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Zum Ende der Seite springen GZA - Beneath The Surface
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Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

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GZA - Beneath The Surface


Release Date:
29. Juni 1999

Label:
MCA Records

Tracklist:
01. Intro
02. Amplified Sample
03. Beneath the Surface - (Feat. Killah Priest & RES)
04. Skit #1
05. Skit #2
06. Crash Your Crew - (Feat. Ol' Dirty Bastard)
07. Breaker, Breaker
08. High Price, Small Reward - (Feat. Masta Killa)
09. Hip Hop Fury - (Feat. Hell Razah, RZA, Timbo King & Dreddy Kruger)
10. Skit #3
11. 1112 - (Feat. Masta Killa, Killah Priest & Njeri)
12. Skit #4
13. Victim - (Feat. Njeri & Joan Davis)
14. Publicity
15. Feel Like an Enemy - (Feat. Hell Razah, Killah Priest, Trigga & Prodigal Sunn)
16. Stringplay (Like This, Like That) - (Feat. Method Man)
17. Mic Trippin
18. Outro - (Feat. LA The Darkman & Timbo King)

Review:
GZA zählt schon seit Anbeginn der 90er zu den begnadetsten und besten Reimflechtern und Lyricists des Clans, dessen Umfeld und überhaupt dem HipHop-Game. Das liegt an seiner ruhigen, souveränen Art zu rappen, die trotzdem eine selten kraftvolle Wirkung besitzt und die auch "Liquid Swords" zu einem Klassiker machte und seinen Beinamen "Genius" mehr als rechtfertigt(e). Im Zuge der zweiten Generation von Solo-Alben steht auch der GZA in den Startlöchern, um seine Hörergemeinde in "Beneath The Surface" unter die (oberflächliche) Öberfläche zu führen.

So wie ein Wu-Tang Solo halt nun mal auszusehen hat, gibt es hier purste Wu-Features und passende Produktion. Diese legt GZA hauptsächlich in die Hände von Allah Mathematics und The Arabian Knight. Erstaunlicherweise nur ein Beat und ein Feature von RZA. Doch die Betrachtung der Tracklist sagt natürlich noch nichts über den wahren Inhalt des Albums aus, dafür sollte man schon seine Lauscher aufsperren und sich dem Hörerlebnis hingeben, das dieses Album bietet. "In the depths of the cavern of the mind comes another jewel / From the man who brought you Liquid Swords / The director of "Shadowboxin'", "4th Chamber" and "Cold World" / He now takes you... beneath the surface". So leitet sich dieses Album ein, gefolgt von druckvollen Streichern. Nach dem Intro geht es dann gleich über zum ersten Track. Und dieser bietet so unglaublich eindrucksvollen Eastcoast-Sound, dass man versucht ist, anstatt vom Rest des Albums einfach nur "Amplified Sample" 20 mal abzuspielen. Die Harmonie, die hier zwischen dem verkratzten Beat und GZA's ebenso rauer Stimme herrscht, ist schwer in Worte zu fassen. " Everything I thought of, I saw it happen / Then I rose from the soil to sun blacken". Der allwissende Meister hat gesprochen.
Für den nächsten Beat-Diamant zeigt sich Inspectah Deck verantwortlich, der im Titeltrack "Beneath The Surface" dem GZA softe Streicher zur Seite stellt. Zu Gast ist außerdem ein Killah Priest, der so perfekt rappt wie auf "BIBLE". "Been in the presence of mad peasants, and old kings / Who sold everything, on a quest for god's divine / Slept in caves to get a clear mind / Who prayed 3 times, when the moon lit and when the sun rise / I met dwellers in the desert, talked to shepherds / Been in the mouth of many leopards / Felt the death kiss, of Satan's mistress / Walked through vacant districts, for four religions, studied Pagan scriptures". Eine solche Wortwahl ist im Rap-Game fast mit dem Titel 'einzigartig' zu krönen. Abgerundet wird das Werk von einer angenehmen Hook von RES.
Nach zwei Skits erwartet den Hörer eine Wucht eines Beats, die von einem grölenden Ol' Dirty Bastard mit einem Chorus gesegnet wird. "Crash Your Crew" ist böse-verrucht, wie es sich ein Wu-Tang-Fan nur wünschen kann. The Arabian Knight lässt anschließend in "Breaker, Breaker" eine Geige den Ton angeben, um ansonsten nur noch simple Drums hinzuzufügen und trotzdem mit minimalem Aufwand ein großartiges Ergebnis zu erzielen. "My high molecular structure be untangible / The name ring a bell, killable, two syllable / The Wu is comin' through, the outcome is critical". Im sehr kurzen "High Price, Small Reward" leistet Masta Killa dem Genius Gesellschaft, während Mathematics den Piano-dominierten Beat beisteuert. Allah Mathematics gibt den Ball dann gleich wieder an den Arabien Knight ab, der eine eingängige, wunderbar dreckige, Piano-Line mit simplen Drums unterlegt, um "Hip Hop Fury" zu einem der Kracher des Albums zu erheben. Gast-Raps gibt es von der Royal Fam, hier verteten durch Dreddy Kruger und Timbo King, und dem SOM-MC Hell Razah. Ob diese Features dem Album wirklich zuträglich sind, steht offen, sie stören jedoch auch nicht und bieten jenen MCs somit eine gute Chance, ihre Fähigkeiten für jene, die keine Die-Hard-Wu-Fans sind, vorzustellen. Und dann ist da noch RZA's starke Hook, die dem Song das I-Tüpfelchen aufsetzt. "You crunchy chump crabs get crumbled up like crack rock / fuck wit the Wu we bustin ya whole snot box".
Es stellt sich die Frage, was mit dem folgenden, nunmehr dritten Skit, bezweckt werden soll, da er, wie schon die beiden vorigen, höchstens den Fluss des Albums stört. Und da RZA mit seinem einzigen Beat voll den Nerv des Albums trifft, gibt es keinen Grund, sich von einem solchen Skit aufhalten zu lassen, zumal es neben GZA hochwertige Raps von Masta Killa, Killah Priest und auch Njeri zu hören gibt. I shot the sheriff and the deputy secondly / Threatenin the lives of those who threaten me", so Njeri. Skit #4 ist etwas aussagekräftiger als seine Vorgänger und zielt wirkungsvoll auf den Waffenfanatismus der Amerikaner ab, und die daraus resultierende Gefahr für Kinder. "In the United States, more than 10 children are killed by handguns every day". Dies bildet die Einleitung zum großartig von Arabian Knight produzierten "Victim", das leider von Joan Davis' Hook etwas versalzen wird. Ohne diese Hook wäre der Track sicher bei den besten des Albums gelandet, so kann man sich lediglich an starken Raps von GZA und Njeri und dem Beat erfreuen. Dass das Konzept aus trockenen Drums und alt klingenden Streichern wieder und wieder aufgeht, beweist Mathematics mit "Publicity", einem zweieinhalb Minuten langen Rap von GZA, ohne Hook und Schmuck. "I do an interview and they aim to trace my essence / To know more than is necessary blunts your weapon / My group's Nova, remain unsober / And serve high times with king cobras".
In "Feel Like An Enemy" geht Mathematics genau nach demselben Schema vor wie schon beim Track zuvor, und kreiert wieder einen astreinen Beat, den sich die halben Sunz Of Man mit MMO-Mitglied Trigga teilen, wobei GZA hier nicht zu hören ist. "Stringplay" ist, was den Beat betrifft, wörtlich zu nehmen, denn er besteht aus eben diesem Stringplay. Dazu gibt es eine gehörige Portion Coolness von Method Man und GZA, was zu Lines führt wie: "You're like secretaries who can't type, you're no use". Mit einem fast schon verträumten Beat schiebt Mathematics den Hörer dann nochmals tief in die Wu-Atmosphäre, während GZA für die entsprechende Rap-Unterhaltung sorgt, was "Mic Trippin'" im Gesamtpaket einwandfrei macht. Für das Outro wird dann nochmals der Beat des Intros eingespielt, wobei er diesmal von LA The Darkman und Timbo King berappt wird.

Man sollte "Beneath The Surface" nicht mit "Liquid Swords" vergleichen, denn dann wird man mit diesem Album nicht glücklich. Es ist bei weitem nicht so kantig, es fehlt dieser Schatten, der über dem Album hängt, es fehlen auch die Kung Fu-Samples. Davon abgesehen ist "Beneath The Surface" jedoch ein einwandfreies Eastcoast-Album ohne Ausfälle, mit einem einmaligen Hauptdarsteller und durchweg starken Beats. Und damit ist "Beneath The Surface" eines, wenn nicht das beste Album der zweiten Runde an Wu-Solos, das in einer Zeit, in der HipHop am Aufweichen ist, durchaus als Klassiker seiner Zeit bezeichnet werden kann.

Wertung: (4,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (6 Bewertungen / 4.67 Ø)


Redakteur:
SnoopFrog
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Sehr, sehr ansprechende Review und auf jeden Fall eines meiner Leblings-Wu-Alben. Eigentlich darf das Ding in keinem CD-Regal fehlen smile
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Review ist sehr nice...und dein Output ist bemerkenswert. Album hat die 5 Kronen auf jeden Fall verdient.
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Absztrakkt


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Ich würd auch 5 Sterne geben,
so ziemlich das beste album, dass ich je gehört hab.
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