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Zum Ende der Seite springen PostMan - Green
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PostMan - Green


Release Date:
17. August 2007

Label:
EMI Music

Tracklist:
01. One More Stone
02. Downhill
03. They Know
04. Worry
05. Insight
06. Dutch
07. You Make Me Feel
08. Firing
09. All Gone
10. Rendezvous Point
11. Conflict
12. Confrontation
13. Showdown
14. Fine

Review:
Ein ganzes Jahr musste vergehen bis, nach "Documents" (1998), "Revival" (2001) und "Era" (2003), nun das vierte PostMen Album "Green", auch hierzulande der Masse zugänglich gemacht wurde. Mit den Vorgängern haben sich die PostMen bereits viele Liebhaber ihrer Musik gesichert und waren bereits als Support mit Run DMC, Das EFX, Onyx und LL Cool J auf der Bühne zu sehen. Auch der Erfolg lies nicht lange auf sich warten, so konnten sie sich des Öfteren in den niederländischen Charts platzieren und landeten mit "Cocktail" sogar einen weltweiten Sommerhit. Nach der Trennung von G-Boah und Rollarocka, ist der aus den Niederlanden stammende Rapper und Produzent The Anonymous Mis nun unter dem leicht abgeänderten Namen "PostMan" Solo unterwegs. Ob er an den Erfolg des ursprünglichen Trios anknüpfen kann, wird sich in naher Zukunft herausstellen.

Gleich nach dem ersten Track "One More Stone" wird klar, dass, wie man aufgrund des Coverartworks vermuten könnte, PostMan kein Standardrapper mit Eastcoast angehauchten Beats ist, sondern, dass er eher auf viele verschiedene Musikrichtungen setzt, um seine Rhymes musikalisch zu untermauern. So entsteht gleich am Anfang eine positive Atmosphäre auf einem Beat mit Reggaevibes und Souligen Background Vocals. Seine Reimskills packt er aber erst so richtig bei der nächsten Nummer "Downhill" aus. Über ein sehr schönes Clifton Chenier Sample zerstört Anonymous Mis verbal seine Rapkollegen und das auf hohem Level:"If you can't stand the heat you can run though / Every time I meet another John Doe we can get it on just rumble / Eat your whole crew like chicken combos". Währenddessen schreit sich das Vocalsample die Seele aus dem Leib, was sich aber sehr gut anhört, so dass man "Downhill" als den ersten Höhepunkt des Langspielers bezeichnen kann. Auch "They Know" ist eine gelungene Nummer, mit einer interessanten Bridge und einer Hook zum Mitsingen. Hier stellt der Postbote nochmal klar, was wir eigentlich schon alle wissen sollten: "They know / I'm so damn original / They know / Always been individual / They know / Only coming to do things right". Natürlich hat man so was schon oftmals gehört, nur hört sich das bei PostMan nicht an, als würde er prollen, sondern eine eigentlich selbstverständliche Sache feststellen, und das ohne eingebildet zu wirken. Mit "Worry" folgt ein ruhiger Track mit viel Gesang. Wieder wird eine Menge positive Energie transportiert, obwohl es inhaltlich um ernste Themen, wie Struggle und den damit verbundenen Trouble geht. Sehr melodiös sind auch die Klaviereinlagen nach den Rapparts, die zeigen wie kreativ The Anonymous ist. Leider kann man das bei dem nächsten Song "Insight" nicht mehr behaupten, da hier das Instrumental nicht wirklich positiv auffällt. Jedoch bleibt "Insight" durch die Gospelartige Hook und den starken Lyrics hörenswert: "Learn life by living, they don't teach in our classroom / Shake off the Devil ones you know he'll back soon". Gesellschaftskritisch geht es auf "Dutch" weiter. Diesmal auf einem eher traditionellem Hip Hop Brett erzählt uns Postman, warum er sich die Gesellschaft auf Distanz hält und wieso alles schief gehen könnte. Man kann den Track zwar nicht als schlecht bezeichnen, jedoch verliert er ziemlich schnell seinen Reiz und könnte schnell zum Skiptrack werden. Natürlich lässt PostMan auch Frauengeschichten nicht unerwähnt und erschafft mit "You Make Me Feel" einen echten Hit, der auch im Radio perfekt funktionieren würde und den nächsten Charterfolg PostMans darstellen könnte. Dieser Track macht den tristen Winter zum Sommer und weckt auch bei null Grad Außentemperatur Frühlingsgefühle. Schnell erwischt man sich dabei, wie man die Speaker im Auto auf Maximum laufen hat und die Hookline mitgrölt, so dass die Passanten einen angucken, als wäre man vom Planeten Mars. So kommt der nächste Track "Firing" gerade recht, um seinen Hip Hopper Status wieder aufzubauen. Hier geht es wieder darum, seine Skills am Mic zu präsentieren, was Anonymous Mis auch sehr gut gelingt: "See I'm a stud dammit, you're just a cloth hanger / You ain't a gangster, ain't got no club bangers / Ain't crossed the boarder silly, you just got a lot of anger / Never showed a lot of manners, never hold or cocked a hammer". Nachdem er uns wieder bewiesen hat, wie er flowen kann, denkt Postman auf "All Gone" über das verloren gegangene nach. Gleichzeitig macht er aber auch Mut weiter zu machen und keines Falls aufzugeben. Die weiblichen Vocals können auf der Hook überzeugen und liefern mit der Bridge tiefgehende Massages: "Go ahead and find your way / As long as you live". Auch "Rendezvous Point" geht in die selbe Richtung, wobei Anonymous hier schon fast melancholische Töne anschlägt. Das ganze geschieht über einen Reggae atmenden Beat, was dazu führt, dass trotz des zum Nachdenken anregenden Inhalt des Textes, der positive Vibe des Albums erhalten bleibt. Nicht mal Zeilen, wie "Pressure on the chest, head aching from thoughts / Would love to take it by force, I can't escape it my Lord", können der positiven Atmosphäre etwas anhaben. Als nächstes beschreibt uns Postman, den "Conflict" mit einer Frau. Dabei merkt man auf diesem Song besonders gut, dass er auch eine Stimme hat, die seinesgleichen sucht. Ruhig erzählt er uns die ergreifende Story, die in Verbindung mit den sehr schön eingesungenen Vocals wirklich unter die Haut geht. So stellt "Conflict" einen weiteren Höhepunkt des Albums dar, der lange Zeit überdauern kann, ohne nach einer Zeit langweilig zu wirken. Mit "Confrontation" gelingt PostMan anschließend wieder eine Hip Hop- Reggae Fusion, die es in sich hat. Dieser Reggae oder auch Dancehall Einfluss zieht sich, sowie auf sprachlicher, wie auch auf musikalischer Ebene, durch den ganzen Track und hört sich wieder mal gut an. Dabei wechselt er vom seinem eigentlichen Flow im Chorus in einen Dancehall angehauchten Sprach- und Reimstil: "Now hear them buzz, hear them fuzz, them nah fool me / See them lost, see them shallow, yeah them nah fool me / See them run, if the money than confrontation". Beim anschließenden "Shodown" konzentriert sich Anonymous wieder auf das Spitten ohne Gnade. Hier kriegt man Gitarrenriffs auf die Ohren, die dafür sorgen, dass der Song an Energie gewinnt und ein echter Headbanger wird. Dabei fällt auf, dass PostMan einen ganz guten Mix aus Titeln mit positiven Vibes, Nachdenklichem Inhalt und so was, wie Battletracks hat, was für die nötige Abwechslung sorgt. So wird das Album, nach dem energiegeladenen "Shodown", mit einem inhaltlich sehr positiven Song abgeschlossen. "According to the world we all live in / It's not always good, still we are fine", vermittelt uns die schöne weibliche Stimme im letzten Song "Fine". Auch der Beat ist "fine" und relaxt und so bleibt nach dem Hören der letzen Nummer auch das gute Gefühl in uns und hält bis zum nächsten Hören an.

Mit "Green" beweist uns The Anonymous Mis, dass er auch ohne seine Kollegen dazu im Stande ist gute Musik zu machen. Er kreiert mit der Mischung aus Hip Hop, Blues, Soul, Reggae und Dancehall eine wirklich einzigartige Atmosphäre und braucht sich reimtechnisch und inhaltlich vor keinem Emcee zu verstecken. Das Album bietet inhaltlich und musikalisch viel Abwechslung und hat wenig Ausfälle, so dass es lange Zeit im Wohnzimmer, Auto oder auch Mp3- Player überdauern kann. Da PostMan hier auf die Weltsprache Englisch setzt, hat "Green" auch das Potenzial weltweiten Anklang zu finden. Genau solche Künstler braucht Europa, um der auf Rap Basis dominierenden USA zu zeigen, dass wir auch hier guten Hip Hop machen können.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Gleb
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Review find ich richtig klasse. Werd ich auf jeden Fall mal reinhören.
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Original von SnoopFrog
Habs zwar nicht gehört, aber Review liest sich gut. Denke aber dass es wohl nich ganz mein Geschmack ist smile

Ahh, ich denke der eine oder andere Track wird dir gefallen. smile
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