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Zum Ende der Seite springen Junclassic - 2 Much Ain't Enuff
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Junclassic - 2 Much Ain't Enuff


Release Date:
31. Juli 2007

Label:
Classified Recordings, LLC

Tracklist:
01. End The Beginning
02. Life And Debt
03. The Chukkas
04. Left Out
05. Devil Worship
06. Sippin' & Dippin'
07. Come Home
08. Betta Get It
09. 2 Much Ain't Enuff
10. Tha Biz Pt. 1
11. On A V.I.
12. The Biz Pt. 2
13. Neva Can Say Goodbye
14. Bedroom
15. Patrick Dorismond

Review:
Die Monsta Island Czars stehen für hochqualitativen NY-Underground-Sound. Und für die Fans ihres Klassiker-Group-Albums gilt das wohl auch noch im Jahr 2007, in dem sich das unüberschaubare Kollektiv etwas zerstreut hat. Einer der Emcees aus der jungen Generation nennt sich Junclassic und serviert der Welt im Sommer selbigen Jahres sein Solodebüt, welches über Classified Recordings erscheint.

"Containing no features and no samples" wird hier dick angekündigt und auf die Eigenständigkeit wird anscheinend besonderen Wert gelegt. So ist auch die Produktion komplett in den Händen des Protagonisten geblieben, alles in allem komplette Eigenregie. Den ersten negativen Eindruck findet man jedoch schnell. Natürlich sollte man Alben nicht nach ihren Covern beurteilen, doch die vektorisierte Form eines Fotos, welches Jun sowieso nicht von seiner Schokoladenseite zeigt, schießt gleich zu Beginn den Vogel ab. Diese Beeinflussung gnadenlos unterdrückend, klinkt man sich also ein, und führt sich "End The Beginning" zu Gemüte. Langsam und tief, oder auch, wenn man so will, schlichtweg träge, rappt Junclassic gegen eine Wand aus Streichern und Drums, die nicht den kleinsten Hund hinter dem Ofen hervorlocken würde. Wenn man sich schon für abgedroschene Zutaten entscheidet, sollte man diese wenigstens mit Liebe zubereiten. Und wenn man als Hörer dann irgendwo in "Life And Debt" feststeckt, weiß man auch, dass Jun's Bandbreite bezüglich seiner Beats nur für Alben mit drei Tracks zugelassen sein sollte. Demotivierende Synthie- und Piano-Klänge werden die festen Wegbegleiter auf dem Album. Und wo wir schon am bemängeln sind, bei den Hooks reißt Junclassic hier auch nicht viel. Und was hat der Mann aus South Suicide Queens zu sagen? Hier tut sich immerhin etwas, wie in etwa im Track an die Außenseiter und Andersdenkenden, "Left Out", welches mit seinem tief grollenden Piano auch halbwegs hörbar gerät. In gewisser Weise gehört "Devil Worship" zu den besseren bis besten Momenten des Albums, auch wenn die Thematisierung der Religion und Inszenierung einer vom Teufel beherrschten Welt nicht wirklich fesselt.
Was allerdings im Anschluss folgt, muss auf die Knie gehen und darum betteln, überhaupt noch mit der Umschreibung "Musik" ausgezeichnet zu werden. "Störgeräusch" wäre viel passender, ganz egal wie man es dreht und wendet. Und egal was sich Junclassic mit dem Titel "Sippin' & Dippin'" gedacht hat, dieser Track dreht jeder Party im Handumdrehen den Saft ab und macht jeden übertriebenen Alkoholgenuss überflüssig - massenhafte Entleerungen von Mageninhalten ergeben sich von ganz alleine. "If I get drunk, is you gonna get drunk with me?". Hell to the no. Ganz unbeschwert wird nun zum streichergetriebenen "Come Home" gewechselt, in dem der Irakkrieg als Bösewicht herhalten muss. Damit wäre auch schon so ziemlich alles (und wahrscheinlich schon zuviel) zum Album gesagt. Was nun noch folgt ist in unspektakulärer Weise mehr oder weniger schon (wenn nicht bisher rigoros geskippt wurde) Gehörtes. Während "Betta Get It" noch leicht positiv klingt, sehen sich die Ohren der Hörerschaft im Titeltrack "2 Much Ain't Enuff" oder auch in "The Biz Pt. 1" der immergleichen Synthie-Struktur schutzlos ausgesetzt. Nachdem man, aus reinem Selbstschutz, weiterskippt, landet man beim gut erträglichen "On A V.I.", um dann jedoch wieder zurück zu "The Biz", nämlich Part 2 gezogen zu werden. Mit andauernder Spieldauer des Albums steigt die Anstrengung, die man beim Hören der Songs aufbringen muss, mindestens exponentiell an, was wenig Verständnis für ein quietschfidel klingendes "Neva Can Say Goodbye" oder die Eigenbedröhnung Jun's in dessen "Bedroom" zulässt. Kritik an der immerzu ungerechten Polizei ist auch nichts Neues, trotzdem wäre Junclassic's "Patrick Dorismond" als Ausstieg sehr gelungen gewesen, hätte es nicht einen so unbeschreiblichen langweiligen Beat.

Junclassic und "2 Much Ain't Enuff" sind ein Paradebeispiel dafür, dass Underground-Rap seinen Status der Unbekanntheit (wenn auch in den wenigsten Fällen) manchmal voll verdient hat. Außerdem beantwortet es anschaulich die Frage, wieso die Monsta Island Czars so in der Versenkung verschwunden sind und was denn mit den "Jungspunden" passiert ist. Das schmerzliche Fehlen von Abwechslung, welche sich Junclassic am besten durch Aufgeben seiner Ein-Mann-Masche verschafft hätte, bescheinigt dem Album schon nach wenigen Songs seine Todesurkunde. Denn ganz allein kann Junclassic weder mit Raps, noch mit Beats unterhalten. Sosehr dies bei einem M.I.C.-Release schmerzt, von "2 Much Ain't Enuff" ist, trotz einiger passabler Tracks, dringlichst abzuraten.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


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