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Zum Ende der Seite springen Rap P - R.E.L.O.A.D.I.N.G
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Rang: R4F | Admin
Wertung:
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Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

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User Beitrag:
Rap P - R.E.L.O.A.D.I.N.G


Release Date:
15. Mai 2008

Label:
Black Flag Records / Hard Work No Play Ent.

Tracklist:
01. Make It Happen
02. Hustle Harder - (Feat. Nature)
03. The Future
04. All I Know
05. How We Get Down (Remix) - (Feat. Twin Gambino & A-Pinks)
06. Picture That
07. Something On Your Mind
08. I Need To Know
09. Move - (Feat. Bad News Buke & K.P.)
10. Crunch Time
11. Come My Way
12. So Long
13. Holdin' On
14. Moved On
15. Crazy
16. Let Me In
17. Sacrifice - (Feat. K.P.)

Review:
Wer sich ein bisschen genauer mit den Rap-Auswüchsen der Queensbridge befasst oder befasst hat, dem wird auffallen, dass es da außer Nas, CNN und IMD noch mehr gibt. Und wem die zweite Reihe, zu der sich gestandene Legenden und Veteranen (Marley Marl, Tragedy Khadafi, Craig G, Cormega, Noyd, Screwball, etc.) zählen, überwindet, der landet dann bei Rappern wie Rap P. Erstmals groß aufmerksam machte dieser auf sich mit seinem 2003er Erstlingswerk "The Struggle Never Ends", das den Eastcoast-Fans als tadel- und schnörkelloser QB-Rap in Erinnerung sein wird. Über die Zeit jedoch wurde der Rap Predator eher zu einem der Künstler, die man in die "Was wurde eigentlich aus..."-Ecke steckt, wobei ein zwischenzeitlicher Gefängnisaufenthalt nicht gerade Abhilfe schaffte. Doch wie auch immer, das Aushängeschild von Black Flag Records ist zurück und hat eine wahre Release-Flut im Gepäck. "I Can't Take No More", "The Struggle Continues" (mit Wopo) und "Hustle Music" (alle nur erhältlich auf cdbaby) sollen den Weg ebnen für sein im Anschluss droppendes Album "R.E.L.O.A.D.I.N.G".

Da Rap P in seiner Nachbarschaft diverse Connections aufrechterhält, darf man sich auch hier wieder, neben einigen mehr oder weniger Namenlosen, über Namen wie Nature oder IM³'s Twin Gambino freuen - das direkte QB-Umfeld eben. Ohne sich lange aufzuhalten, wird dann auch gleich losgelegt: "Make It Happen" nennt sich der erste Track, der nach altbekanntem Sampling-Schema einen Eastcoast-Track aus der Taufe hebt, welcher sich sehen lassen kann. Alles an diesem Song passt zu einem Gutwettertag im Frühling. "I grind hard, think smarter my niggas / Stand and deliver for them figures / The sweat, the pain, ya heard / We came from the dirt / Queensbridge Projects, puttin in work / You hear the sound, that's clear to your ear / Thug nigga, I ain't going nowhere / Comin' straight from the Bridge, nigga have no fear". Auch der zweite Track ergattert sich die Sympathien der Hörer mit seiner lockeren Art - die harten Represent-Tracks bleiben aus. A propos Beats, die stammen von Rap P selbst, Live, Drawzilla, K.P. und Wopo. Der erste Gast, Firm-Veteran Nature, fügt sich gut ins Bild und liegt bei "Hustler Harder" auch voll im Trend des Albums. Denn das folgende "The Future" setzt beat-wise den dritten Strich auf der "Relaxed"-Tafel. Dass hier inhaltlich durchgehend ähnliche und leicht variierte Hustle-Stories aus dem harten Leben in den größten Projects der Staaten geklopft werden, versteht sich von selbst - und etwas anderes braucht und will man von jemandem wie Rap P auch nicht. Eine Marschtrommel gibt den Takt zu "All I Know" an, das ein wenig hinter den vorausgegangenen Songs zurückbleibt. Alles was Rap P so kennt, das ist natürlich ganztätiges Hustling à la Rick Ross. "How We Get Down" war seinerzeit auf P's erstem Album einer der Höhepunkte. Der Remix ruft neben dem damals schon dabei gewesenen großen Twin noch A-Pinks auf den Plan, kommt dabei jedoch trotzdem nicht ganz an sein Original heran und verbleibt mit dem Zertifikat "gut" somit unter den bisherigen Tracks des Albums. Die Aufgabe, der erste Höhepunkt zu sein, übernimmt dann jedoch "Picture That", das mit einem gut gelaunten Beat (und wieder einem Voice-Sample) die Raps des Predators sehr schmackhaft macht, entgegen der langweiligen Geldmacher-Texte. Da Rap P über einen sehr ansehnlichen Flow verfügt, sollten seine Inhalte sowieso, über das ganze Album hinweg, die wenigsten Hörer stören.
Und solange die Beats stimmen, stimmt hier auch das Gesamtpaket. Sei es nun ein Gitarren-geleitetes "Something On Your Mind" oder das erstaunlich ruhige "I Need To Know", in dem ausnahmsweise mit der Thematik zum weiblichen Geschlecht geschwenkt wird, hier läuft alles flüssig durch. "I ain't T-Pain, fuck fallin' in love with a stripper" ist die Devise. Verglichen mit dem Rest des Albums folgt nun eine Ausnahme: "Move" fällt mit seinen Synthies eindeutig aus der Reihe. Das Ergebnis ist weder besser und höchstens ein wenig schlechter als der bisherige Rest. Überbieten kann Rap P sich gleich im Anschluss selbst und zwar wenn er in die "Crunch Time" geht, in der er, begleitet von typischem Boom Bap, mit Soul-Sample & Co., zu Höchstform aufläuft. Damit wären wir auch schon beim besten Track der Platte angelangt: dieses Glanzstück namens "Come My Way" zelebriert allerfeinsten QB-Sound. Dazu spittet der Protagonist routiniert seine Straßenweisheiten: "Come my way, that money gon' run my way / I always knew I'd make it out the hood one day / Never forgot where I came from and that's a fact / Cause when you lose love in the hood, ain't no gettin' it back / I'm just doin' my 1,2 homie, spittin' the facts / The streets showed me love, now I'm showin' it back". Auch der nun folgende Teil des Albums bewegt sich in dem Rahmen, mit dem man nun schon vertraut ist; verbale Massaker über markerschütternde Beats wird man hier einfach nicht finden. Ein sehr lockeres "So Long", das mit weiblichen Vocals die Hustle-Themen, wie schon bei "I Need To Know", etwas zurückstellt, hinterlässt leider keine all zu tiefen Eindrücke. Und auch wenn Kim Wilde in "Holdin' On" (das eigentlich "Hangin' On" heißen sollte) gesampled wird, vermisst man das gewisse Etwas. Das findet sich erst wieder bei "Moved On", das vom Konzept her nicht viel ändert, doch trotzdem besseren Anklang findet. Der erste und einzige Track, der sich als Party-tauglich erweist, nennt sich "Crazy" und gelingt, entgegen der regelmäßigen Ausrutscher, die sich Artists im Rahmen solcher Ideen auf ihren Alben leisten, erstaunlich gut. Der direkte Gegensatz zu der einprägsamen Hook, die man gerade noch mitsummt, folgt mit "Let Me In": "Lord forgive me, I'm trapped in this world of sin / When I knock on heaven's doors, will they let me in? / I can't be goin' to hell, cause I'm there already / Worldplay, like my gunplay, homey I'm deadly". Trotz P's Unfähigkeit, andere Themen in seinen Reimen zu bearbeiten, eine sehr starke Nummer. Der einzige Song des Albums, den Rap P sich hätte sparen könnte, ist "Sacrifice", das man mit seinem Beat viel eher in die Bay Area gesteckt hätte, und das genau deshalb hier fehl am Platz wirkt. Noch dazu treten nach 16 Tracks langsam Ermüdungserscheinungen zu Tage, weswegen dann das Verständnis für einen weiteren Song über das roughe Streetlife fehlt.

Trotz des letzten Tracks ist Rap P mit "R.E.L.O.A.D.I.N.G" ein sehr solides Album gelungen, das man sich von vorne bis hinten durchhören kann. Die wohl größte Stärke des Albums ist, dass hier keinen aktuellen Trends hinterhergerannt wird. Weder das Gewabere, das man zur Zeit in manchen anderen Studios der Queensbridge (und im Osten allgemein) findet, noch eine aufgezwungene Messias-Mission, die HipHop zurückbringt, wird man hier finden. Im Grund bietet das Album das, was schon "The Struggle Never Ends" geboten hat - mit minimalen Einschränkungen und deshalb auch nicht ganz so gut. Im Großen und Ganzen kann man jedoch sagen: Erwartungen erfüllt.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
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Commercial HipHop is like dermatology, they only study the surface of the common shell

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Rang: R4F | Technik
Wertung:
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Guthaben: 57.755 Bucks
Stimmung: Busy
Herkunft: NRW
Fav. Artist: Nas, Tragedy, Big l, Clipse, Curtis Mayfield
Fav. Crew: Mobb Deep
Fav. Producer: Havoc, Alchemist, K. West, Dr. Dre, Premo
Fav. CD: Nas "Illmatic"
Lieblingsfilm: Pulp Fiction

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Level: 61 [?]
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Nächster Level: 64.602.553

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User Beitrag:

Macht mal wieder Lust auf QB.
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