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Looptroop - Fort Europa


Release Date:
29.04.2005

Label:
Burning Heart Rec./David vs. Goliath

Trackliste:
1. DM-87
2. Fort Europa
3. 21 Grams
4. Chana Masala
5. Trinfidelity
6. Night Train
7. 21 Bars
8. Rainbow Faces
9. Trinsanity
10. Hurricane George
11. Sparkplug
12. Trrism
13. Carneval
14. Heavy Rains
15. Trincest
16. Unilateral Communication

Review:
Looptroop sind zurück
Die vier englisch rappenden Schweden um Promoe melden sich mit ihrem mittlerweile dritten Longplayer zurück und paaren wie eh und je politische Aussagen mit muikalischen Ambitionen. Mit alten Klassikern wie ‚Yes Ayah‘ oder ‚Off the Records‘ haben sich die vier ihre Messlatte allerdings nicht grade tief gehängt. War die ‚Modern Day City Symphony‘ noch eine pure, direkte und recht harte HipHop-Platte, so zeigte ‚The Struggle Continues doch deutlich Reggaeeinflüsse. Inhaltlich setzt Fort Europa die von Cosmic, Supreme, Promoe und Dj Embee eingeschlagene Richtung konsequent fort: Politik und Sozialkritik machen textlich den zentralen Teil des Albums aus, gelegentlich ergänzt durch representer. Musikalisch haben sich die vier eindeutig weiterentwickelt, die natürlich wieder von DJ Embee produzierte neue LP bringt komplexe Drumrhythmen in Einklang mit meist ernsten, melancholischen Samples. Der Klang ist technischer als früher, der Reggaelastige Vibe ist zurückgegangen, auch wenn er durchaus noch bemerkbar ist.
Ein einmaliges PingPongDrum-Inro, in das nach und nach das Instrumental einfliesst, beginnt die Platte und leitet gleich zum Titeltrack Fort Europa über.
Der thematisiert auf einem temporeichen Beat sofort die weiter fortschreitende Abschottung Europas nach aussen. Sofort fallen einem die unglaublich vielen Feinheiten des Instrumentals auf, die Looptroop so einzigartig machen.
Das darauf folgende 21 grams ist ein ernstes, von schlechten Aussichten geprägtes Lied, das gut von einem straigten, düster angehauchten Instrumental unterstützt wird. Only love can ease the pain, ist denn auch das Ergebnis der Gedanken, die in Chana Masala ein Gegenstück finden. Treibende Drums lassen trotz des ernsten Soundteppichs keinen Zweifel in welche Richtung der Track gehen soll. Mit entsprechendem Adrenalin flowen denn dann auch Supreme und Co über den Beat, und bringen ihr Lebensgefühl auf den Punkt, Bei Promoe, Supreme und Cosmic ist keine Wiederrede zugelassen – and you can’t fuck with us .
Die B-Seite startet mit dem ersten Teil der das gesamte Album prägenden ‚Trin‘-Trilogie, bestehend aus den Teilen Trinfidelity, Trinsanity, und Trincest. Auf drei verschiedenen Beatz wird eine Geschichte erzählt, jeder der drei Mcees erzählt die Story in seinem Drittel weiter. Jeder der auf Lyricists steht muss zuhören, ernst und dennoch einfühlsam wird hier die erschreckende Geschichte eine Frau beschrieben. Night Trainsetzt den ruhigen Beginn der B-Seite fort. Die im Zug sitzenden LoopTroops rollen kraftvoll verschiedene Bahnstrecken entlang und lassen ihre Gedanken und Gefühle sprechen, unterstützt von einem hypnotischen Instrumental.
Auf das wunderschön produzierte, 21 Takte lange, 21Bars Interlude folgt mit Rainbow Faces ein melancholischer Song über Glück und Leid im Leben, der mit einem schönem Hook aufwartet. Auch das Instrumental bringt in das doch sehr ernste Album wieder ein kleines Lächeln zurück. Auf Hurricane George wird – wie der Titel schon vermuten lässt – mit George W Bush noch einmal abgerechnet. Gefeatured wird die Koalition der Willigen, bestehend aus Timbuktu und Chords. Locker und leicht werden die Verbrechen des Hurrikanes aufgedeckt und das Unverständnis über die Wiederwahl über einen seichten, groovenden Beat gelegt. Sparkplug zaubert dank einer Beat wie Text durchziehenden posititven Stimmung ein breites Lächeln aufs Gesicht, das leider in Trrism gleich wieder verschwindet. Denn viel zu erschütternd ist die treffend genaue Analyse der Ursache für Terrorismus. Glücklicherweise wird die C-Seite durch Carneval wieder mit einem Track verabschiedet, der für Carneval sorgen soll. Das schafft er auch ohne Probleme, dank des großartigen triolenartigen Flow auf einem großartigen, fröhlichen Beat. Einigen Live-Mitschnitte sorgen für die passende Stimmung und lassen einen wie automatisch positiver fühlen.
Auf Heavy Rains wird wieder das Leitthema in Erinnerung gerufen. Der Beat bringt das Thema fast noch besser auf den Punkt als der Text, lässt einen den sauren Regen fast auf der Haut spüren. Die Unfähigkeit Europas, der Staaten, aber auch jedes Einzelnen, aus den gewaltigen Problemen in der Welt Konsequenzen zu ziehen, wird hier vor Augen geführt.
Unilateral Communication klagt die One-way communication an und fordert zu mehr Gespräch untereinander auf. Der Westen, speziell die USA, sollen weniger Macht über die resltiche Welt ausüben, so die Intention des Liedes. Auch Instrumentaltechnisch ein schöner Abschluss der Platte, schmiegt sich doch der Song klanglich eng an das Gesamtkonzept an. Ein trauriges Bläsersolo zeigt noch einmal die besondere Art der Embee Produktionen auf und setzt den Schlusspunkt.

Fazit:
Ein durchweg gelungenes Album. Looptroop beweisen wieder einmal dass sie nicht zu Unrecht die vielleicht einzige in ganz Europa bekannte und viel gehörte europäische Rapgruppe sind. Musikalisch bedeutet das Album eine Weiterentwicklung, auch wenn vielleicht nicht ganz so geniale Momente auf Fort Europa zu finden sind, wie auf dem Vorgänger.
Thematisch ähnliche Schwerpunkte setzend, kann die LP durch die sehr guten, oft politischen Texte und die durch die Liebe zum Detail herausragenden Instrumentale restlos überzeugen.
Für alle Fans von Lyrics mit Sinn, von schön ausproduzierten Beatz, für Fans einer wahren HipHopGruppe ist und bleibt Looptroop die Wahl Numero Uno.


Wertung: (4 von 5 Kronen)




Redakteur: Johannes


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
The Truthsayer
User Signatur:
tax - Steuererklärung CD
Release 9.9
www.tax-mc.de
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