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Everliven Sound - Freedom


Release Date:
15. März 2008

Label:
Freedom Entertainment

Tracklist:
01. Freedom
02. Rush To The Front
03. Work Hard
04. Dying Breed - (Feat. Pacewon)
05. Green Cream
06. The Past
07. What If - (Feat. Wordsworth)
08. Outside Ya Front Door
09. Tings Clear
10. So Cruel - (Feat. Marylou)
11. Que Sera Sera
12. Original Rudeboys
13. Here To Stay

Review:
Mir ist klar, das Skit Slam und Cymarshall Law wohl den wenigsten unter euch ein Begriff sein werden. Zusammen gründeten sie ihr eigenes Label Freedom Entertainment, über das erstmals kleinere Auflagen der "Everlution" EP vertrieben wurden. Dann ging es Schlag auf Schlag. Es wurden mehrere Auszeichnungen in Sachen "Newcomer des Jahres" eingefahren und okayplayer.com beschrieb den Sound der Jungs als guten Hip Hop mit cleveren Wortspielen. Dementsprechend war ich natürlich sehr gespannt darauf, was die Beiden mit ihrem neuen Release zu bieten haben.

Los geht es sehr locker mit "Freedom", was vorallem durch ein schönes Instrumental besticht und für durchgängiges Kopfnicken bei der Hörerschaft sorgen sollte. Schon nach wenigen Sekunden wird klar, womit man es hier zu tun hat und was okayplayer.com mit der oben erwähnten Aussage meinte. "Rush To The Front" schraubt das Niveau des Albums dann gleich nochmal um mindestens zwei Stockwerke in die Höhe. Ein perfekter Representer, bei dem die Harmonie zwischen Beat und Rap einfach nicht zu überhören ist. "Freedom is false, so open closed doors / Fight to the death - mo'fucker - in a cold war". Solche und andere ernste Töne repräsentieren "Work Hard". Sofort macht sich eine etwas bedrückende Stimmung breit, die aber voll und ganz als Absicht der Künstler einzustufen ist und somit noch mehr Genialität aufweist. Wir sind gerade mal bei Track Nummer drei und die unglaubliche Musikalität beider Akteure bringt mich jetzt schon zum Staunen. Eine wunderschöne spanische Gitarre leitet dann zu "Dying Breed" ein, wobei vor allem die grandiose Gastshow von Pacewon besticht. Hier wird in vielerlei Hinsicht das Aussterben beschrieben; sei es die Szene, die sich selbst zerstört, oder unsere Rasse. Ein Thema, welches zwar oft behandelt, aber selten in einem solch ausdrucksstarkem Gewand präsentiert wurde. Nach diesen zwei eher beklemmenden Tracks geht es mit "Green Cream" wieder etwas mehr in die lustige Richtung. Ein Representer mit Battleambitionen, der einiges an guten und witzigen Wortspielen ans Tageslicht bringt. Im Instrumental dominiert eine Ziehharmonika, die dem Gesamtbild den gewissen Flair verleiht. Mit "The Past" sind wir dann drucktechnisch sicherlich bei einem der Highlights angelangt. Ein, für die aus schweden stammenden Beatnikz, fast schon ballernder Beat, der aber dennoch durch sehr melodiöse und musikalische Elemente zu überzeugen weiß. Raptechnisch gibt es hier eigentlich alles, was man braucht und man wird auch auf textlicher Ebene absolut nicht enttäuscht. Smarte Lyrics, ein noch drückenderer Beat und eine wahnsinnige Gastshow von Wordsworth erwarten einen dann auf "What If". Es geht um die Veränderung im Leben und alle Beteiligten stellen die Frage "Was wäre wenn?" auf beeindruckende Art und Weise. Mit "Outside Ya Front Door" findet man dann wohl den einzigen Track, der mit dem sonst sehr hohen Niveau von "Freedom" nicht mehr mithalten kann. Keineswegs ein schlechtes Ding, aber hier fehlt irgendwie das gewisse Etwas, das ein Battletrack eben braucht um aus der Masse heraus zu stechen. Dieses kleine Tief ist mit "Tings Clear" jedoch schnell wieder vergessen. Ein sehr schnelles, ja fast schon hektisches Instrumental gibt ganz klar die Marschrichtung vor und auch am Mic wird ordentlich Gas gegeben. "Blood and sweat but no more tears / I show no fear, to none of you homos here / You can copy the Timbs and the Polo gear / The flow is whack, so still you go no where". Harte Töne, die mit jeder Menge Energie vorgetragen werden und live sicherlich zum Ausflippen verleiten. Eine komplett andere Stimmung macht sich durch "So Cruel" breit. Ein wunderschön melodiöser Beat, der durch ein leicht gepitchtes Voicesample sofort beim Hörer hängen bleibt. Marylou sorgt für eine sehr schöne und vorallem passende Hook. Die Bläser, die zu "Que Sera Sera" einladen, werden hier völlig untypisch eingesetzt. Das "Hymneninstrument" schlechthin, bringt in einen sehr nachdenklichen Song noch mehr Atmosphäre, was mir persönlich sehr gut gefällt. Von all dieser Experimentierfreude ist bei den Raps dann allerdings nichts mehr zu hören, da sich beide Künstler auf ihre Stärken besinnen und intelligent-verstrickte Zeilen vom Stapel lassen. Sehr gemütlich wird es dann durch "Original Rudebys". Der Titel lässt anfangs sicherlich auf einen irgendwie Dancehall-beeinflussten Sound schließen. Dem ist aber nicht so. Hier gilt wohl zurücklehnen, die Augen schließen und das ein oder andere Mal Schmunzeln. Denn Abschluss macht dann nochmals ein mitreißender Representer. "Here To Stay" macht abermals klar, dass weder Skit Slam noch Cymarshall Law all zu schnell das Feld räumen werden. Ein gelungener Abschluss, der auch inhaltlich perfekt in die Rolle des letzten Songs passt.

Die beiden Jungs von Everliven Sound liefern mit "Freedom" auf jeden Fall ein sehr starkes Album ab. Man merkt, wie durchdacht das Konzept und die Texte sind. Zu bemängeln ist wohl die Anzahl der Tracks, gepaart mit einem Ausrutscher, was bei nur 13 Songs leider sofort ins Auge sticht. Auch die eigentlich großartigen Produktionen könnten an manchen Ecken noch etwas mehr Druck vertragen. Im Endeffekt überwiegen hier aber mehr als deutlich die positiven Aspekte, welche definitiv einen Kauf rechtfertigen. Mich hat das Release absolut überzeugt und läuft seit einigen Tagen im Dauerloop.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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bin im Moment grob durch, und tendier so zu 3,5 Kronen, aber sind n paar sehr nette Tracks dabei... der mit Wordsworth ist, nur als Beispiel, richtig bombe
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Starkes Album, dass fast mit jedem Hören besser wird. Rush To The Front, Work Hard, So Cruel, What If oder Here To Stay sind ganz großes Kino
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