was verpasst weil ich mich wegen diesem Will I Am gedudel nich konzentrieren konnt
Das ist gut möglich. Aber ich find den Track vom Groove her sogar noch recht ansprechend, obwohl es in der Tat nicht das Gelbe vom Ei ist ...
Zitat:
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Aber dafür kannst du dich ja auf das Kollabo-Album von Premo und Nas freuen
Ja wer weiß, ob es das noch geben wird ... man darf gespannt sein.
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Ich würde immer noch 4,5 (tendenz zu 5) geben. Das Album geht mir mit jedem mal hören besser rein. Einziges Manko sind manche Beats. Ansonsten Hammer Album!
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Ich würde immer noch 4,5 (tendenz zu 5) geben. Das Album geht mir mit jedem mal hören besser rein. Einziges Manko sind manche Beats. Ansonsten Hammer Album!
Hatte ich dir letztes Mal auch gesagt im ICQ, erinnerst du dich?
Und da hast du Augen gemacht wie nen Manga und gefragt welche Beats
"Where are they Now" is glaub ich eins wo mir der Beat nich so gefällt.. Bin mir aber nich sicher..