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Zum Ende der Seite springen Astonish - From Now Until Forever
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Astonish - From Now Until Forever


Release Date:
26. Februar 2008

Label:
Molemen Records

Tracklist:
01. Can U Hear Me
02. The Interview
03. Problems - (Feat. Scheme & Decay)
04. Broken Dreams
05. Panik Attack
06. Microphone Check
07. Life Ain't Sweet - (Feat. Termanology)
08. No Patience
09. Light'em Up
10. Impossible


Review:
Der Midwest stellt wohl die kleinste Fraktion unter den vier großen Rap-Sektoren der USA. Doch mit Leuten wie Twista, Kanye West, Lupe Fiasco oder Common konnte sich zumindest die Stadt Chicago mehr als ein Gesicht, das man mit ihr verbindet, aneignen. Dass dort eine aktive Untergrund-Szene, ähnlich der im Osten, vorzufinden ist, wissen allerdings nicht allzu viele. Doch wenn man die Underground-Camps aus Chicago und auch dem Midwest allgemein betrachtet, kommt man an einem Namen nicht vorbei - den Molemen, einem Kollektiv, das sich um drei Producer angesammelt hat (Memo, Panik und PNS). Seit kurzem freut man sich über den jüngsten Zugang, Astonish. Als kleine Vorstellung veröffentlicht dieser dann auch eine 10 Tracks starke EP, "From Now Until Forever".

Das definitiv erfreuliche an der Sache, bei der eine Enttäuschung auch im Rahmen des Unmöglichen liegt: natürlich wird ein Großteil der Produktion aus den eigenen Reihen, von PNS und Panik, gestemmt. Solange Astonish es also fertig bringt, seitens der Raps eine halbwegs erträgliche Show abzuliefern, ist die Scheibe schon besser als der Querschnitt eines heutigen (Mainstream-) Rap-Releases. PNS eröffnet mit "Can U Hear Me", während Astnoish seine Mic Skills vorführt. Über das Wesen dieses Werks kann man mit einem jetzt gezogenen Urteil auch nach den restlichen Tracks nicht mehr viel hinzufügen: Astonish nennt einen soliden Flow sein Eigen, bewegt sich in einem abgegrenzten Themenbereich und seine Stimme gehört nicht zu den potentesten. Doch dazu später mehr, erst mal sollte man sich zu den relaxten Produktionen zurücklehnen, und dem lauschen, was Astonish so zu sagen hat. "Shit is fucked up man, y'all grown ass niggaz in the club, doin' the soulja Boy, [...] 'fuck outta here". Ja, und dementsprechend wird auch ein dicker Prozentsatz der Lyrics in "Real HipHop"-Parolen investiert. Hier jetzt einen Haken bei langweiligem Conscious-Gebrabbel zu machen und auszusteigen wäre jedoch unrecht. Gleich der nächste Track zeigt (als bester des Albums), dass es Astonish nicht vollkommen an Einfallsreichtum fehlt. Der als "Interview" aufgezogene Track wirft dem jungen Herrn ein paar wenige Schlagwörter vor die Füße, zu denen er seine Meinungen zum Besten gibt. Auf die HipHopIsDead-Frage: "I bring that lyricism back / Most niggaz think they good until you hear 'em and they whack / Chicago's on the map, but ain't nobody checkin for us / So if you from the Chi, I'm reppin for us". Diese und ähnliche selbstsichere Aussagen sind zwar zweifelsohne sehr hochgestochen, stören jedoch zu einem so vorzüglichen Beat nur geringfügig, da zudem auch mal amüsante Vergleiche gezogen werden: "I said it before, gettin a deal's like gettin a dick in the ass". Unterstützung aus dem Molemen Camp gibt es auf "Problems", auf dem (Rhyme) Scheme und Decay zugegen sind. Und wenn Astonish nicht klarstellt, wer im HipHop die Bösen und wer die Guten sind, dann berichtet er aus seinem Leben, das anscheinend kein Zuckerschlecken ist. "I'm going broke, looking for hope, lacking a dollar / Back to the drama, guess I got problems stackin' on problems / Problems stackin' on problems, can't even manage to solve 'em / As soon as I think I shift 'em, they comin' back even harder".
Wie man, angezogen vom schnellen Geld, vom rechten Weg abkommt, erläutert "Broken Dreams", wobei Astonish eine gute Figur abgibt. Das liegt hier, wie auch auf den vorangegangenen Tracks, größtenteils an den ihm auf den Leib geschneiderten Beats, die in ihrem Milieu die (wie schon erwähnt, etwas schwache,) Stimme des Rappers nicht überfordern. Genau das gilt auch, wenn Panik die "Panik Attack" beisteuert, bei der sowohl Beat als auch Raps unbeschwert vor sich hinspielen. Nachdem man sich durch die weder richtig gute, noch richtig langweilige oder schlechte Geringfügigkeit namens "Microphone Check" gehört hat, landet man bei "Life Ain't Sweet", in dem wieder kräftig vom Struggle berichtet wird, während Astonish seinen Kollegen aus dem Osten sogar in den Schatten stellt, da dieser, mit für seine Verhältnisse sehr aufgesetztem Flow, anscheinend nicht seinen besten Tag erwischt hat. Der nächste Song widmet sich den Ladies, bzw. Astonish's Erfahrungen mit ihnen, die aus dem Geständnis "I think with my penis" resultieren. Der oft Sample-basierte, ruhige Aufbau der Beats wird im übrigen immer noch verfolgt. So auch mit "Light 'Em Up", welches sich als solides Mittelstück einreiht. Umso mehr Soul wird dann vom letzten Track, "Impossible", versprüht, das auch wieder recht gut zu Astonish selbst passt.

Dank einer durch die Bank weg starken Produktion ist "From Now Until Forever" für alle, die schon früher etwas mit den Molemen anfangen konnten, zwar kein Höhepunkt, doch mindestens gut hörbar. Die Raps sind dezent solide, womit aber auch schon das größte Problem von Astonish genannt wäre. Wo ein Vakill die Produktionen aus seinem Label mit energiegeladenen Raps zerlegt, fehlt Astonish einfach das stimmliche Volumen, er ist so etwas wie der Chingy der Molemen. Deswegen wird er sich auch nie vollwertig neben Rappern wie Vakill in der oberen Etage etablieren können, was ihn jedoch nicht daran hindert, ruhige und solide Musik, wie auch auf dieser EP, unter die Leute zu bringen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
Commercial HipHop is like dermatology, they only study the surface of the common shell

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