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Zum Ende der Seite springen Kidz In The Hall - The In Crowd
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Stimmung: chillin.... killin
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Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
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Kidz In The Hall - The In Crowd


Release Date:
13. Mai 2008

Label:
Duck Down Records / Major League Entertainment

Tracklist:
01. Black Out - (Feat. DJ GI Joe)
02. Paper Trail - (Feat. Phonte)
03. Drivin' Down The Block (Low End Theory) - (Feat. Masta Ace)
04. Lucifer's Joyride - (Feat. Travis McCoy)
05. Snob-Hop - (Feat. Camp Lo)
06. Mr. Alladatshit - (Feat. Donnis & Chip Tha Ripper)
07. Love Hangover - (feat. Estelle)
08. Let Your Hair Down - (Feat. Skyzoo & Lil Eddie)
09. Middle Of The Map Pt. 1 - (Feat. Fooch)
10. Middle Of The Map Pt. 2 - (Feat. Black Milk & Guilty Simpson)
11. The In Crowd - (Feat. Tim William)
12. The Pledge - (Feat. Sean Price & Buckshot)
13. Inner Me
14. Drivin' Down The Block (Remix) - (Feat. Pusha T, The Cool Kids & Bun B) (Bonus)

Review:
Mit einer Cover-Version des Souls Of Mischief-Klassikers als Single für ihr erstes Album "School Was My Hustle" begann für Double-O und Naledge, besser bekannt als Kidz In The Hall, der Weg in die etablierte HipHop-Szene. Damals als frischer Wind im Hause Rawkus unterwegs, erfolgte dann der Wechsel zu Duck Down Records. Die Aufmarksamkeit von Barack Obama konnten die beiden auch erringen, weswegen auf ihrem zweiten Album, "The In Crowd", erheblich mehr Erwartungen lasteten und auch die Promo im Voraus ganz anders ausfiel. Um diese Erwartungen zu erfüllen und den erreichten Status zu verdeutlichen, laden sich die Kidz ganze Heerscharen von Feature-Gästen ein. Gemeinsam wird auf "The In Crowd" dem souligen BoomBap gefröhnt.

Was denn die Kidz so besonderes an sich haben, das den Wirbel um dieses Album erklären würde, ergibt sich auch bei näherer Betrachtung nicht - war doch ihr Debüt-Album auch nicht mehr als eines unter vielen. Doch ganz ungeachtet des Überschusses an ebensolchem HipHop, der hier angekündigt wird, klinkt man sich ins Album. "Black Out" macht den Anfang. Die Zusammensetzung des Instrumentals erinnert irgendwie an einen Klassiker von einem gewissen Duo namens Eric B. & Rakim, doch was Double-O hier zusammengeschraubt hat, ist weit entfernt von gerade genannter Klassifizierung. Penetrante Trompeten vermiesen die Stimmung und offenbaren uns auch gleich das erste und gravierendere der zwei Hauptprobleme, die uns über das ganze Album hinweg begleiten werden: Double-O ist schlicht und einfach ein sehr mittelmäßig begabter Producer, denn abgesehen von der Idee, hier einen Old School-Vibe heraufzubeschwören, ist der Sound total kahl. Das zweite Problem lässt sich nun noch nicht in seinen vollen Ausmaßen erahnen, es sei hier jedoch trotzdem erwähnt: der Männlichkeitfaktor, den Naledge mit seinen Raps transportiert, bewegt sich in den Kreisen gewisser R&B-Schnulzer. Als hätte Naledge diese Bemerkung vernommen, nimmt er sie sich gleich zu Herzen und leitet "Paper Trail" mit (Fast-)Gesang ein. Der ganze Track an sich ist so butterweich und zuckersüß gehalten, dass ich mich wundern muss, beim Skippen keine klebrigen Finger zu bekommen. Denn hier rettet nicht mal Phon-Tigga-Lo the Show Stopper die Show. "Hier ist für jeden etwas dabei", ließ Naledge einmal vernehmen. Hoffentlich war das der missglückte Track an die weiblichen Hörer und hoffentlich ist diese Sparte nun abgehakt. Die erste Single des Albums jedenfalls ist wirklich deutlich anders. "Drivin' Down The Block". Featuring Masta Ace. Sehr schön, mit dem Masta gab es noch selten einen richtig schlechten Track. Nachdem ich mich einmal durch den Track gehört habe, muss ich verwundert nochmals auf mein Back-Cover schauen. Ja, da steht Masta Ace. Dann macht es klick - achso, die Kidz lassen sich die Frechheit nicht nehmen, ein Sample des Masters vom Slaughtahouse Album zu slowen, es auf diesem Geklimper eines Beats als Hook einzusetzen, und das ganze dann als Feature zu verkaufen. Das Gesamtpaket würde man eher nach Houston stecken, wobei es auch dort kein Glanzmoment für welchen Artist auch immer wäre. Schwach. "Lucifer's joyride" lässt dann auf einen gesellschaftkritischen Song hoffen, entpuppt sich jedoch als Fortsetzung von "Paper Trail". Schon hier beginnen die unbeschreiblich harmlosen Produktionen von Double-O nach einem Skip zu rufen; und da aus Naledge's Mund nichts als Trivialität zu kommen scheint, landet man schnell bei "Snob Hop", das mit Camp Lo starke Gäste dabei hat. Preisfrage: von wem wird Naledge hier die Show gestohlen? Ganz genau, mit Geechie Suede und Sonny Cheeba machen uns zwei MCs vor, wie man seine Raps cool aus der Hand schüttelt, ohne dabei die einschläfernde Wirkung von Naledge mit sich zu ziehen.
"Mr Alladatshit" kämpft sich in den oberen Bereich erträglicher Langeweile, den gänzlich überflüssigen Gastraps zum Trotz. Mit "Love Hangover" landet man wieder bei einem Feature: Estelle sorgt für den besten Moment des Songs, nämlich dessen Hook. Der Beat ist erträglich, jedoch entsprechend Double-O's Künsten nichts besonderes. Naledge's Raps unterscheiden sich hier inhaltlich nicht sonderlich von dem Beziehungs-Song, den man auf fast jedem Album heutzutage findet. Spontan schießt mir hier sogar der Vergleich zu Lupe Fiasco durch den Kopf, was Raps-Stil und Stimme betrifft. Doch wenn Lupe "The Cool" ist, dann bietet sich bei Naledge eher "The Boring" an. "Let Your Hair Down" wäre auf einem anderen Album als relaxte, Soul-beeinflusste Nummer durchgegangen. Doch da man sich schon wieder mit dem gleichen Sound konfrontiert sieht, mag keine Freude aufkommen - auch wenn die Umsetzung diesmal etwas besser ist, die Abwechslung ist tief im Kellerverließ eingesperrt. Ein weiterer namenhafter Gast, Skyzoo, zieht ereignislos vorbei und bringt uns dem Highlight der Platte näher. "Middle Of The Map" Teil eins ist laut Credits als einziger Track der Scheibe nicht von Double-O, sondern von Black Milk produziert worden. Und das hört man. Endlich mal ein wenig Abwechslung, endlich tanzen die Snares mal ein wenig kraftvoller und tauchen auch Naledge's Raps in ein ganz anderes Licht. Ein fließender Übergang führt uns zum zweiten Teil, wobei ich einen Besenstiel fressen würde, wenn Black Milk da nicht auch seine Finger im Spiel hatte. Das Mic jedenfalls ergreift er und reppt mit Stones Throw'er Guilty Simpson The D. Kaum sind die Gäste wieder weg, kehrt Double-O auch wieder zu seinen stinklangweiligen eigenen Produktionen zurück. Und genau dadurch verliert die Tragödie über eine junge Dame, die auf allen Hochzeiten tanzt und dann in die falsche Gesellschaft gerät, ihren Reiz. Wenn es alleine nicht geht, lädt man sich eben wieder Gäste ein. Und da dieses Release über Duck Down kommt, wurde es auch langsam Zeit, dass sich ein paar BCC'ler blicken lassen. Auf "The Pledge" ist es so weit, Donkey Sean und Buckshot sind zwar nicht in Bestform, für den Lyricist der Kidz In The Hall reicht es jedoch allemal. Double-O's Produktion kann wohl als seine beste auf dem Album (ausgegangen davon, dass "Middle Of The Map Pt. 2" nicht allein auf seinem Mist gewachsen ist) bezeichnet werden; und das, obwohl hier sicher kein Kracher vorliegt. "Inner Me" rettet sich recht gut über die Ziellinie und kann als einer der wenigen Songs auch mit seinem lyrischen Gehalt überzeugen. "And I swear, my inner me is my enemy" dient als grobe Zusammenfassung. Es verbleibt noch der Remix zu "Drivin' Down The Block", der in vorbildlicher Manier vorführt, wann ein Remix vollkommen überflüssig ist.

Resümieren wir also: das Album ist hauptsächlich so scheiße, weil Double-O ein schlechter Producer ist. Desweiteren ist Naledge nicht unbedingt ein schlechter Emcee, doch auf den einschläfernden Beats seines Partners dürfte es sogar gestandenen Größen schwer fallen, auf Albumlänge zu unterhalten - egal wie kräftig deren Stimmorgan sein mag. "Best new group in HipHop", diesen Titel soll "The In Crowd", laut Naledge, dem Duo bescheren. Hier sei eine kleine Pause eingelegt, damit jeder Leser die Gelegenheit bekommt, einmal verächtlich zu lachen. [...] Ein wirklich angebrachter Titel wäre: größter Fehlgriff Duck Down's nach dem Signing von KRS-One. Denn "The In Crowd" ist als Album eine Katastrophe. Das einzige, was hier die Show vor dem totalen Black Out bewahrt, sind einige der zahlreichen Gäste (beileibe nicht alle). Wenn die Kidz In The Hall weiterhin ihr Dasein als unbedeutende Gruppe führen und uns ab und zu mit solider Musik versorgen, geht das voll on Ordnung, aber die hochgestochenen Ansprüche sollen doch bitte schleunigst revidiert werden.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


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find deine reviews immer wieder gut! nur leider kenn ich meistens die künstler nicht :rolleyes:
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Schade, rein von den Featuregästen, sieht das Ganze nämlich garnicht so schlecht aus.
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Love Hangover ist mir komischerweise als einziger Song mit dem Titel im Gedächtnis geblieben. Mehr als 2,5 Kronen würde ich hier auch nicht geben, viel gab es hier nicht zu bestaunen. Gute Review.
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Ich würd auch 2 Kronen geben, wobei mir Drivin Down The Block, warum auch immer, gefällt.
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