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Woroc & Dissput - Manisch Depressiv


Release Date:
07. März 2008

Label:
VS Recordz

Tracklist:
01. HipHop ist tot
02. Faustrecht - (Feat. Colos)
03. Deutschrap 2008 - (Feat. Fler)
04. Was ich hasse
05. Top 10 Rapper - (Feat. Lisi, Massimo & Ill Padrino)
06. Nur noch Gott - (Feat. Basstard)
07. Auch wenn - (Feat. Jonesmann & 34'Ers)
08. Wir plakatieren
09. Wenn ich falle - (Feat. Conna & Doem)
10. Blind, Taub, Stumm - (Feat. Frauenarzt & Manny Marc)
11. Wo wollt ihr hin - (Feat. Real Jay & Jonesmann)
12. Fikk dein HipHop (Remix)
13. Exzessiv - (Feat. Chagome)
14. Kidz in Gassen - (Feat. Massimo)

Review:
Woroc zählt zu den renommiertesten Beatbastlern des Berliner Untergrunds. Seit Jahren ist er auf verschiedensten Releases von Untergrundikonen vertreten. Massiv, Colos, MOK, Frauenarzt, Kaisa, Deso Dogg – um nur einige seiner Auftraggeber zu nennen. Sein Partner Dissput etablierte sich seit 2002 durch zahlreiche Featuretracks und seinem Album "Du Wirst Gebombt" innerhalb der Szene. Als omnipräsenten Gastrapper auf Berlins Untergrundalben holte ihn US Superstar DMX als Support zu seiner großen Deutschland Tournee in 2006 auf die Bühne: Der längst fällige nationale Durchbruch für Dissput. So blicken die Beiden, durch jahrelange Erfahrung gewachsen, nachdenklich auf ihren Weg zurück. Ohne überflüssiges Battle Rap Posing ziehen Woroc und Dissput Bilanz: HipHop steckt in einer Sackgasse. Ob ausgerechnet sie das ändern können, wird sich herausstellen.

Los geht das Ganze mit "Hip Hop ist tot". Ohne auf die Tracklist geachtet zu haben, hätte ich gedacht, dass das Ganze nicht mehr als ein Intro ist. Dissput flowt weder, noch reimt er, Woroc macht's auch nicht besser. Und da beschweren sich gerade diese Menschen, dass HipHop tot sei? In der Hoffnung, auf Besserung, skippe ich also auf "Faustrecht" featuring Colos. Ehrlich gesagt, bin ich bereits nach diesem Track restlos bedient. Haus auf Maus Reime, möchtegern Gangster Geschichten, nein danke. Das einzig positive an diesem Track ist der Beat, der wirklich on Top ist, sowie die Hook von Colos. Die Hauptakteure selbst sind nur "schmückendes" Beiwerk. "Deutschrap 2008" ist der erste Anspielpunkt, auf dem ich einen Lichtblick in Form des Aggro Berliners Fler zu vermelden habe. Merkt euch bitte noch etwas. Dissput ist "siebemal krass, krasser", als ihr, okay? Jetzt mal im Ernst, was soll das? Passend zum Albumtitel wird es auf "Was ich hasse" depressiv. An sich ist das der erste bessere Track auf dieser CD. Das Thema ist zwar altbekannt, aber gut aufgefasst. Jetzt fehlt nur noch, dass wenigstens Dissput mal reimt. Na ja, was soll's, es kann ja nur besser werden. Ich gebe zu, es wird wirklich besser. "Top 10 Rapper" ist ein klassischer Representer, mit überzeugenden Lines der Features (Lisi, Masimo, Ill Padrino, K.O. The Don). Da wirkt doch jede kleine Steigerung schon wie eine Chemotherapie bei meinem langsam auftretenden Ohrenkrebs. Mystisch wird es bei "Nur noch Gott" featuring Basstard, der den Track auch introduced. Basstard liefert einige brauchbare Lines zum Thema Gott und seiner Vergangenheit, Dissput reimt mal wieder nicht, erzählt dadurch aber eine überraschend gute Geschichte. Mehr möchte ich auch zu diesem Anspielpunkt nicht sagen, da die Skillz der bisher gehörten Mcees maximal am unteren Existenzminimum einzuordnen sind. Leider können auch Jonesmann aus Frankfurt und die 34ers das Niveau nicht heben, so plätschert "Auch wenn" ebenfalls einfach so an mir vorbei. Wobei man vielleicht Jonesmann's gesungenen Refrain noch festhalten sollte, der wirklich ein Ohrwurm ist. Ein spaciger Beat, natürlich von Woroc produziert, ist die Grundlage für "Wir plakatieren". Ich muss ehrlich sagen, mir gefällt der Track. Ein typischer Representertrack, mit überzeugenden Parts, wenn es auch nicht die Offenbarung schlechthin ist. "Wir plakatieren die Wände von oben bis unten zu / wir bombadieren jeden einzelnen von deiner Crew / wir zerlegen deine Gegend wie ein Erdbeben!", heißt es in der Hook, und spiegelt praktisch den ganzen Sinn des Tracks wieder. Mit "Wenn ich falle" wird es wieder deep. Zusammen mit Conna und Doem philosophieren die Beiden über die Jugend und die Straße. Saubere Thematik, sauberer Track. Endlich, ein wirklicher Lichtblick! Bei einem der renommiertesten Untergrundproduzenten Deutschlands darf auch der Untergrundkönig nicht fehlen. Zusammen mit Manny Marc und Spade gibt sich Frauenarzt auf "Blind, Taub, Stumm" die Ehre. Selbstkritisch und gereift blicken alle Fünf auf ihr Leben und die Welt zurück. Kann man auf jeden Fall als gelungen bezeichnen, auch wenn ich mir den Track nie wieder anhören werde. Die Frankfurt Connection in Form der Brüder Jonesmann und Real Jay ist auf "Wo wollt ihr hin" am Start. "Wer will hören, was ihr bringt / ihr kleinen Penner, das sind Zeilen, die real sind!" die können von mir aus noch so "real" sein, solange das weder flowmäßig, noch skillmäßig überzeugend ist, wird das mit mir und dieser LP nichts mehr. Mit dem Remix von "Fikk dein Hip Hop", man beachte die Schreibweise, geht es weiter. Auch hier geht es wieder um harte Gegenden Deutschlands und die Lebensweise der Berliner. VS Mafia Mitglied Chagome ist auf "Exzessiv" gefeatured. Ein chilliger, sauber ausproduzierter Beat bietet eine wunderbare Grundlage. Mittlerweile denke ich, dass sich eine Veröffentlichung als Instrumental-CD mehr gelohnt hätte, weil jeder Track gleich klingt, Dissput und Woroc nicht gerade wissen was reimen ist, und auch keinen Flow besitzen. Aber zurück zum Track. Auch dieser hier dreht sich um die harte Welt in der die Drei leben und wie sie sich durchsetzen mussten. Einen Synthiebanger bietet "Kidz in Gassen". Ich muss ehrlich sagen, dass der Beat verdammt noch mal brennt. Massimo bringt einen sicherlich guten Part und kann sich ganz klar von den beiden Hauptakteuren abheben. Zwar wird hier das Spotlight auf die "Kidz in den Gassen" Berlins gelegt, was trotz des wichtigen Themas nichts mehr rausreißen kann. Mit "FDHH" schließt dieser absolut vergeudete Rohling ab. "FDHH" bedeutet so viel wie "Fikk dein Hip Hop", was ich zu dem Track zu sagen habe, kann man ja der Remix-Rezension entnehmen.

Mittlerweile weiß ich, warum das Album "Manisch Depressiv" heißt. Ich bin es nach diesen 50 Minuten Ohrenfolter auf jeden Fall. Okay, aber lassen wir auch was gutes an dieser Kollabo. Woroc weiß, wie man Beats baut, und zeigt dies auch hier auf dieser Platte. Das Beste wäre, er würde wirklich nur noch produzieren. Was Dissput nun genau hier zu suchen hat, weiß ich nicht. Der Junge kann einfach nicht rappen. Da sitzt gar nichts. Auch die Features sind nicht das Gelbe vom Ei. Fler und Lisi spitten Parts, die sich wirklich vom Rest abheben, die restlichen Features sind genauso Nichts wie die Hauptakteure. Ein Release, das man sich hätte sparen können. Ich mache mich jetzt auf den Weg zur nächsten Apotheke und besorge mir Antidepressiva.

Wertung: (1 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (2 Bewertungen / 3.75 Ø)


Redakteur:
Bazty
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Baumstruktur | Brettstruktur

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