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Zum Ende der Seite springen Del The Funky Homosapien - Eleventh Hour
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Del The Funky Homosapien - Eleventh Hour


Release Date:
11. März 2008

Label:
Definitive Jux

Tracklist:
01. Raw Sewage
02. Bubble Pop
03. Back In The Chamber
04. Slam Dunk
05. Situations
06. Naked Fonk
07. Hold Your Hand
08. Foot Down
09. I'll Tell You
10. Workin' It
11. Last Hurrah - (Feat. KU)
12. Str8t Up And Down
13. I Got You - (Feat. Ladybug Mecca)
14. Funkyhomosapien

Review:
Del The Funky Homosapien, Cousin von NWA-Legende Ice Cube und selbst auch schwerreicher Rapper, dem in Sachen Gangster-Rap und Geschichten über gewalttätig-kriminelle Aktionen keiner etwas vormacht. Oder etwa nicht? Nein, wir haben es hier mit dem Funky Homosapien, nicht dem Hostile Homosapien, zu tun. Del ist Mitglied bei den Westcoast-Rucksackträgern der Hieroglyphics, hat zusammen mit Dan The Automator als Deltron Zero schon Zeitreisen unternommen, und nennt zudem noch das Zuhause der Querdenker, nämlich Def Jux, seine Label-Heimat. Auch ganz ohne das alles wäre der Kerl aber eine der markantesten Figuren im Rap-Game, deren Stimme man unter Hunderten sofort einordnen kann. Doch lange war es ruhig um den Herrn, der auch mit Feature-Spots nicht um sich geworfen hat. Dass "Eleventh Hour" dann auch noch dem Verschiebungs-Virus zum Opfer fällt, macht die Sache nicht besser. Am 11. März ist es dann endlich soweit, Del's neues Album steht in den Läden.

Und mit "Eleventh Hour" kommt der Funky Homosapien (fast) ganz alleine. Wenige Gäste, und bei der Produktion hatte er auch in jedem Track die Finger im Spiel. Also kein Riesenauflauf seitens Hiero oder Def Jux. "Oakland, do you want ride tonight?!". Ja, das will nicht nur Oakland; und so legt Del auch gleich ohne lange zu fackeln los, um mit "Raw Sewage" dann allerdings alles andere als Abwasser zu servieren - nein, dieses Album beginnt so, wie man es sich wünscht - Del flowt verdammt fließend über vorsätzlich relaxed-ruhige Sound-Gewässer. "Salutations, now you facin' / A real nigga, D-E-L, I don't feel bigger / Up here on stage, man I keep it real witcha / I'm here to entertain y'all, let's play ball / I stay raw as coke, flawless flows", da gibt es wirklich wenig zu bemängeln. Die alles entscheidende Frage jedoch, ob Del über ein ganzes Album hinweg seine Kreativität in die richtigen, und für den Hörer hörenswerten, Bahnen lenken kann, ist damit noch nicht beantwortet. Und um etwas vorzugreifen: Wahnwitzige Gedankenauswüchse, wie man sie von Def Jux teilweise schon kennt, werden hier nicht zum Problem. Nein, aber Del hat nunmal auch nicht durchgehend die Top-Beats gepachtet, was gleich in "Bubble Pop" offensichtlich wird, wenn Del an, von sich selbst überzeugte Fakes, austeilt. "This goes out to my peoples who I love a lot / Del with another hot joint named Bubble Pop", wandelt sich zu "Why do you think that you are all that? / Cause you ain't" im Chorus. Trotz der unterhaltsamen Lyrics schafft es der Beat, gewisse Antipathien auf sich zu ziehen. Und damit wären wir auch schon beim Hauptproblem. Wie auch im sich anschließenden "Back In The Chamber" kann hier zwar nicht von schlechter Produktion die Rede sein, aber der Funke will nicht so richtig überspringen. Entweder, so wie in "Back In The Chamber" der Fall, ist das alles einfach zu harmlos, oder wirkt, man siehe "Slam Dunk", leicht befremdlich. Da helfen auch keine eingebauten Alley Oops weiter. Es ist erschreckend, wie selten es Del gelingt, diese Schranken zu überwinden und etwas wirklich Überzeugendes vorzulegen. "Situations" ist ein solches positives Beispiel, in dem der Weg zum Erfolg wieder eine dicke Packung entspannende Vibes vorsieht.
Der "Naked Fonk" kann einen zu einem leichtem Mitwippen bewegen, während in "Hold your hand" ein etwas aus der Reihe tanzender Beat die Show sehenswert (bzw. hörenswert) macht. Doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier, stellt man das Album mal ins Rampenlicht, einfach zu wenig geboten wird. Denn eben genannte Tracks gehören ja keineswegs zum qualitativen Mittelteil des Albums, sondern zum oberen Drittel oder sogar Viertel. Komplementär verhalten sich einfallslose Tracks wie "Foot Down", während sich ein "Ill Tell You" als Ansage an niveaulose Platinum-Rapper auch nicht aus dem Mittelfeld kämpfen kann, was, wie auf dem ganzen Album, an der Produktion liegt. "Try masterin' your ABC's / And you can graduate kindergarten while you in your teens". Einer der wenigen Lichtblick ist die erste Single des Albums, "Workin' It", die sich zum eleganten Kopfnicker und zu einem der besten Songs des Albums aufschwingt. Die ersten fremden Raps gibt es mit "Last Hurrah" zu hören, KU eröffnet den gelungenen und sehr entspannten Track mit soliden Raps, die auch neben denen von Del Bestand haben. Auch wenn das Album zum Ende hin ganz klar besser wird, bleibt der ganz große Jubel bei "Str8 Up And Down" aus; und auch "I Got You" kommt trotz einem starken Auftritt von Ladybug Mecca nicht über ein "ganz nett" hinaus. Man kann es nur wiederholen, hier passiert einfach zu wenig. Zum Abschluss wird dann ein bisschen vom sonstigen Schema abgewichen, wenn die Frage "'The fuck is a funkyhomosapien?" in den Raum gestellt wird. Wenigstens bekommt man einen guten Ausstieg. Und damit hat sich die Sache auch schon.

Del's "Eleventh Hour" ist zu langweilig, um als energiegeladenes Album etwas zu reißen, und gleichzeitig aber auch an vielen Stellen zu wenig relaxed, um in diese Richtung ein geschlossen gutes Werk zu sein. Was Del sicher gut getan hätte, wären ein paar mehr Gastproducer. Was die Raps betrifft, so muss über das ganze Album hinweg kein einziges Mal groß Kritik geäußert werden, denn Del ist nicht erst seit gestern ein Meister seines Fachs, und so lässt er auch hier rein garnichts anbrennen. Doch um heutzutage noch ein Album mit "Oha"-Effekt zu machen, bedarf es eben mehr. Und da man die großen Momente hier vergebens sucht, bleibt unterm Strich nur ereignisloser Durchschnitt ohne Aussetzer.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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