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Zum Ende der Seite springen One Be Lo - The R.E.B.I.R.T.H.
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Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
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Fav. CD: einige...

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One Be Lo - The R.E.B.I.R.T.H.


Release Date:
11. Dezember 2007

Label:
Subterraneous Records

Tracklist:
01. Rebirth
02. Born & Raised
03. Keep It Rollin' - (Feat. Marvin Scruggs)
04. Smash
05. Headlines
06. War
07. Don't Sleep
08. House Rules
09. Snap Shot
10. The G Gap
11. Gray
12. Hip Hop Heaven

Review:
One.Be.Lo, dieser Name steht für Qualitätsware. Egal ob mit Senim Silla als Binary Star oder Solo. Fast jeder, der in den Genuss eines seiner Alben kam, weiß nur Gutes über den Mann aus Pontiac, Michigan, zu berichten. Woran das liegt? Wohl daran, dass seine Ware schlichtweg gute Musik ist, frisch, intelligent und mit hervorragenden Beats versehen. Nachdem sich nach "S.O.N.O.G.R.A.M." seine Fan-Base stark erweitert hat, wurde schon bald der Nachfolger angekündigt, "L.I.F.E.". Als Vorgeschmack sollte jedoch vorerst "The R.E.B.I.R.T.H." folgen. Doch es dauert trotzdem, und wie so oft, einige Zeit länger, bis irgendein neues Projekt abgeschlossen war - im Falle "R.E.B.I.R.T.H." mehr als ein halbes Jahr. Anders als auf "S.O.N.O.G.R.A.M." wird die Produktion hier nicht von den Trackezoids übernommen, sondern von einer ganzen Reihe externer Beatbastler. Als Gast findet sich nur ein Vokalbeitrag von Marvin Scruggs, was Lo's alten Namen One Man Army unterstreicht.

Und ja, One.Be.Lo hat eine Vorliebe für Apronyme. Dementsprechend hat auch "R.E.B.I.R.T.H." eine Bedeutung: "Real Emcee's Bring Intelligent Rhymes To Hip-Hop". Entgegen der Länge seines letzten Albums zählt dieses nur zwölf Tracks, bzw. 13, da im letzten noch ein zusätzlicher Bonus versteckt ist. Und als vollwertiges Album darf dieses Werk durchaus gelten, auch wenn einige Tracks schon etwas älter sind. Dem ein oder anderen mag es etwas mulmig werden, wenn er die Producer-Liste sieht, da ein Jake One beispielsweise auch schon für die G-Unit tätig war. Doch in dieser Richtung kann gleich zu Beginn Entwarnung gegeben werden: Auch wenn die Producer neu sind, der Sound ist dem früheren durchaus ähnlich und steht One.Be.Lo ausgezeichnet. Seinen Anfang macht das Album gleich mit dem Titeltrack. Soul-Sample, fresher Beat und ein Film-Sample machen diesen Beat zugleich zum Intro und zum ersten Höhepunkt des Albums; schöner hätte One.Be.Lo nicht beginnen können. Verantwortlich für diesen fabelhaften Beat ist ein gewisser Texture alias V-Tech oder Vaughan T. von The Lab Techs. Der ist gleichzeitig auch in der Athletic Mic League tätig und somit alles andere als ein fremdes Gesicht in Verbindung mit Lo. Selbiges gilt auch für den ebenfalls hier als Producer tätigen 14KT a.k.a. Cliffnotes. Doch weiter macht das Album erstmal mit "Born & Raised", einer Hymne auf One.Be.Lo's Heimat, Pontiac. Der Beat übertrifft den vorausgegangenen sogar noch, und sorgt für eine Bombenstimmung und für helle Begeisterung bei allen, die dieses Album hören. "Pontiac was the place / General Motors employes mother and aunts, father and uncles / The 70's payed them off, then economy struggled / The 80's, they layed them off, now the poverty doubled / Tripled, quadrupled, thousands in trouble / Now it's hard to find a good job, even harder to hustle / Flint people know what I'm talkin' about". Mit "Keep It Rollin'" präsentiert Memo von den Molemen einen sehr ausgereiften Beat, in dem sich Voice-Sample und Marvin Scruggs perfekt ergänzen. Für "Smash" fährt Jake One eine dem Album entsprechende, und trotzdem nicht zu weiche Produktion auf, die, gespickt mit Film-Samples, bestens zu Lo passt. "It's true, the insurance cost a arm and a leg / But if you don't pay, it can cost a arm and a leg".
In ähnlicher Weise zeigt sich das Gitarren-geleitete "Headlines", in dem One.Be.Lo sich über die heutige Gesellschaft auslässt. Nach einem weiteren Film-Sample darf man sich über den nächsten Hochkaräter freuen, "War". Seattle's Own Bean One steuert eine astreine Produktion bei, die die Grundlage für einen weiteren Schwall an Kritik bildet. "Now in a certain part of town you gotta roll deep / These cold streets make you wanna hold heat / These canibals don't always show you they teeth / They watch you from a distance and wait for you to go to sleep". Nach diesem "spiritual, physical, chemical" und "chemical war" geht es weiter mit "Don't Sleep", für das One.Be.Lo wieder einen Beat aus Seattle, diesmal von Vitamin D, bekommt. Die etwas ruhigere Produktion zählt zwar nicht zu den besten des Albums, bietet jedoch trotzdem beste Unterhaltung, zumal da ja immer noch Lo's immerstarke Raps sind. "House Rules" hört sich auch wunderbar an, der Beat ist nun wieder sehr soul-geschwängert und leitet damit den ähnlich klingenden Rest des Albums ein. Unter all diesen Track herauszustechen, das schafft "Snap Shot" im Anschluss. "Let Mr O-N-E, bless you with some poetry". Hell yeah. Dieser Song setzt sich spielend leicht tief hinten in den Gehörgängen fest und hinterlässt ein tiefes Verlangen, die Repeat-Taste wieder und wieder zu drücken, was an der Harmonie zwischen der genialen Produktion, mit einem Traum eines Voice-Samples, und One.Be.Lo's Rhymes liegt. Einziger Nachteil sind die guten 2 Minuten Spieldauer, die leider viel zu kurz sind. Auch wenn "The G Gap" da nicht ganz mithalten kann, fügt es sich gut ins Gesamtbild und kann sowohl mit einer schlichten Produktion als auch mit Lo's wie immer kritischen Texten punkten. "Labeled as a problem child, doin' what was not allowed / Got kicked out of momma's house, now I'm steppin out of bounds / Had to find solid ground, 17 without a doubt / Attitude's sauerkraut, boxin, but I tried to knock my father out" startet der Song, während Lo nun die Missstände in gewissen (den unteren) Bevölkerungsschichten anprangert.
Nun folgt "Gray", die wohl entspannteste Nummer des Albums. Dazu tragen die weichen Klänge ebenso wie die Hook und das dort aufspielende Saxophon bei. Hier nützt er die Gelegenheit, um seine Meinung kund zu tun, wie in etwa im Bezug auf seinen Glauben: "Now as I walk through the valley in the shadow of death / Real Jihad, the battle of self". Nun verbleibt nur noch "Hip Hop Heaven", das, wie schon erwähnt, aus zwei Tracks besteht. Der erste ist wieder einmal ein traumhaftes Stück Musik, das sich langsam und verhalten seinen Weg bahnt, am Ende dann aber doch zu den besten Tracks des Albums gehört. One.Be.Lo berichtet in überragendem Story-Telling von einem ganz gewöhnlichen Tag: "I fell asleep early, woke up this morning right side of the bed / The rest of the fam was sleep, I didn't wanna wake 'em / I'm in the mood for makin' some music, so I hit the basement / When it comes to writing a song, I'm not as patient / More like a doctor performing a operation / And this particular day I'm hearing dope beats / The lyrics was steady coming, combination so sweet / I'm not trynna eat, so I skip breakfast / I'm the zone like Jordan when the clock ticks seconds / [...] / I hear the kids upstairs, they didn't even bother, to interrupt their father, cause they know that I'm a artist". Allerdings stimmt etwas an diesem Tag nicht: "My young ones, usually by now they gettin' restless / I float upstairs, they faces glued to the TV / I walked to the kitchen, guess they didn't even see me / I wasn't even lookin' for a meal anyway, kinda strange, cause I didn't drink or eat all day / In the soundbooth, standin on my feet all day, I'm dead tired now, maybe I should sleep all day / On my way to the room, I hear my lady on the phone, she moans, cryin' and dyin', inside feelin' alone / [...] / I called her name three times, she only ignored me / She held a newspaper in her hands, it read: 'Local Rapper, One.Be.Lo, age 30, found dead', I'm in Hip Hop Heaven". Unglaublicher Song. Abgeschlossen wird das Album jedoch von einer etwas flotteren Nummer, die sich "Massive Monkeys" nennt, aus Bean One's Küche stammt und dem Album einen ausgezeichneten Abschluss beschert.

One.Be.Lo did it again. Es ist schwer, hiervon enttäuscht zu sein. Nashid Sulaiman stellt wieder unter Beweis, dass er zu den wertvollsten Lyricists gehört, die das Rap-Game zu bieten hat und dass er auch ein goldenes Händchen bei der Wahl der Beats getroffen hat. "The R.E.B.I.R.T.H." mag zwar ein wenig kurz sein, doch dafür bekommt man hier pursten HipHop ohne wenn und aber vorgesetzt, von dem die breite Konkurrenz zum Großteil nur träumen kann. Die perfekte Scheibe für die Weihnachtsferien und auf jeden Fall mehr als nur ein Lückenfüller zu "L.I.F.E.". One.Be.Lo schießt sich spielend zu den besseren bis besten Alben dieses Jahr und beschert allen HipHop-Fans ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. I'm in Hip Hop Heaven!

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 4 Ø)


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SnoopFrog
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Momentaner Lieblingssong: Vast Aire - Cholesterol

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Komplette Review könnte von mir sein. Perfekt. Auch mit der Bewertung stimme ich komplett überein.
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Momentaner Lieblingssong: Joell Ortiz - Battle Cry (prod. by A.D)

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RE: One Be Lo - The R.E.B.I.R.T.H.
Kommt nicht an "S.O.N.O.G.R.A.M." heran, deswegen von mir "nur" 4 Kronen.
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Das Album muss ich mir noch unbedingt zulegen.
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Momentaner Lieblingssong: Kollegah - Frank Miller

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