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Zum Ende der Seite springen Jim Pansen - und die verbotene Frucht
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Jim Pansen - und die verbotene Frucht


Release Date:
04. April 2008

Label:
Pansrock Records

Tracklist:
01. Ihr könnt heulen – (Feat. Mo)
02. Lautstärketest
03. Gar nicht schwer
04. Kurz vor 10
05. Bling!
06. Furchtbar schlau
07. Herr der 1000 Augenränder
08. Geiles Stück – (Feat. Mo)
09. James Rein – (Feat. Oceana)
10. Discoking
11. Und es geht...
12. MPU
13. Koffer packen
14. Simsalabim – (Feat. Trojaner & Dansen)
15. Saufen
16. Lieber Zuhörer

Review:
Eher zufällig stieß ich bei YouTube auf ein sehr freshes Video eines äußerst humorvollen Typen. Einige Tage später fällt mir im Laden sein Album in die Hände. Es handelt sich um den Hamburger Jim Pansen. Wer mit dem Namen zunächst nichts anfangen kann, kennt aber sicher noch die Band Echt, die Ende der 90er mit Hits wie "Junimond" sehr erfolgreich war. Als deren Schlagzeuger sammelte Florian Sump alias Jim Pansen jede Menge Erfahrung im Musikgeschäft und tourte durch das Land. Umso erstaunlicher ist seine Wandlung vom Teenie-Pop-Drummer zum Rapper, die sich in den letzten Jahren vollzog. Über zwei Jahre lang bastelte er mit einem kleinen aber feinen Team von Musikern an seinem Album.

"Tschuldigung, ey – ich wollt nur mal eben nach Nadel und Firn fragen / hier kommt das erste Album vom rappenden Hirnschaden". So beginnt gleich am Anfang der LP der beste Track namens "Ihr könnt heulen", der mir damals auch als Video imponierte. Locker gerappte Lines, ein funkiger Beat, der zum unbedingten mitwippen animiert und eine perfekt passende Hook von Mo's sanfter Sangesstimme ergeben einen richtig guten Song. Schaut euch den Clip an. Generell solltet ihr auf den bekannten Videoportalen mal nach Jim Pansen suchen, da der Kerl einen sehr guten Riecher für herrlichen Blödsinn hat und seine Erfolgsgeschichten auf eine etwas andere Art und Weise erzählt. Ein Humor, der der Szene leider weitgehend abhanden gekommen ist. So, nun aber zurück zum Album. Es folgt der toll produzierte "Lautstärketest", ein klassischer Livetrack, den man sicher super mit Band performen kann, was Pansen in der Regel auch gerne tut. In "Gar nicht schwer" klärt er uns darüber auf, wie er und Rap zusammenkamen. Dazu schlüpft er in die Rolle eines gelangweilten Bonzenkindes, das plötzlich Lust auf Rappen hat. Auf einem klasse Instrumental zieht Jim herrlich über den momentanen Trend her, dass jeder Hanswurst ein Mic nehmen und den Dicken machen kann. "Kurz vor 10" ist ein etwas anderer Representer, der einfach durch Lässigkeit und einen mit immer wieder witzigen Vergleichen aufgelockerten Text besticht. Diese Art kennt man bisher höchstens von Blumentopf. Musikalisch auf hohem Niveau geht es auch mit "Bling!" weiter und die pansigen Musiker spielen gut zusammen. Die Kunst, äußerst intelligent zu klingen und auch bei völliger Ahnungslosigkeit die Leute voll zu labern nennt auch Jim sein Eigen, wie er in "Furchtbar schlau" thematisiert. Erneut kein Flowmonster, aber eine sehr solide Vorstellung mit gutem Inhalt. Etwas nachdenklicher wird es nachfolgend. Oft liegt man nachts wach und kann einfach nicht einschlafen, weil man sich zu viele Gedanken macht. Als "Herr der 1000 Augenränder" setzt Pansen auch dieses Thema textlich super um. Das nächste Highlight folgt im sehr smooven "Geiles Stück". Eine tolle Liebeserklärung an ... nicht den, den man zu Beginn denkt. "Mal lass ich dich bringen, mal hol ich dich selbst ab / je nachdem, wie ich Zeit, Lust und Geld hab" oder "Du bist meine Göttin, meine kleine Maus / nur wenn du gehst siehst du – irgendwie scheiße aus" lassen vielleicht schon erahnen, wem Pansen hier seine Liebe gesteht. Hört es euch einfach an, super Idee und erneut eine schöne Hook von Mo. Nach einer kurzen Stärkung geht es ab in den Club und es wird mal wieder kräftig gebaggert. Jim will wie der Soldat „James Rein“ und versucht es auf die charmante Tour. Doch Oceana winkt gesanglich ab und erteilt in guter singender Manier dem Pansen eine Abfuhr. Weiterer solider Track, den man aber schon zu oft in ähnlicher Ausführung gehört hat. Der Hammer folgt mit "Discoking", typischem Pansen-Humor. Ein Track auf klassischer Disco-Musik, der unglaubliche zehn Sekunden geht, weil Jim eigentlich doch keinen Bock auf Discomusik hat. "Und es geht..." ist ein etwas komisches Stück, das ich nicht ganz durchblicke, aber musikalisch interessant gemacht ist. Muss man einfach hören. Wieder äußerst unterhaltsam wird es mit einer lustigen wie wohl auch wahren Geschichte über den Alptraum kiffender Autofahrer – die "MPU". Im Übrigen mittlerweile auch per Videoclip erzählt Flo hier von seinen Erlebnissen mit den Gesetzeshütern. Zwingend unterhaltsam! Auch deswegen, weil er einen diesbezüglich erhaltenen Brief der Polizei einfach im Inlay abdruckt. Doch nun heißt es "Koffer packen" und weg aus diesem Affenkäfig aka Rapszene. "Ich mag es lieber friedlich und such kein Streit / erzähl das doch mal deinen Freunden aus der Steinzeit" ist eine der Feststellungen über eine Szene voller Neandertaler. Die einzigen Rapfeatures gibt es auf "Simsalabim", die eine sehr livetaugliche und eingängige Hook hinterlassen. Auch die drei Strophen können sich sehen lassen und bilden eine gute Flowshow auf tanzbarem Beat. "Saufen" kommt mit sehr trägem Beat und einschläferndem Flow daher, eben genau so, wie man sich nach zu viel Bier fühlt. Kritik am zu intensiven Alkoholkonsum wird hier geübt und es geht auch direkt weiter mit dem Schlusspunkt "Lieber Zuhörer". "Ich liefer von A bis Z Lieder von hart bis nett" – eine der Zeilen, die Jims Liebe zur Musik und deren therapeutische Wirkung in heutigen Zeiten auf sehr entspanntem Instrumental zum Ausdruck bringt.

Jim Pansen hinterlässt einen guten Eindruck und zeigt sich als sympathischer Kerl mit Liebe zu Humor und Ironie, die in guten Texten und einer sauberen sowie lockeren Rapshow zum Ausdruck kommt. Der Vergleich mit Blumentopf oder auch Denyo, was die Betonungen angeht, liegt nicht allzu fern. Was Pansens Musik jedoch eindeutig von Genannten abhebt ist eine gute Portion mehr Groove. Die Produzenten und Musiker, die vieles live einspielten, haben super Arbeit geleistet und dem Jim einen tollen Klangteppich gewebt. Abwechslungsreichtum, gute Soundqualität und ein tanzbarer Charakter zeichnen die Beats aus, die ich auf solch einem, ich nenne es einfach mal Nachwuchs-Niveau, noch nie so gut gehört habe. Eine schmucke Platte wider den tierischen Ernst und pro gute Musik. Es ist nur ziemlich dreist, für die CD eines noch so unbekannten Künstlers 17 Euro zu verlangen. Sonst aber empfehlenswert.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Jate B

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Gute Review. Hab das Ding leider noch nicht gehört obwohl ich den Kerl eigentlich echt feier.
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Man sehe sich auch das mal an, ich finds göttlich:


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Ich liebe die Cribs Szenen.
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kann mir einer bitte sagen, wie das lied bei 3:25 heißt.
Mir fällts nicht mehr ein...
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thx, das video find ich auch sehr geil. Muss mal myspace schaun...
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Ich bin vor einigen Tagen zum Media Markt und hab auch das Ding dort liegen sehen. Musste sofort an das Video denken das du genannt hast, naja und dann hab ichs sofort gekauft ohne reinzuhören. Ich denke das man alles 100% so stehen lassen kann, wie von dir beschrieben. Stimme da vollkommen mit dir überein. "Herr der 1000 Augenringe", "MPU", "Ihr könnt heulen" und "Saufen" sind für mir die stärksten Dinger auf dem Tape.

Schöne Review! wink
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Globale Erwärmung mal anders...

www.myspace.com/rootrap

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