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Zum Ende der Seite springen Timo Supremo - Bad Timing
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User Beitrag:
Timo Supremo - Bad Timing


Release Date:
Unbekannt

Label:
Eigenvertrieb

Tracklist:
01. The Key
02. Spudboy This, Spudboy That
03. Steig Ein (prod. by Hookbeatz)
04. Leute Reden
05. Der Triumvirat (feat. DonJohn & Rickb0)
06. Book Mich (prod. by Supremo & Zander)
07. Ich Hab Noch Einen...
08. Stillstand (Cuts by DJ Luxus)
09. No Era Caps
10. Geigen Des Todes (feat. Dissziplin, prod.by KnickKneck)
11. Was Zu Trinken, Was Zu Essen (prod. by Zander)
12. Ich Lach Euch Alle Aus
13. Mein Drink
14. Der Morgen Danach
15. Bereit & Gewappnet (prod. by Dendebeats)
16. 100 Bars (prod. by Zander)
17. Alles Cool (prod. by Craze)
18. Sie Will Keinen Anderen Mehr (prod. by Masu)

Review:
„Bad Timing“: So kann man eigentlich auch die Review zu diesem Album nennen, denn gleichnamiger Longplayer von Timo Supremo wurde bereits vor geraumer Zeit zum Free-Download ins Netz gestellt. 3000 Downloads innerhalb nur einen Monats konnte Bad Timing, dass neben einer hohen Anzahl an Ami-Beats auch Instrumentals von Zander, Hookbeatz, KnickKneck, Dendebeats, Craze und Masu auffährt, schon verbuchen.

Timo Supremo hat „The Key“, um sich die Türe in das hart umkämpfte Buisiness aufzuschliessen. Er verbindet ignorante Punchlines (Die Meisten haben garnix zu sagen, weder Plan noch nen Namen/sind ihrer Zeit nicht voraus, habn´ sich im Datum vertan) mit einem eigenständigen Flow und einer rotzfrechen Art. „Spudboy This, Spudboy That“ knüpft nahtlos an den vorherigen Track an. Ein nach vorne stampfender Beat trifft auf intressante Flowvarianten und weitere Punches, wie (und ich fessel Rapper, als wär ich ein Knebelvertrag). „Steig ein“ bietet Timo Supremo dir an, um dir anschliessen von einer kleinen Stadtrundfahrt zu berichten (Die meisten Gefahren sind da, wo sie keiner erwartet). Mehrsilbige Reimschemata rund ums Automobil-Vokalubar zeugen davon, dass er bei diesem Album, nicht das erste Mal zu Stift und Papier gegriffen hat. Dass viele „Leute reden“ sollte allseits bekannt sein, doch anstatt sich darüber den Kopf zu zerbrechen, entgegnet Mr. Supremo diesen Leuten mit einer Ignoranz, die einen nicht nur einmal zum lächeln bringen. Im Klartext heisst das, dass auch hier wieder Punchlines am laufenden Band vom Stapel gelassen werden. DonJohn, Rickb0 und Timo Supremo sind „Der Triumvirat“, der sich schamlos über vermeindliche Gegner auslässt und diese mit miesen Sprüchen attackiert. Erfreulich zu hören, dass alle drei überzeugen können. Vor allem Rickb0 weiß Fans von ausgeklügelten Punchlines auf seine Seite zu ziehen (..eine Faust in dein Gesicht und du wirkst in dich gekehrt). Dass die Hook mehr oder weniger dahin geträllert ist, fällt nicht negativ ins Gesicht, da der Track dadurch noch einiges an Lässigkeit dazu gewinnt. Nicht jeder Track kann überzeugen, das beweist „Book Mich“. Über das grässlich schallende „Boook mich“ im Refrain und den irgendwie altbackenen Beat kann nicht hinweggehört werden, auch wenn einige Zeilen einfach zu schade sind, als dass man sie nicht hört. Der Titel „Ich hab noch einen“ wirkt da fast als Entschuldigung. Diese nehme ich dankend an, denn dieser Track geht, nach anfänglicher Skepsis wegen des Beats von Oh No´s „Hold You Down“, erstaunlich gut in den Gehörgang. In „Stillstand“ zeigt Timo, dass er viel mehr kann, als nur Punchlines zu spucken. Er lässt seinen Gedanken freien Lauf, und das ist wahrlich schwieriger als andauernd nur rumzuposen. In diesem Track werden sich wohl viele wieder finden können, schliesslich hat jeder schon Situationen durchgemacht, in denen er nicht weiter wusste und nicht über den Stillstand hinaus kam. Keine Angst, „No Era Caps“ ist kein Track gegen eben jene Kopfbedeckungen, sondern ist eher an die Möchtegernplaya dieser Welt gerichtet, denen er direkt zu Beginn das Maul stopft (Das ist ne neue Ära, die ganz bestimmt nicht auf eure Kappe geht). Leider kann Dissziplin die „Geigen des Todes“ nicht so gut berappen, wie der Hauptakteur der CD. Seine Skills kann man ihm nicht absprechen, aber leider fehlt ihm, gerade im Vergleich mit Timo Supremo, das gewisse Etwas. Jeder Mensch braucht „Was zu Trinken, was zu Essen“, doch hinter diesem Titel verbirgt sich, anstatt der zu erwartenden Überlebensphilosophie, eine weitere Punchlineparade (..sie wollen dich selbst bei deiner Bestattung mit Eiern bewerfen). Leider wirkt der Beat nach mehrmaligem Hören ein wenig Nerven aufreibend. Bei „Ich lach euch alle aus“ macht Timo wieder mal das, was er am besten kann. Er beleidigt seine imaginären Gegner nach allen Regeln der Kunst (Was fällt dir ein über Drogen und Gewalt zu reden/du würdest nicht einmal bei Rot über die Ampel gehen). Hier ist lediglich die genuschelte Einlage zu Anfang auszusetzen. „Mein Drink“ erzählt auf einem gut tanzbaren Beat, wie Timo Frauen an der Bar zuschüttet um sie anschließend zu seinen Gunsten zu benutzen. Dass „Der Morgen danach“ nicht unbedingt nach den Vorstellungen dieser Frauen abläuft, wird auf unterhaltsame Weise dargestellt. Mr. Supremo will die Frau am liebsten schnellstmöglich loswerden (Versteh mich nicht falsch, ich bin ein gemütlicher Mensch/doch übelst verpennt, sind Gefühle mir fremd).
Gegen den Beat von „Bereit & Gewappnet“ geht Timo Supremo unter. Leider im negativsten aller Sinne. Der Beat zwingt einen quasi zum weiterskippen, wenn er seinen Hörern diesen scheußlich grellen Ton in das Ohr drückt. Dass Timo´s Parts sehr gut ist, ist letztendlich nicht mehr der Rede wert. Doch entschädigt wird man direkt im Anschluss von seinen „100 Bars“. „Du kriegst ein Satz heiße Ohren, als würdest du Niki Lauda heissen“ ist nur ein Grund dafür. „Alles Cool“ ist eine typische Kopf-Hoch-Nummer (Zeiten ändern sich, sie kommen und gehen/Das Geheimnis ist nur Schwächen keine Chance zu geben). Doch auch in diesem Song geht Timo weit über den Standard hinaus. Den Schlusspunkt setzt der Track „Sie will keinen Anderen mehr“, auf dem deutscher Rap personifiziert wird (Ich hab deutschen Rap gefickt/Sie will keinen Anderen mehr). Nicht sehr innovativ, werden viele da sagen, doch die Art wie die Story verpackt ist lockt das ein oder andere Lächeln hervor.

Wie bereits zu Anfang gesagt, hat Timo Supremo alles was man braucht um Fuß im Game zu fassen. Die nötigen Punchlines mit Witz, den ständig wechselnden Flow, der trotzdem eigen ist und die Ignoranz, die man benötigt, um andere Newcomer schlecht da stehen zu lassen. Herabgesetzt wird die Gesamtwertung lediglich durch die vielen bekannten Ami-Beats, die qualitativ zwar gut sind, aber doch schon zu oft gehört wurden, sowie durch die manchmal schlecht ausgewählten Beats, wie bei „Bereit und Gewappnet“. Doch Timo wird seinen Weg gehen und um diesen zu unterstützen, kann man sich auch überlegen, sich die gepresste CD nach Hause schicken zu lassen.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Sp!T
User Signatur:
Hip Hop
Momentaner Lieblingssong: Sniper - Guru-Tribute

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