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Zum Ende der Seite springen Micoholic - Mtertainmenet
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Micoholic - Mtertainmenet


Release Date:
31. August 2007

Label:
Stomp Music Germany, Def Dick (Soulfood Music)

Tracklist:
01. Intro
02. Komm
03. Takeover
04. Mtertainment - (Feat. Rockers)
05. Von unten nach oben - (Feat. T Gee, Tice)
06. Es geht vorbei - (Feat. M.O.,Type)
07. Leben
08. Hass
09. Skit
10. Stomp Music - (Feat. M.O., Keno)
11. Kingz - (Feat. Abroo)
12. Meine Welt
13. Pump es laut rmx
14. Club Soundz feat Chantal
15. Alles was du brauchst - (Feat Creuzfeuer)
16. Du liebst den S***
17. Mein Licht
18. Halt dein Maul

Review:
Vor mir liegt das "Mtertainmenet" von Micoholic. Micoholic ist ein MC aus Nordrhein-Westfalen mit türkischen Wurzeln. So steht es auf seiner Myspace-Seite geschrieben, sie einzige Seite des MCs im Internet. Das 18 Track starke Album beinhaltet unter anderem einen Featuretrack mir Abroo. Ich bin gespannt was der, für mich unbekannte Artist, zu bieten hat.

Los geht es traditionell mit einem "Intro" auf das der Track "Komm" folgt. Der Beat geht nach vorne und ist sehr elektronisch. Schon aus den ersten Lines wird ersichtlich, dass der Düsseldorfer flowtechnisch an Snaga & Pillath erinnert. Ob dies bewusst so ist, bleibt dahin gestellt. Inhaltlich tauchen wir nicht sonderlich tief ein. Ein typischer Representer-Track in dem mit Leuten aus der Vergangenheit aufgeräumt wird. "Takeover" präsentiert technisch gut gerappte Parts, mal mit schnellerem, mal mit langsamerem Flow. Der titelgebende Track "Mtertainment" ist ein Feature mit Rockes. Allerdings harmonieren die Stimmen nicht wirklich miteinander. Könnte möglicherweise auch daran liegen, dass der Titel nicht gut abgemischt ist. Die Hook kommt mit einem enormen Hall daher, der zumindest mich beim Hören stört und an eine "Amateurproduktion" erinnert. Für "Von unten nach oben" hat sich Micoholic zwei Gäste geladen: T Gee und Tice. Leider tragen diese nicht unbedingt zur Steigerung des Niveaus bei: "Sieh ein Track von dir / du hast dich wohl verlaufen / du siehst scheisse aus, sag wer will deine Mukke kaufen / du bist ein schwuler Hater / nicht die Rede wert...". Neben der lyrischen Katastrophe ist dies obendrein noch ein schlecht vorgetragenes Stück, das man ganz schnell skippen möchte. Mit M.O. und Type heisst es "Es geht vorbei". Ich hoffe vergeblich auf einen Banger. Schon der Anfangspart lässt einen fast einschlafen. Von "Leben" verspreche ich mir endlich einmal einen deepen Track. Das stimmt jedoch nur bedingt, denn wirklich tief geht er mit seinem Text nicht. Noch dazu finde ich hier den "Snaga & Pillath-Style" wirklich unangebracht. "Hass, ein Titel der sich dem Schicksal eines kleinen Mädchens annimmt, wurde besser umgesetzt. "Sie ist anders als die andren Kinder, doch das fällt keinem auf / sie hat ständig Rückenschmerzen, Arme und die Beine blau". Mit dem "Skit" gehen wir in die Halbzeitpause. ich traue meine Ohren nicht. "Ich werd gehasst und geliebt, kuck wie mein Album erscheint / ich muss jetzt reagiern weil ihr keine Haltung mehr zeigt" und das auch noch im Savas-Flow. Wieso schafft sich dieser Mann keine eigene Besonderheit? Es klingt schon alles sehr abgekupfert. Mit einer Ode an das Label "Stomp Music" fahren M.O., Keno und Micoholic fort. Bei mir will keine Stimmung mehr aufkommen. Abroo sorgt in "Kingz" für Stimmung und es warten einige witzige Lines auf uns. "Doch ich mein kein Tischtennis wenn ich sage ich hab Schläger auf der Platte". Über "Meine Welt" erfahren wir mehr im nächsten Track. Obwohl Micoholic zu beginn deepe Lines verspricht, wird nur an der Oberfläche gekratzt. Dennoch schafft es dieser Track positive im Gedächtnis zu bleiben. Nach dem "Pump es laut rmx" folgt "Club Sounds" feat Chantal. Zum ersten Mal kommt eine Frauenstimme zum Einsatz die mit ihrem Gesang auflockert. Creutzfeuer ist beim nächsten Track, "Alles was du brauchst" dabei. Der Beat ist fast schon orientalisch. Inhaltlich wird wieder represented. Natürlich muss man beweisen, wer hier der größte ist. Auf Dauer wird das wirklich eintönig und langweilig. Irgendwann gehen einem auch die Argumente aus. Nicht so bei Micoholic? Denn schon folgt der nächste Representer: "Du liebst den S***". "Nenn mich King of Rap, ich hab alles was es ausmacht". Nicht nur das, auch die Hook klingt irgendwie leicht nach Savas. Es ist Zeit zum Skippen. "Mein Licht" ist ein Liebeslied, das Micoholic seiner Freundin widmet. "Ich will es dir recht machen / will mit dir reisen, planen, leben, weinen und mich mit dir weg machen / ne Menge Spass haben, jederzeit bei dir sein". Dies ist einer der wenigen deeperen Tracks des Albums und gefällt schon alleine deshalb. Leider wirkt auch hier die übertriebene Betonung à la Snaga & Pillath zerstörend. "Halt dein Maul" ist schließlich der letzte Track und "so ne Art Outro". Ehrlich gesagt, ich bin froh, dass die Platte zu Ende ist.

Fest steht, Micoholic versteht etwas von Rappen, es wäre jedoch schön, wenn er sich selbst mehr in den Mittelpunkt seiner Arbeiten stellen würde und somit einen eigenen, unverkennbaren Stil entwickeln würde. Die Beats sind meist gut ausgewählt und von guter Qualität, gehen jedoch alle in eine Richtung. Das kann man auch von den Tracks sagen, irgendwie klingen sie mehr oder weniger alle gleich. Insgesamt ist dieses Werk wohl hauptsächlich für Anhänger von "neumodischem Hip Hop" interessant. Oldschool-Heads haben an dieser Platte gewiss keine Freude.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
reimxzess

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