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Siamak - Liquor Lifestyle Vol. 2


Release Date:
16. Februar 2007

Label:
Liquor Music / Groove Attack

Tracklist:
01. Keine Ehre
02. Mein Weg - (Feat. O-Six)
03. Eiszeit - (Feat. Asek 36)
04. S&S - (Feat. SMO)
05. Besser Du Glaubst Es - (Feat. Taleb)
06. Meine City
07. Sky's The Limit - (Feat. Mike K. Downing)
08. Freak
09. Doppel XL - (Feat. Chakuza)
10. Klatsch die Security (Part 2) - (Feat. Ice Bear)
11. Dreckige Nutten
12. Früher & Heute - (Feat. Beneluxus)
13. Merk's Mal
14. Numma Zwei - (Feat. Pain & Jail da Hustler)
15. Eigenen Ring
16. So Mies - (Feat. Original Phoenix)
17. Hussle - (Feat. !Bazz)
18. Take Me As I Am
19. Boom Biddy Bye Bye - (Feat. Afro Hesse)
20. On Fire (Bonus Track) - (Feat. !Bazz)

Review:
Der gebürtige Perser Siamak droppte bereits am 16. Februar des letzten Jahres den zweiten Teil seiner Mixtape Serie "Liquor Lifestyle" über das hauseigene Label Liquor Music. Da ausgenommen von Chakuza keine überraschenden Features am Start sind, liegt der Fokus einzig und allein auf Siamak. Ob das was der Berliner mit seinem Mixtape abliefert einen Flash auslöst oder doch eher in die Trash Tonne gekloppt werden kann, bringen wir auf den Punkt!

Siamak eröffnet sein Mixtape mit einem typischen Intro Track. "Keine Ehre" ist straighter Battletrack mit einigen guten Punchlines. Zwei Parts plus Hook inklusive Zeilen wie: "Der Teufel is' los, ich zeige deiner Family Flows / danach sieht deine kleine Schwester aus wie Emily Rose". Zum Auftakt eine beeindruckende Leistung, die direkt positives Licht auf das Tape fallen lässt. Siamak erzählt anschließend von seinem Werdegang, der nicht immer leicht war. Auf einem melancholischen Beat erhält Siamak gesangliche Unterstützung von O-Six, der die Hook übernimmt. Da der Song nur einen einzigen Part umfasst, fällt ein Urteil zwar schwer, aber letztendlich hätte man mehr Atmosphäre erwarten können, da eigentlich schon (mindestens) 100 Rapper das Gleiche auf einen Beat gebracht haben. Schwere Kindheit, Vater arbeitet hart, sich nicht unterkriegen lassen, wieder aufstehen - nichts was man unter den Tisch reden sollte, aber auch nichts was man bisher selten gehört hat. Nach einem kurzen Ausflug in die storylastige Welt des Raps geht es weiter mit Battleshit und "Eiszeit" featuring Asek. Der "Anatolische Löwe" und der "Persische Punisher" kommen zwar nicht mit Überlines, aber dafür mit klarer Battle-Attitüde und zugehöriger Atmosphäre. Bei der darauffolgenden Nummer stellte ich fest, dass ich mich soeben beim Mitnicken erwischt hatte. Zurecht wie ich im Nachhinein sagen kann, denn "S & S" bestechen mit lustigen Punches auf einem erstklassigen Beat. Bei "S & S" handelt es sich übrigens neben Siamak um illViBE Records Rapper SMO. Die ersten beiden Lines der Hook "Und du sagst, man sind die Beiden dope / es sind Siamak und SMO" treffen den Nagel auf den Kopf und runden den Track neben Zeilen wie "Ich geb'n Fick und brauch deinen Respekt nicht / ich krieg mehr Props als Tim Mälzer am Esstisch" perfekt ab. Auf "Besser du glaubst es" liefert Taleb einen Gastpart ab, der es verdient hätte komplett zitiert zu werden. So oft wie ich schmunzeln musste, könnte ich es mir aber nicht verzeihen, einen der besten Parts des Mixtapes vorwegzunehmn. Um mal zur Storyline des Tracks zu kommen: Siamak und Taleb sprechen auf einem Beat mit Vocal-Sample über ihre Erlebnisse mit dem 'Who is Who' aus Amerika: "Besser du glaubst es, Dr. Dre wollt mich signen / ich sagte nein, lieber nicht - sogar The Game hat geschleimt / Und 50 stottert, willst du zur G G G-Unit / ich sage nein danke, weil ich D D Dich nicht so cool find". Alleine der Beat sorgt schon für absolut gute Laune, die Performance von Siamak und Taleb klingt wie schon erwähnt, sehr fresh - ergo: Übertrack! Um seine Heimatstadt Berlin zu repräsentieren, hat Siamak einen sehr chilligen Beat gepickt - im Schatten des vorangegangenen Track schafft es "Meine City" nicht zu überzeugen. Der Flow ist dazu einfach zu langweilig und der Text zu gewöhnlich. Als zweites Gesangsfeature liefert Mike K. Downing eine sehr schön gesungene Hook zu "Skys The Limit". Hier erzählt "der Mak" vom klassischem Aufstieg eines Rappers von unten nach oben ohne Zukunft auf der Straße. Allerdings ist hier auf jeden Fall noch Luft nach oben.
Partybeat, Punchlines, Freakshit! Wer ist dieser "Freak"? "Ich kann nicht nein sagen, seh ich drei Lines Koka die mir nach zehn Jackie Cola schon Hi sagen / Chicks wollen mein Teil haben, du dagegen bist bei ihnen untendurcher als ne Always Ultra mit drei Lagen". Als nächster Gast steht ersguterjunge Rapper Chakuza bereit und kommt mit Siamak in "Doppel XL in die Fresse, alter"! Ein paar feine Punchlines von Chakuza ("Dass ich berühmt und auch gestört bin, ist kein Ding / doch deine Frau bedient mehr Typen als der Burgerking Drive-In") und Siamak wirken ("Reiß dich am Riemen ansonsten wirst du ziemlich schnell liegen / weil hier nicht nur Lines sondern auch die Fäuste ziemlich schnell fliegen") auf einen energiegeladenen Beat druckvoll, dennoch bleibt der Hörer aufgrund der Texte unbefriedigt, weil beide Akteure nicht die Überlines droppen. Der nächste Track sollte "Skip mich" heißen, tut er aber nicht. Stattdessen wirkt er extrem monoton, was vor allem an der nervigen Wiederholung der drei Worte "Klatsch die Security" liegt. Ohne "Part 1" des Tracks gehört zu haben, bleibt es mir ein Rätsel wer Ice Bear und Siamak dazu überreden konnte einen "Part 2" aufzunehmen. Anschließend wird es auf "Dreckige Nutte" einerseits ironisch und andererseits ein wenig beleidigend. Von Tatjana Gsell, Alexandra Neldel, Barbara Schöneberger, Frauke Ludowig über Yvonne Catterfeld, Jeanette Biedermann, Kader Loth, Nazan Eckes bishin zu Angela Merkel, Sonja Kraus und Franka Potente erwähnt Siamak alle "dreckigen Nutten" (Entschuldigung für die Ausdrucksweise des Künstlers) und meckert ein Bisschen an deren Macken und Verhaltensweisen herum: "Ich geb'n Fick auf jede TV-Bitch / schick euch Assi-Toni vorbei und er macht für euch 'en Lieblingsclip". Lieber Siamak, solltest du diese Review lesen, Frau Pooth (ehemals Feldbusch) heißt mit Vornamen Verona, nicht Veronica. Beneluxus von Gimme Mo' Records reflektiert an Siamak's Seite die Gegensätze von früher zu heute. Der gleichnamige Track "Früher & Heute" macht sich in erster Linie über Werdegänge von oben nach unten (vom Ladykiller zum Babysitter, von der Top-Chick zur Übergewichtigen) lustig. "Merk's Mal" reiht sich ebenfalls in die Liste der Battletracks ein. Im Gesamtpaket eher einer der schwächeren Tracks, weder Lines noch Flows die im Gedächtnis bleiben. Liquor Lifestyle "Numma Zwei"! Leider scheint das Mixtape nach hinten raus schwächer zu werden, denn auch "Numma Zwei" mit Pain und Jail the Hustler schafft es einfach nicht zu überzeugen. Allerdings bleibt diesmal etwas im Gedächtnis und zwar der Auftritt von Gastrapperin Pain, auf dem Aggro Berlin Rapperin Kitty Kat eine kleine "Grußbotschaft" übermittelt wird. Nach einem reimorientierten Track namens "Eigenen Ring" folgt "So mieß". Und leider muss ich passend zum Tracktitel sagen, dass ich selten einen Track gehört habe, der -so mieß- eröffnet wurde. Original Phoenix verleihen dem Track leider keinen guten sondern eher einen negativen Beigeschmack. Vor allem die schreckliche Hook turnt ab. "Hussle" featured Bazz und bietet glücklicherweise mal wieder einen freshen Beat mit Vocal-Sample. Wie der Titel schon sagt, repräsentiert Siamak hier seine Jungs die hustlen und strugglen. Auf jeden Fall eine hörbare Steigerung zu den vorangegangenen drei bis vier Tracks. Mit "Take Me As I Am" wird es gegen Ende des Mixtapes nocheinmal richtig deep. Es scheint, als sei es Siamak wichtig zu sagen, dass die Realness für ihn eine wichtige Rolle spielt: "Es ist nicht immer deep was er sagt / aber er bleibt sich selbst treu, alles ist real was er macht". Die Hook und der smoothe Beat unterstreichen Siamaks Worte. Afro Hesse, dessen neues Mixtape schon in der Pipeline steht, rappt auf "Boom Biddy Bye Bye" an der Seite von Siamak. Leider klingt die Hook auch hier extrem nervig. Abschließend liefern Bazz und Siamak mit "On Fire" noch einen Bonustrack ab auf dem Bazz nicht singt sondern rappt. Siamak schafft es zum Abschluss nochmal ein paar brauchbare Lines abzuliefern.

Leider konnte das Mixtape den hohen Standard aus den ersten Tracks nicht halten und wurde nach hinten raus konstant schwächer. Siamak sollte sich bei den deepen Tracks mehr Zeit und Mühe geben, beziehungsweise überhaupt mehr deepes Zeug droppen. Vermutlich waren es 85% Battletracks da es sich hier um ein Mixtape handelt. Somit bleibt abzuwarten, ob auf Siamaks kommendem Album mehr storylastige Tracks Platz finden. Der Überflieger ist ohnehin "Besser du glaubst es" mit Taleb, der einen der besten Parts des Mixtapes liefert. Da die Hälfte der Tracks eher negatives als positives Licht auf das Mixtape werfen, fällt die Wertung auf die goldene Mitte von 2,5 Kronen mit Tendenz nach unten.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


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Ich fand Vol. 1 schon schlecht und werde mir das hier nicht anhören. Unabhängig dessen gute Review wink

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