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Zum Ende der Seite springen Foul Mouth Jerk - Streetlight Music
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Foul Mouth Jerk - Streetlight Music


Release Date:
22. April 2008

Label:
Miner League Records

Tracklist:
01. Streetlight Music
02. The Jerks Theme
03. NJ Transit - (Feat. El Da Sensei)
04. Small Town USA - (Feat. Masta Ace)
05. Tryin To Eat
06. One Room Shack
07. Neighborhood Drug Dealer
08. Day One - (Feat. Grandmaster Caz & TopR)
09. The Decider
10. Culture Of Life (Jesus Doesn't Give A Shit)
11. Played Out
12. Lost In The Sauce - (Feat. Breez Evahflowin)
13. Mr. Green - (Feat. Hardy Cooper)
14. Take The Money And Run - (Feat. Tao Principle)
15. The Hard Part (Remix) - (Feat. Murs & Gus McGuillicutty)
16. Monopoly (Remix)

Review:
Was sich hinter den unterschiedlichsten Namen, die das Rap-Game in seiner vollen Bestanddauer hervorgebracht hat, verbirgt, mag viele Gründe haben. Der erste, der sich einem bei "Foul Mouth Jerk" aufdrängt, begründet sich ganz einfach durch die Tatsache, dass man hier zweimal hinschauen wird. Dieser zweite Blick wird einem dann eröffnen, dass dieser Kerl kein Frischling ist, sondern sein hier vorliegendes Produkt zu drei bereits veröffentlichten Alben ins Regal stellen kann. Das neue Album trägt den Titel "Streetlight Music", also eine Hommage an die alten Tage, die uns hier vom aus New Jersey stammenden Jerk angeboten wird. Und da sollte es auch schon klingeln, denn solche Töne schreibt sich 2008 jedes zweite Eastcoast-Release in seine Pressemitteilung. Diese Review ist dazu da, um sämtliche Leser davor zu bewahren dieses Album vorzeitig abzuschreiben.

Unterstützung bekommt FMJ im ersten, sowie auch einigen weiteren Tracks der Scheibe, von DJ Notik an den 1's & 2's, sowie Waxwerkz als Producer. So ist das Intro, "Streetlight Music", auch reich an Scratches und Cuts, während der Protagonist fast nur die zweite Geige spielt. Was sich dem Hörer jedoch eröffnet, ist FMJ's gut ausgebildetes Reimtalent und eine Stimme, die auch auf Albumlänge vertretbar ist. Ein schwer anrumpelndes und von A-List produziertes "Jerk's Theme" dient als Hymne auf FMJ selbst: "They call me Dirty Harry, cause I'm dirty and hairy / Ain't got love for noone but my personal family / [...] / Goin' to hell, but I'm doin' it well / Foul Mouth, with a couple screws loose in the shell". So weit, so gut; damit sind wir bei dem ersten der auf dem Album vertretenen hochkarätigen Gästen - und El Da Sensei passt als Nachbar auch sehr gut hierher. Der Song selbst, den Titel "NJ Transit" tragend und dementsprechend auch dem New Jerusalem gewidmet, klingt jedoch weniger nach Großstadtdschungel, als viel mehr nach einem Flecken Erde irgendwo in Kentucky. Damit hätten wir uns jedoch auch gleich schon vom typischen 0815-BoomBap-Album verabschiedet und es gegen den ersten dicken Song des Albums eingetauscht. "Come home and chill, smoke a L with Sensei". Nun zur Vorab-Single des Albums, die bereits auf unzähligen Websites zu hören war: "Small Town, USA", die Würdigung kleiner Käffer, in denen die HipHop-Heads nur herauskommen, wenn FMJ und Ace in der Stadt sind. Denn genau zweiterer ist hier Gast; und neben einer nicht zu leugnenden Zugpferdwirkung ist dieser Song, auch wegen Ace, einfach nur gelungen: Brycon's Mischung aus Bläsern und Sample schneidert dem Titel den perfekten Sound auf den Leib, eine einprägsame Hook und starke Rhymes erledigen den Rest: "Met this girl and her name was Nola / From a small town in Minnesota / Everybody said it was a bullshit town / But this hick town knew how to get down / The club was packed, it was crazy live / It felt like the Square back in '85 / Who would have thought this little speck on the map / Would have so much love and respect for Rap / You see, cats don't know, they think the pace too slow / But small lil' towns be the place to go". Auch wenn das Album definitiv keines der Alben ist, die mit einem Hit glänzen und sonst für die Tonne sind - dieser Song ist das absolute Highlight der Scheibe.
Da es bisher sehr schön funktioniert hat, wird auch auf "Tryin' To Eat" der sehr Sample-lastige Style fortgesetzt, während man sich zudem über ein Wiedersehen mit Waxwerkz und Notik freuen kann. Die inhaltlich kompakt und solide präsentierte Hustle-Story ist natürlich nichts Neues, verträgt sich jedoch sehr gut mit dem Beat. Im Anschluss stellt uns Jerk seine "One Room Shack"-Bruchbude vor: neben "some mysterious shit growin inside my fridge / This probably couldn't be identified by a scientist" erwarten einen viel Müll, ein verstaubter TV, ein mit Viren verseuchter PC, mehr Müll, keine Heizung, keine Dusche, ein deswegen ungewaschener Foul Mouth Jerk, weiterer Unrat und zu guter Letzt noch ein unfreundlicher Hund. Die sich anschließende "Neighborhood Drug Story" bietet zwar weniger lyrische Unterhaltung, dafür jedoch wieder einen entspannten und soliden Beat, in dem man auch bei der Suche nach einem Soul-Sample wieder fündig wird. Cold Crush-Old School-Legende Grandmaster Caz findet sich auf dem typischen Eastcoast-Track "Day One" ein, das zudem noch den aus San Francsisco stammenden TopR Holiday featured und dank einer kraftvollen Produktion von Brycon auch nicht langweilig wird, woran auch die Realkeeper-Predigt nichts ändert. Nachdem ein paar Worte George Bush's zu "The Decider" zusammgeschnitten wurden, folgt FMJ's Abrechnung mit der tief in Amerika verankerten Religion, die sich "Cluture Of Life (Jesus Doesn't Give A Shit)" nennt. Vor allem die Gegenüberstellung der fundamentalistischen Moslems mit den nicht minder fanatischen Christen, die ihre Meinung als Amerikas Meinung verkaufen, trifft genau ins Schwarze. Was nun folgt, ist das, den meisten Alben eigene, Tief, das hier mit zwei keinesfalls schlechten Tracks jedoch nicht besonders ausgeprägt ist. "Played Out" ist ironischerweise wirklich ein etwas ermüdender Abklatsch von tausendfach Gehörtem, der schwer mit der Anschuldigung, ein Fülltrack zu sein, zu kämpfen hat. Etwas besser ist die Nummer mit Unterstützung aus dem Stronghold-Land in Form von Breez Evahflowin, wobei man den zu Beginn des Albums so gut praktizierten Sound schmerzlich vermisst. Was als nächster Song zuerst ähnlich langweilig klingt, entwickelt sich dann zu einem der letzten Höhepunkte; "Mr. Green" ist eine weitere Hommage, für deren Erklärung des Inhalts der Titelname ausreicht. Nicht viel mehr als langsame Drums und die vollkommene Trägheit, gepaart mit der besten Hook des Albums (gesungen von Hardy Cooper), machen diesen Song so hörenswert und bescheinigen ihm ähnliche Qualitäten wie "Hits From The Bong", etc. Ein ebenfalls gelungenes Werk ist das mit Streicher-Grundierung versehene "Take The Money & Run", das Gesellschaft von Living Legend Murs und dem Remix zu "The Hard Part" bekommt, welches sich nur dezent im Hintergrund hält und dem das gewisse Etwas für ein Abspeichern im Langzeitgedächtnis fehlt. Ein voller Erfolg hingegen ist der Abschluss des Albums, eine Acapella vorgetragene Story names "Monopoly", die dem Hörer abschließend die Situation eines Foul Mouth Jerk vorhält, in einem Land, in dem er und seinesgleichen der Regierung egal sind.

Foul Mouth Jerk's "Streetlight Music" ist keinesfalls eine langweilige Eastcoast-Scheibe, sondern vermag mit teils abwechslungsreichen Beats und gut umgesetztem Themenreichtum zu überzeugen. Dass dabei nicht jeder Track ein Jackpot ist, war abzusehen und ist somit auch zu verzeihen. FMJ braucht sich auch nicht groß hinter seinen Gästen zu verstecken, denn auch als Gesamtpaket ist "Streetlight Music" ein sehr solides Release, das nicht nur für Eastcoast Fans interessant sein sollte.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Sehr schöne Review. Muss ich mir wohl noch zu Gemüte führen.
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Das Grandmaster Caz überhaupt noch zum Mic greift, wusste ich garnicht. Muss das Ding mal checken.
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