Willkommen auf rap4fame.de. Klicken sie hier um sich kostenlos zu registrieren und nutzen Sie die Vorteile eines registrierten Users.
r4f-Sampler Vol 3

rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » Mek MC - Metanoia » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau Thema abonnieren
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Mek MC - Metanoia
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

User Information:
images/avatars/avatar-2487.jpg
Rang: Chuck Norris
Wertung:
Beiträge: 6.959
Guthaben: 11.988 Bucks
Stimmung: 147 %
R4F - Battle Champ 2010

Herkunft: Rheinland-Pfalz
Fav. Artist: Kamp, Evidence, Tufu, Hiob, J. Robinson, Morlockk
Fav. Producer: Dilla, Mr. Green, Nicolay, Exile
Lieblingsfilm: 21 Gramm, Sin City, Casino

- +
Level: 57 [?]
Erfahrungspunkte: 30.973.066
Nächster Level: 35.467.816

4.494.750 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:
Mek MC - Metanoia


Release Date:
12. Oktober 2006

Label:
Profimusic

Tracklist:
01. Bock zu flowen (Intro)
02. Der rote Faden
03. Gottvertrauen
04. Weil I Was
05. Es ist ok - (Feat. Danny Fresh)
06. Die Vision - (Feat. Freispruch)
07. Deine Alternative - (Feat. Johnny Palmer)
08. Mehr als Alle
09. Jetzt oder nie
10. Unplugged Interlude
11. Unplugged - (Feat. MAUF)
12. Dreifach A - (Feat. Menschensohn)
13. Eines Tages - (Feat. Johnny Palmer)
14. Meine Geschichte

Review:
Der 1983 in Kärnten geborene Mek MC ist schon seit über sieben Jahren als Rapper, Songwriter und Producer aktiv. Nachdem er sich mit seinem Debutalbum "Tiefsinn im Text", welches 2004 erschien, einen Namen gemacht hatte, folgten darauf hin vielerlei Gigs in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit seinem neuen Album "Metanoia", was so viel wie "Veränderung des Denkens" bedeutet, versucht der Österreicher seinen Hörern mehr zu geben, als ständige Gewaltverherrlichung - nämlich einfach gute Musik.

Los geht "Metanoia" mit "Bock zu flowen", einem kurzen, aber kraftvollen Intro, das gleich zu Beginn klar macht, wieviel Skills in Mek stecken. Mit "Der rote Faden" sind wir dann auch schon beim ersten Highlight angelangt. Ein wunderschöner Beat, den der Kärntener selbst produziert hat, untermalt hier einen tiefsinnigen Text, der mich persönlich wirklich mitnimmt. "Siehst du diesen roten Faden / Generationen die 'ne Botschaft haben / Halte inne, denn man hört plötzlich wieder Tote atmen". Wer kennt sie nicht, die Probleme im täglichen Leben eines Musikers. "Gottvertrauen" vertreibt jegliche Enttäuschung, die einem das Musikbusiness beigebracht hat und lässt Mek mit Gottes Hilfe wieder Richtung Himmel aufblicken. Tony Stone liefert hier ein sehr schönes Intrumental, was nicht nur auf Grund der Acousticgitarre sehr sommerlich wirkt. Etwas strengere Töne werden dann mit "Weil I Was" angeschlagen. Ein flow-, wie auch reimtechnisch sehr ausgeprägter Text, dessen einziges Manko die Sprache ist. Für Österreicher könnte dieser Track sicherlich ein raptechnisches Highlight werden, ich jedoch verstehe leider sogut wie kein Wort. Bei "Es ist ok" bekommt der Käufer dann auch eine Promigastshow zu hören. Danny Fresh bringt einen sehr guten Part und beide MCs ergänzen sich hier nahezu perfekt. Die Thematik war zwar schonmal da, klingt aber weder abgedroschen, noch ausgelutscht und Kopf-hoch-Songs haben doch irgendwie auch immer was schönes an sich, oder etwa nicht?! Ein meiner Meinung nach etwas monotoner Entartete Beat lädt zu "Die Vision" ein. Mek MC legt wie gewohnt eine starke Rapshow aufs Parkett, aber die Jungs von Freispruch, wie auch die Hook, zerstören das Gesamtbild nahezu komplett. Schade drum. "Deine Alternative" hat eigentlich alles, was ein guter Track braucht. Johnny Palmer liefert eine gesungene Hook ab, der Pianobeat untermauert die dunkle Stimmung des Tracks und Mek rundet das Highlight mit jeder Menge Tiefgang und enorm viel Druck in der Stimme, richtig gut ab. Textlich geht es mit "Mehr als Alle" sehr schön weiter. "Doch im Eigenlicht schimmert, das Ego oft verhängnisvoll / Der Untergrund, der Kämpferstolz, sind ausverkauft wie Endemol / Ich frag mich oft, wofür ich denn noch kämpfen soll / Wenn doch irgendwann, ja irgendwann das Ende kommt". Ein Rapper, dem es gelingt Bilder in den Köpfen der Hörer entstehen zu lassen und mit seiner starken Performance fühlen lässt, was er erzählt. Einzig und allein das Instrumental, nimmt dem Track ein wenig Wind aus den Segeln, da die Produktion eher an eine schlechte Mididatei erinnert, als an einen guten Beat. Auch Mek denkt sich "Jetzt oder nie" und erzählt dem Hörer die Geschichte eines Jungen, auf ganz besondere Art. Ich kann mich nur wiederholen und die wirklich starke Performance des Österreichers hervorheben. Hier passt zum Glück auch das Instrumental, welches zwar ein wenig an Linkin Parks frühere Zeiten erinnert, aber dennoch sehr gut in das Gesamtbild des Tracks passt. Mit dem "Unplugged Interlude" erreichen wir ein eigentlich unnötiges Skit, das auf Grund des Dialekts dennoch irgendwie witzig wirkt. Danach sind wir dann auch schon beim wirklichen "Unplugged" angelangt. Ein gewöhnungsbedürftiger Track, der aber nach mehrmaligem Hören absolut feierbar ist. "Rap auf deutsch wird tanzbar", wie MAUF, korrekterweise, in der Hook verlauten lässt. Bei genauerem Hinhören entdeckt man teilweise brutale Flowvariationen und auch das Instrumental besticht durch immer mehr Komplexität, ohne dabei überfüllt zu wirken. Mit "Dreifach A" sind wir wieder bei einem meiner Favoriten und vielleicht sogar beim besten Track der CD angelangt. Hier harmoniert einfach alles. Seien es die wunderschönen und perfekt platzierten E-Gitrarren Samples, die ehrliche Art von Mek oder die grandiose Hook von Menschensohn. "Hey man ich lieb dieses Game, doch ich bin der am Ende meckert / Und 'ne Menge Stress hat mit dem Image von euch Gangsterrappern / Ich änder jetzt was und zeig euch ein' von meinen Blicken / Eine Lichtung, entgegen der sonst immer gleichen Richtung". Bestimmt nicht der beste, aber sicherlich der schönste Track erreicht uns mit "Eines Tages". Wenn ich den Track richtig interpretiere geht es um die schönen Seiten des Todes und um das Reich des Himmels. All das wird durch eine schöne Hook von Johnny Palmer abgerundet, was zwar gelegentlich an Rapsoul erinnert, aber in keinster Weise kitschig wirkt. Mit "Meine Geschichte" macht Mek MC nochmals seine Beziehung zu Gott klar und spricht über seinen Glauben und sein christliches Dasein. Wer das nachvollziehen kann, wird den Track fühlen, wer es nicht nachvollziehen kann, wird sich seinen Teil dazu denken. Textlich geht das Ganze klar, einzig und alleine das Instrumental klingt in meinen Ohren sehr monoton. Und für alle diejenigen, die immer noch nicht genug von Meks Musik haben, gibt es nach Ausklingen des Songs noch einen Hidden-Track.

Im Großen und Ganzen liefert der Österreicher Mek MC eine runde Scheibe ab. Hier wird sehr viel Wert auf Inhalt gelegt, was mir persönlich sehr zusagt. "Metanoia" - "Veränderung des Denkens" und das ist definitiv Programm. Die Gäste überzeugen fast auf ganzer Linie und auch die Produktionen, die größtenteils von Mek selbst stammen, finden schnell den Weg ins Ohr. Für jeden Fan ehrlicher Musik, ist dieses Release sicherlich ein Sureshot. Das einzige Manko ist wohl die mangelnde Abwechslung und die Themen, die oftmals gleich klingen. Dennoch: Reinhören lohnt sich auf jeden Fall.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
sneaks
User Signatur:

Momentaner Lieblingssong: Joell Ortiz - Battle Cry (prod. by A.D)

Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » Mek MC - Metanoia


Abonnieren sie unseren Newsfeed Aktuelle Reviews per RSS Eigenen RSS Feed erstellen Bookmark and Share
© 2005 - 2011 rap4fame.de
MySpace | Twitter | Impressum | Archiv