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Zum Ende der Seite springen Krohme - All Praises Due
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Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

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Krohme - All Praises Due


Release Date:
27. Februar 2007

Label:
Godsendant Music

Tracklist:
01. The Opening - (Feat. Farooq Ameen Al Said)
02. Revolution Music
03. The Forsaken - (Feat. Royce Da 5'9)
04. Cold Summers - (Feat. Hell Razah)
05. Real Talk
06. We Shall Overcome
07. I'm Gonna Win - (Feat. Agallah & D.V. Alias Khryst)
08. The Next Star
09. King - (Feat. Smigg Dirtee & Divine Allah)
10. All Praises Due - (Feat. C-Rayz Walz)
11. Round Here - (Feat. MC Serch)
12. Run Them Thangs
13. A Better Future - (Feat. Chace Infinite)
14. These Final Hours - (Feat. Judah Priest & Tripp Doogan)
15. A Change Gonna Come
16. Come Together Now

Review:
Jedes Jahr gibt es Namen, die einem bis dato absolut nichts gesagt haben, die man sich jedoch merken sollte. Ein solcher Name ist Krohme, Producer und MC aus Alexandria, Virginia. Nachdem er zuerst MF Grimm auf seine Beats aufmerksam machen konnte, verbreitete sich die Kunde seiner Producer-Fähigkeiten schnell, so dass er auf seinem Debütalbum "All Praises Due", welches Ende Februar 2007 erschien, schon eine beachtliche Gästeliste aufweisen kann. Und wie schon erwähnt, ist dieses Debüt kein Producer-Album (wie es 2007 unzählige gab), sondern Krohme steht auch selbst am Mic. Da er nach eigenen Aussagen irgendwo um 1995 festhängt, was seine Music betrifft, weiß man schon was man sich hier zu erwarten hat. Ein weiterer Indikator ist seine bisherige Zusammenarbeit mit vielen Artists aus der Wu-Tang-Familie.

Da Krohme kein fauler Mann ist, besitzt er auch sein eigenes Label, Godsendant Music, über das "All Praises Due" auch veröffentlicht wird. Die ersten Worte im Intro, "The Opening", werden von einem der ersten Mitglieder des Label-Rosters, A-Jaxx alias Farooq Ameen Al-Said, gesprochen. Dann schmettern die Fanfaren los, und Krohme legt volle 100% vor, um dem Hörer sich und seinen Fähigkeiten als Emcee und Producer vorzustellen. "I stand aside and bring the knowledge to you", so sein Motto. Wie bei so vielen Artists, die in beiden Gebieten tätig sind, ist er der bessere Producer, auch wenn seine Rap-Fähigkeiten als solide zu umschreiben sind. Ähnlich dem Intro zeigt sich auch "Revolution Music" mit kräftigem Unterbau, für den Krohme's Stimme fast schon zu schwach ist, trotz des guten Wiedererkennungswerts. Nun schließt sich ein locker-leichter Kopfnicker an, in dem der erste große Gast, Royce Da 5'9", den Chorus übernimmt. Erster Höhepunkt kündigt sich im Anschluss mit Hell Razah an, der in "Cold Summers" zwar neben dem Chorus nur magere 4 Bars spittet, aber im Endeffekt gut zum Gesamtpaket beiträgt, das vor allem von dem energiegeladenen Beat profitiert. "Money got you sellin' your soul / You can tell we in hell, when the summer is cold / Cock back, shoot a MC, empty, reload / Tell the truth to the seeds, til' the world explode", so der Refrain. Von alamierenden Aufrufen wechselt Krohme nun spielend zum entspannten und vor Soul nur so überlaufenden "Real Talk", um dann in ein Interlude mit einer Rede von Martin Luther King überzuschwenken, "We Shall Overcome", welches sehr zum atmosphärischen Ganzen des Albums beiträgt. "I'm gonna win" zeigt Krohme's Vorlieben für (Voice-)Samples auf, während sich als Rap-Gast der Don Bishop alias Agallah einfindet und für den Chorus D.V. Alias Khryst ein Lebenszeichen von sich gibt. Und das interessante Zusammenspiel der rauhen Stimmen von Agallah und Krohme mit D.V.'s weicher Stimme weiß durchaus zu überzeugen. Einer der besten Songs der Platte wird nun gleich nachgeschoben, "The Next Star" zeigt, wie sich der perfektionierte Einsatz von Voice-Samples anhört, bietet zudem eine starke Hook und passt auch definitiv zu Krohme's Stimme. Textlich gibt es eine Beschreibung, von Krohme's hartem Weg als Artist, die sicherlich nicht aus der Luft gegriffen ist.
"King" ist eine vollkommen ruhige Nummer, auf der neben dem Brooklyn-Newcomer Divine Allah auch Bay-Rapper Smigg Dirtee zu finden ist und das textlich, mit einer Schilderung des gefährlichen Alltags, nicht viel Neues zu bieten hat. "Another day, another chance to die". Nächste Rap-Größe ist C-Rayz Walz, der sich im Titeltrack "All Praises Due" die Ehre gibt, einem voluminösen Streicher-Song. "The adrenaline rush, you never feel til you die / 85 percent ask the question why / Didn't do the research, deaf, dumb and blind". Trotz flacher 5%-Anspielungen ein sehr gelungenes Stück Musik. Anschließend versinkt das Album in drei soliden, doch mehr oder weniger unauffälligen Tracks. Der erste wird von steinharten Gitarren getragen und kann mit MC Serch als Gast aufwarten. Diesem folgt "Run Them Thangs", auf dem trotz Voice-Sample fast schon Langeweile aufkommt. Das freshe "A Better Future" mit Chace Infinite ist da eindeutig wieder etwas besser, kann jedoch immer noch nicht an das Niveau vom Anfang anknüpfen. Dies gelingt Krohme erst wieder mit "These Final Hours"", neben "The Next Star" bester Track des Albums. Mit dem in Kentucky ansässigen Tripp Doogan und dem Philadelphia-Abgesandten Judah Priest hat sich ein starkes und in etwa gleich (un-)bekanntes Trio gefunden, dem ein traumhafter Beat zur Verfügung steht. "Hip Hop is dead, like Nas said / I resurrect Hip Hop like Christ did". Etwas oberflächlich, trotz der vorangegangenen geistlichen Rhymes. Doch das stört bei diesem Song nicht weiter. Nun wird Sam Cooke's "A Change Gonna Come" gespielt, überschnitten mit Samples von Bürgerrechts-Reden. Es verbleibt noch ein einziger Track, "Come Together Now", der als Art Tribut an Public Enemy gedacht ist, und in etwa auch so klingt. Trotz, bzw. genau wegen dieser Note, ist der Song ein sehr starker Ausstieg. Es gibt noch einen versteckten Bonus-Track, dessen Beat in leichter Modifikation auch von 50 Cent für "Window Shopper" verwendet wurde, und der dementsprechend, trotz Reggae-Vibe, nicht allzu erwähnensert ist.

Es ist verwunderlich, wie sehr dieses Album an der Welt vorbeigezogen ist. Natürlich wird hier nicht die Welt neu erfunden, trotzdem gehört es zu den solidesten Alben 2007, wenn es um liebevollen, BoomBap-basierten, Eastcoast-Sound geht. Auch wenn Krohme am Mic kein Rakim ist und auch nicht die lyrischen Fähigkeiten eines GZA aufweist, schafft er es gut, sein nicht zu leugnendes Producer-Talent entsprechend mit Raps auszuschmücken. Von diesem Ein-Mann-Unternehmen darf man sich noch viel erwarten, und sofern der Mitt-90er-Sound so gut wie hier klingt, stört das Auf-der-Stelle-Treten auch nicht im Geringsten.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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User Beitrag:

Das ist ein Album, das leider spurlos an mir vorbeigegangen ist. Werd mir das Ding aber spätestens nach deiner Bewertung noch zulegen müssen.
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