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Zum Ende der Seite springen Inzoe - Rapmusik!
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Inzoe - Rapmusik!


Release Date:
27. Januar 2007

Label:
Lok'd Up Music

Tracklist:
01. Intro
02. Rap ist Homoshit - (Feat. Mirk)
03. Remscheids Eins
04. Next Generation - (Feat. AmmO & Plus)
05. Fette Sääu
06. WzumA - (Feat. Fred)
07. Grossmacht - (Feat. Sinuhe)
08. Rapmusik!
09. Mama Interlude
10. Problemkind
11. Exekution - (Feat. Loko)
12. Warum?
13. Jasminlied
14. Skit
15. HipHopShit - (Feat. Loko)
16. Abgefuckt und asozial - (Feat. Fred und Mirk)
17. Sex mit Dir
18. Inzophren
19. Stolz auf mich

Review:
Inzoe, auch "Remscheids Junge" genannt, ist seit 2004 als Rapper aktiv. 2005 gründete er gemeinsam mit Fredrikk die Crew WzudemA, deren erstes offizielles Release die "EinBisschenRap!" EP war. Nach vielen positiven Kritiken in Print- und Onlinemedien, folgte 2006 das "HöroinMixtape". Später wurde das Crewprojekt WzudemA aufgrund kreativer Differenzen auf Eis gelegt. Nach dieser kleinen Durststrecke erschien nun im Januar 2007 das erste Soloalbum von Inzoe - "Rapmusik". Der Veröffentlichung folgte ein Auftritt im Team "A-Selection" bei "Feuer über Deutschland", sowie Supportauftritte für Raekwon, A.G., Defari, Ercandize, Franky Kubrick, Olli Banjo, Sinuhe und Prinz Pi. Bevor nun im Sommer sein Sophomore-Album erscheint, erfahrt ihr hier erst einmal mehr über Inzoe und sein Debüt.

Es gibt zwei Sachen, die mir im "Intro" sofort auffallen. Zum Einen die düstere, rauhe Stimmung, die sich durch ganze Album ziehen wird, zum Anderen Inzoes extrem markante Stimme. Was heißt markant? Sie ist gewöhnungsbedürftig, hat aber einen hohen Wiedererkennungswert. Nach einem Abriss als Willkommensgeschenk, geht es mit "Rap ist Homoshit" zusammen mit Mirk in selbiger Manier weiter. Dunkle, düstere Synthiebanger, zusammen mit krassen, bösen Punches und Spits. "Dein Rap ist Impotenz, und bringt nichts zur Stande" oder "Ich hau' deine Fresse in Krümel / bis man denkt, du und Ferris sind Brüder!" sind nur einige von unzähligen Lines. Im Anschluss daran, erfahren wir, dass Inzoe "Remscheids Eins" ist. Auch wieder ein klassischer Battletrack, in dem Inzoe sein Standing in seiner Heimatstadt Remscheid noch einmal untermauert. "Mir scheint die Sonne aus dem Arsch - ich bin Remscheids Eins!". Als wenn das noch nicht reichen würde, folgen im nächsten Track zwei Spitter der Extraklasse, welche zu Inzoes Sparringspartnern werden. Ammo, Plus und Inz bilden die "Next Generation". Die drei Jungs wissen, sowohl durch Flow, Doubletime Parts, oder auch durch Punchlines, zu überzeugen. Definitiv ein Stück, das sich lohnt hervorgehoben zu werden. Für Menschen, die auf "echten" Straßenrap stehen, ist die Platte schon jetzt zu Empfehlen. "Bitch, ich könnte kotzen gehen / ich seh dich morgens und glaub, ich könnte doppelt sehen", sind die ersten Zeilen von "Fette Sääu. Auf einem penetrant nervenden Beat, der mit Drums und Bass gespickt ist, drückt Inz auf extremste Weise seine Antipathie und Gedanken gegen dicke Menschen aus. Ein unnötiger Track, der allerdings einen sehr hohen Unterhaltungswert ausweist. Bongos und Rasseln zum Mitnicken läuten den nächsten Track ein. "WzumA", das sind Fred und Inzoe. Der Beat wirkt insgesamt ziemlich rockig, während die beiden Protagonisten sich representen und das tun, was sie am besten können - battlen. Sinuhe ist das nächste Feature, das sich auf "Grossmacht" die Ehre gibt. Auch hier erweitert sich das Blickfeld für die Themen nicht weiter. Eine Doubletimeabfahrt sondersgleichen, ein dunkler, düsterer Beat und protzen. Das Ganze kann ja ganz lustig sein, aber nicht auf einen Großteil eines Albums bezogen. Nach dem Titeltrack "Rapmusik" scheint es für Themenfetischisten einen Lichtblick zu geben. Dem "Mama Interlude", auf dem einige Lehren und Aussagen a lá Sido's "Mama ist stolz" geboten werden, folgt der Track "Problemkind". Ein Resümee zurück in seine Kindheit und die jeweiligen Erlebnisse. Unterstrichen werden Inz' Flow und seine Aussagen, durch einen sehr geheimnisvoll wirkenden Beat, der durch Weltraum-Sounds á la Star Trek besticht. Anhören, und ihr wisst bescheid."Mach so weiter, irgendwann wirst du sterben / Ich bin ein deutsches Problemkind - Mama was soll aus mir werden?". Exekution" wirkt - widererwartend - sehr harmonisch und erinnert vom Beat her an das Paradies. Jeder, der es hört, wird wissen, was ich meine. Loko und Inzoe erzählen über den fiktiven Mord an ihren Vätern, wie sie sie umbrachten und sich daran erfreuten. Sehr Makaber. Der Refrain ist gespickt mit Nachrichtenausschnitten, die sich auf das jeweilige Geschehen beziehen. "Warum?", ein häufige Frage, die sich auch in diesem Lied stellt. Ein sehr chilliger Beat, und ein Track, der sich rund um die Frage "Warum?" dreht. "Warum frag ich wieso, weswegen, weshalb und warum?" Ruhige Pianoklänge erreichen uns am Anfang von "Jasminlied". Ein sehr schöner, auf ein Liebeslied passender, Beat, auf dem Inzoe's Flow allerdings etwas ins Stocken gerät. Schade. Thematisch rappt er über seine Gefühle, seine Gedanken und seine Vorstellungen für die Zukunft - das alles zusammen mit seiner Freundin Jasmin. Einzig die schiefklingende, gesungene Hook nervt. Nach einem "Skit", auf dem nur einiges unverständliches Kauderwelsch geredet wird, folgt echter "HipHop Shit"! Dachte ich zumindest, als ich den Titel gelesen hab. Dem eigentlich sehr lockeren Beat, fehlt der Druck für das Thema, das versucht wurde, umzusetzen. Ein leider misslungener Versuch. Auch die beiden Rapparts wirken mittlerweile - kein Wunder - leicht ausgelutscht. Na ja, weiter im Takt. (Haha, was für ein Wortspiel). Fühlt ihr euch auch immer "Abgefuckt und Asozial"? Loko, Fred und Inzoe ergeht es so. Auch hier fehlt der Produktion irgendwie der Druck, und die Drums klingen zu sehr künstlich bzw. nach Plastik. Wenn die drei Protagonisten sich ersteinmal in Rage gerappt haben, wird der Track aber tatsächlich noch zu einem derben Partytrack. "Ihr wollt Party? Heb die Arme und sagt: lalalala". Passend zum Thema geht es dann weiter mit "Sex mit dir". Ein orientalischer Beat, mit typischen Machosprüchen und irgendwelchen wilden Jugendvorstellungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte. Nicht weiter erwähnenswert. Auf dem vorletzten Song dieser LP wird es zwiespältig. "Inzophren" ist ein Psychobanger in bester Manier. Ein melancholischer Beat, mit leisen Streichern untermalt diese verrückte Schiene des Tracks noch besser. "Inzophren. Wehr dich nicht, ich bin unsterblich und werd' nich' gehen / Ich bin stärker, dein Herz schlägt in mir/Hör das schrei'n auf - wir Zwei sind Eins!". Auf dem letzten Anspielpunkt "Stolz auf mich" verarbeitet Inz nocheinmal seine Kindheitserlebnisse. "Dieser Song ist für euch, und es foltert mich / zu wissen, dass ich euch Enttäuscht hab und es foltert mich!"

Die CD ist also an ihrem Ende angelangt, und ich bleibe zurück mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Einerseits weiß Inzoe, was spitten ist und er weiß, wie er Menschen mit Punches unterhält. Auf der anderen Seite fehlt mir die Abwechslung im Konzept dieses Debütalbums. Klar sind hier und dort mal wieder "Themensongs" über Sex oder dicke Menschen, allerdings fehlt mir der Tiefgang. Wer gerne mal abgehen will, Vergleiche und Punchlines ohne Ende haben will, sollte hier sicherlich zugreifen, und sich dieses Album in Ruhe einmal anhören. Kann man sich beruhigt mal zulegen, diese "Rapmusik!".

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (4 Bewertungen / 3.25 Ø)


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Bazty
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RE: Inzoe - Rapmusik!
das album kann man aufjedenfall feiern! nicht alle tracks aber doch die meisten!

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RE: Inzoe - Rapmusik!
Ich feier das Ding ohne Ende. Ich schwanke sogar zwischen 4 und 4,5 Kronen.
Was Flow, Wortwahl und Punches angeht, zähle ich Inzoe sogar deutschlandweit zu den besten Rappern. Zudem sind die Beats allesamt sehr gut gepickt.
Die Abwechslung der Themen ist meiner Meinung nach auch völlig ausreichend. Ich mein von 17 Tracks sind immerhin 7 Tracks, die keine Battletracks sind. Und für einen Rapper, der sich grundsätzlich eher in die Battlerapperschublade steckt, finde ich das völlig in Ordnung.

PS: "Fette Sääu" ist überhaupt nicht unnötig. Klar es ist ein wenig diskriminierend, aber egal. Dafür ist es übels unterhaltsam.
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"fette sääu" ist schon ziemlich hart. Hab das Ding mal durchgeskippt und mir gefiel es auch recht gut, er macht zwar öfters etwas arg auf raue und harte Stimme aber an sich ein gelungenes Ding.

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Fav. CD: Verbrannte Erde, DBTML
Lieblingsfilm: Viele! / Serie: Scrubs

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Am Donnerstag kommt ein neues Video zur EP "Herz eines Poeten", hier das Making of dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=GPMFcY7q0i4

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Fabian: 09.05.2013 18:10.

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Momentaner Lieblingssong: Kool Savas & Ercandize - Orchestrator

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