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Release Date:
27. März 2008

Label:
Super Dope Inc

Tracklist:
01. Masterpiece (Intro)
02. Stahl-Beton
03. Schutzengel
04. Schützengräben - (Feat. Brenna)
05. Single Nummer Eins
06. Mein Sohn - (Feat. Brenna)
07. Zeiten Ändern Sich
08. Zukunft Vor Augen
09. Endzeitfarben - (Feat. Pure Doze)
10. Rebellen-Sound
11. Graff-Gesetze
12. Hölle Auf Erden - (Feat. Brenna)
13. Anderer Weg - (Feat. Desasta)
14. Live By The Cans - (Feat. Skor82)
15. Monster Of Art
16. M.O.A. - (Skit by DJ Coach)
17. Bomb The World (Topskor Remix)
18. Return Of The Real Deal (Brenna Remix)
19. The Real Deal (Dozent Remix)

Review:
AtomOne alias "Der Lange" von der legendären Too Strong-Crew aus dem Ruhrpott sollte nach 15 Jahren in der deutschen Rapszene eigentlich jedem ein Begriff sein. Doch trotz fünf Crew- und zwei Soloalben sorgt der Name nach der musikalischen Auszeit von 2001 bis 2005 gerade bei jüngeren HipHop-Fans oftmals nur für Schulterzucken. Dies soll jetzt mit "Masterpiece – Tales From Da Cans" geändert werden. Wie der Name schon erkennen lässt, widmet sich dieses Album AtomOne's großer Liebe zu einer der vier Grundsäulen des HipHop: Graffiti.

So beginnt das "Masterpiece (Intro)" zunächst mit einigen Zitaten zu HipHop und Graffiti, um dann auf einem aggressiven, rockigen Beat Shout-Outs an AtomOne's Graffiti-Crew M.O.A. (Monster Of Arts) rauszuhauen. Bei dieser Thematik bleibend, wird auf "Stahl-Beton" über einen treibenden, elektroiden Beat einerseits über das Verschönern der grauen Wände gerappt, andererseits auch ordentlich represented. Technisch wird allerdings nicht sonderlich viel geboten, nach Reimketten oder herausstechenden Flows sucht man vergebens. Besonders gelungen ist hingegen die gesungene Hook, die sofort ins Ohr geht und dem Album somit zu einem guten Einstand verhilft. Nach dem harten Sound des ersten Tracks folgt nun ein gerapptes Dankeschön für seinen "Schutzengel". "Es bleibt Schicksal, Vorherbestimmung/ Egal ob Mythos, Fantasie - Mein Schutzengel gibt mir Hoffnung". Mit einer metapherreichen Reflektion des Lebens, AtomOne's atmosphärisch gut passender Stimme und einem Voice-Sample von Michael Jackson weiß der Track zunächst durchaus zu überzeugen, eine wirklich nachdenkliche Stimmung wird allerdings nicht erzeugt - Auch weil einige der Zeilen dann doch zu pathetisch wirken. Das erste Feature des Albums wartet mit Labelkollege Brenna im "Schützengraben", bei dem der Zusammenhalt des Ruhrpotts beschworen wird. AtomOne und Brenna flowen zwar eher unspektakulär, jedoch weiß erneut die gesungene Hook zu gefallen und auch textlich präsentiert man sich solide. Wem der Beat von "Single Nummer Eins" bereits bekannt vorkommt: Der auf Patrick Swayze's "She’s like the wind" basierende, schön produzierte Beat fand bereits auf dem letzten Pat Cash-Album Verwendung. Inhaltlich werden wieder nachdenkliche Töne angeschlagen und die scheinbar aussichtslose Lage mitten im Herzen des Ruhrpotts reflektiert, wobei gleichzeitig auch hoffnungsvolle Zeilen zu hören sind. Eine weitere Zusammenarbeit mit Brenna ist auf "Mein Sohn" zu hören. Wie der Titel unschwer erkennen lässt, widmet AtomOne dieses Lied seinem Nachwuchs. Ein zwar eigentlich schönes, sehr persönliches Stück, bei dem jedoch nach häufigerem Hören die von Brenna gesungene Hook und gelegentliche Stolperer bei AtomOne's Flow den Finger gerne mal Richtung Skip-Taste wandern lässt. Deutlich aggressiver wird es nun bei "Zeiten Ändern Sich". Dabei rechnet der Lange mit einstigen Freunden ab, die ihm in den Rücken fielen. "Ein Mann gebrochen, ihr habt mir wehgetan/ Ihr müsst jetzt dafür bluten, Rache wird euch widerfahren!" Zwar rappt die Ruhrpott-Legende gewohnt intensiv, einen bleibenden Eindruck erzeugt das Stück jedoch nicht.
Deutlich beeindruckender dagegen fällt der persönliche Seelenstrip bei "Zukunft Vor Augen" aus. Das Liebesgeständnis an eine Frau, von der er sich offenbar unglücklich trennte, erzeugt Gänsehautatmosphäre. Gleichzeitig schimmert im Text durch, seine zu große Leidenschaft für Graffiti hätte die Beziehung zerstört. Apropos Graffiti: Für ein Album, dass sich diesem Thema offenbar widmen will, war bis dato davon noch nicht allzu viel zu hören. "Endzeitfarben" mit AtomOne's Nebenmann bei Too Strong, Pure Doze, nimmt sich nun diesem Thema auf dem Album erstmals konsequent an. Auf einem treibenden Beat wird hier ein richtig starker Track abgeliefert, wobei AtomOne mit seinem extrem ausdrucksstarken Part im crewinternen Vergleich die Nase vorne hat. Das glühende Plädoyer für die Notwendigkeit der Farben in einer tristen, grau-schwarzen Gegend, unterstützt durch seine düstere Stimme, gehört zu den besten Parts auf dem Album. Mit einem Gitarrenriff wird in den nächsten Track eingeleitet. Der "Rebellen-Sound" wird geprägt durch einen hektischen, unsteten Beat, der vor allem Freunde härteren Musikstilen zusagen dürfte. Den Hörer erwarten hier jedoch weder lyrische noch flowtechnische Glanzleistungen, der Fokus liegt eindeutig auf der Energie, die transportiert werden soll. Lyrisch interessanter wird es bei den "Graff-Gesetzen". Im Stil von Curse Klassiker "Zehn Rap Gesetze" erklärt AtomOne allen Graffiti-Neulingen die wichtigsten Tipps und Grundsätze, die sie bei ihren künstlerischen Abenteuern beachten sollten. Untermalt von einem gut produzierten Beat, ist der Track einer der gelungensten auf "Masterpiece". Der "Hölle auf Erden" widmen sich AtomOne und Brenna bei ihrer dritten Zusammenarbeit auf diesem Silberling. Ein typischer "Kopf-Hoch"-Track, der zwar nicht wirklich schlecht geworden ist, thematisch aber nur Altbekanntes liefert. Einen starken Gastauftritt hat Desasta bei "Anderer Weg", das sich zwar ebenfalls um das Durchhalten in düsteren Zeiten dreht, jedoch durch einen großartigen Beat, der düstere Klänge mit Streichinstrumenten kombiniert, und die persönlichere Herangehensweise an das Thema einen deutlich besseren Eindruck hinterlässt. Allerdings hätte dieser an einer anderen Stelle des Albums sinnvoller platziert werden können, da so nun zweimal hintereinander die selbe Message vermittelt wird. Der nächste Graffiti-Track wartet mit "Live By The Cans". Bei diesem erfährt AtomOne Unterstützung durch Skor82, der den stärksten Gastpart des Albums abliefert. Beide Rapper setzen die Begeisterung und die Liebe fürs Sprühen hervorragend um. Vor allem für Sprayer sollte dieses Lied das Highlight des Albums darstellen. Die Crew, die im Intro bereits erwähnt wurden, bekommt mit "Monster Of Art" ihren eigenen Track. "One Love, für das was ich liebe/ Meine Boys, meine Cliq, die Crew meine Familie/ Es macht mich stolz, ist das Leben auch hart/ Buchstaben in der Haut sagen "Monster Of Art"!" Ein wie üblich aggressiv gerappter Track, dessen Beat zum Mitnicken zwingt. Dem Track folgt sogleich ein Skit über die "M.O.A.", bei dem DJ Coachone die Monster Of Art mit verschiedensten Cuts hochleben lässt.
Zum Ende des Albums folgen noch drei Remixe, die sich thematisch - die Schlaufüchse unter euch ahnen es - ums Sprayen, Writen und Taggen drehen. Beim Topskor-Remix von "Bomb The World" macht Skor zwar keine schlechte Figur, besonders erwähnenswert ist der Track aber auch nicht. Die markante Stimme von Brenna sollte dem Hörer nach drei Features auf "Masterpiece - Tales from da Cans" mittlerweile bekannt sein. Zum vierten und letzten Mal auf diesem Album dröhnt seine Stimme bei seinem Remix von "Return Of The Real Deal" aus den Boxen. Die Kampfansage an die Deutsche Bahn macht Spaß und wirkt authentisch. Zum Abschluss der Scheibe wagt sich AtomOne bei einem Dozent Remix an seinen Klassiker "The Real Deal". Mit den eher ruhigen Klängen über die eigene Vergangenheit beendet AtomOne seinen dritten Solo-Ausflug mit einem schönen, ruhigen Gegenpol zum sonst eher düster und aggressiv wirkenden Gesamtwerk.

"Masterpiece - Tales from da Cans" ist kein schlechtes Album geworden. Die größtenteils starken Produktionen in Kombination mit den meist guten Texten und dem bekannten Stimmeinsatz des Langen können überzeugen. Das Album krankt allerdings gerade beim Durchhören daran, dass sich viele Tracks im Sound zu stark ähneln und AtomOne's Flows nicht gerade als innovativ zu bezeichnen sind. Rein raptechnisch ist das Album eher irgendwo im Durchschnitt anzusiedeln. Die bei einigen Tracks sehr dichte Atmosphäre, z.B. bei der emotionalen Schilderungen seiner Graffiti-Leidenschaft, zieht das Album dann aber doch wieder nach oben. Vor allem Writer dürfen daher gerne auch noch eine halbe Krone drauflegen, Leute ohne jegliche Begeisterung für Graffiti oder Raptechnik-Fetischisten werden bei diesem Album dagegen eher nicht auf ihre Kosten kommen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 5 Ø)


Redakteur:
junta

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kann ich leider noch keine meinung zu abgeben, da der vinyl-release-termin immer und immer wieder nach hinten verschoben wurde und ich sie somit noch nicht hab! genervt

wird aber nachgeholt!
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Zitat:
Original von thediana
einfach nur börner das album...


they try keepin' it real but they should try keepin' it right


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Herkunft: die schöne Pfalz
Fav. CD: DLUDRADTMAK
Lieblingsfilm: The Game, Fight Club, Ocean's 11, Training Day

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User Beitrag:

Sehr guter Einstand, Kollege wink

Album is ganz ok aber gefällt mir nicht so. Dein Fazit trifft es gut. Ich hab zwar ein Herz für Graff, bin aber auch ein Raptechnik-Fan, daher find ichs nicht so prall.

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