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Zum Ende der Seite springen Dagha - The Divorce
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Dagha - The Divorce


Release Date:
22. April 2008

Label:
Lewis Recordings

Tracklist:
01. The Setting
02. The Devil's Work
03. Changed Locks
04. My Luck
05. Cliché
06. Playhouse
07. Monogamy
08. A Man's question
09. She Left
10. Whatever It May Be - (Feat. Cloke)
11. Try
12. What I'mma Do? - (Feat. Cloke)
13. Scat
14. Ashy Knees (Outro)

Review:
Dagha ist einer dieser Artists, mit denen man direkt nicht all zu viel verbindet, deren Namen man jedoch irgendwo schon mal gehört hat. Zweiteres mag in Verbindung mit Edan, Insight oder der Electric Company geschehen sein. Dies sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sein neues und zweites Solo-Album, "The Divorce", das Werk eines routinierten Ostküstlers ist, der sich nicht unbedingt in die typische Schublade seiner Nachbarn stecken lässt.

"The Divorce" gibt mit seinem Titel gleich die Richtung des kompletten Albums an. Ein nicht unerheblicher Teil beschäftigt sich mit Beziehungen, beziehungsweise Dagha's hier erzählter Geschichte. Als Produzent stellt, zu fast 90% der Tracks, DJ Real seine Fähigkeiten bereit. So auch geschehen im großartigen Intro, "The Setting", in dem Dagha das Thema des Albums vorstellt: "Love". Was laut ihm Liebe ist, das soll die nun folgende Story eröffnen. Diese beginnt mit "The Devil's Work" und dem einzigen Beatbeitrag des Kollegen Insight. Der setzt auf ein den Track tragendes Sample und gewinnt damit auch. Über diesen Soul-geschwängerten Beat erzählt Dagha uns von seiner Beziehung, die sich nach den ersten zwei, noch äußerst positiven Minuten Spielzeit, zum Desaster für ihn entwickelt. Die ausgetauschten Schlösser seines Hauses, die er bei seiner Heimkehr von der Arbeit am Ende des Songs vorfindet, führen uns zu "Changed Locks", das Dagha nach einem gewaltsamen Eindringen in (ursprünglich sein) Haus aufs Polizeirevier führt. Starkes Sampling unterstützt auch den traumhaften, Blues-Feeling verbreitenden nächsten Song, "My Luck", in dem der vom Pech verfolgte Dagha auf diverse Situationen zurückblickt. Die Vorabsingle und Philosophiestunde namens "Cliché" zieht ein wenig unauffälliger vorbei und macht dann Platz für den Gutelaunesong "Playhosue": "It's time to put the house on the market / Maybe we can even put some money in our pockets / I went back and worked it out / The only way to move on from the hurt that sprout / A lot of people probably think I'm a sucker / But I didn't get married for divorce like the others". "Monogamy" schneit als kurzes Interlude vorbei und dient als Einleitung für "A Man's Question", in dem Dagha sein Unverständnis über diverse Streitfragen in (s)einer Beziehung zum Ausdruck bringt. Nun folgt mit einem Instrumental wieder eine Art Interlude, doch "She Left" darf seinen Beat gut und gerne den besten des Albums nennen. Als "Cloak And Dagger"-Klone sind Cloke und Dagha in "Whatever It May Be" unterwegs und servieren einen weiteren locker-leichten Kopfnicker. Es folgen zwei gelungene, sich jedoch bei den mäßigen Tracks der Scheibe einreihende Stücke: das einen Tick zu trockene "Try" und "What I'mma Do?", bei dem mit Cloke zum zweiten und letzten Mal ein Gast seine Raps zum Besten gibt. Da das Album jedoch nicht auf dauer in eine solche Halblangeweile eintaucht, folgt mit "Scat" nochmals der Beweis, dass Dagha und Real es auch besser können. Die hier aufgebaute Stimmung, die zum Zurücklehnen einlädt, klingt im "Ashy Knees" Outro, das als zweiter Track des Albums nicht von DJ Real (sondern in diesem Fall von L In Japanese) produziert wurde, mit Unterstützung einer Bläserformation, entspannt aus. Damit ist das Album nach weniger als einer Dreiviertelstunde auch schon zu Ende.

Mit diesem Album spart sich Dagha seinen Weg zum Seelenklempner; denn alles, was ihm so auf dem Herzen liegt, wird hier herausgelassen. Das bringt für den Hörer den Vorteil mit sich, dass man sich mit einem sehr persönlichen Album konfrontiert sieht, was im Vornherein schon Pluspunkte sichert. Zudem erinnern die Beats meistens eher an ATCQ als an DJ Premier, womit das Album auch nicht in der Mitte des reißenden Stroms der heutigen Eastcoast-Releases schwimmt. Ganz entziehen kann sich Dagha dieser Erscheinung zwar nicht, doch das ist auch gar nicht nötig um ein rundum solides Gesamtwerk zu schaffen, das sich, ganz ohne Skip-Notwendigkeit, als Einheit präsentiert.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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