Willkommen auf rap4fame.de. Klicken sie hier um sich kostenlos zu registrieren und nutzen Sie die Vorteile eines registrierten Users.
r4f-Sampler Vol 3

rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » Randam Luck - Conspiracy Of Silence » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau Thema abonnieren
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Randam Luck - Conspiracy Of Silence
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

User Information:
images/avatars/avatar-2061.jpg
Rang: R4F | Admin
Wertung:
Beiträge: 8.742
Guthaben: 54.850 Bucks
Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

- +
Level: 56 [?]
Erfahrungspunkte: 30.365.420
Nächster Level: 30.430.899

65.479 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:
Randam Luck - Conspiracy Of Silence


Release Date:
29. April 2008

Label:
Babygrande Records

Tracklist:
01. Conspiracy Of Silence Part I
02. Where Ya At?
03. 1,2 Hit 'Em
04. Raw - (Feat. Vinnie Paz)
05. Murda
06. Field Of Fire - (Feat. OuterSpace)
07. Verbal Holocaust - (Feat. Ill Bill)
08. Conspiracy Of Silence Part II
09. The Take Over
10. In The Streets
11. Move
12. Hood Scriptures - (Feat. Kool G Rap)
13. Prisoner
14. Lay You Down
15. Fight For Freedom - (Feat. Sabac Red)
16. Bloodlines

Review:
Die HipHop-Szene in San Diego wird bei einer Aufzählung von diesbezüglich bedeutsamen Regionen in den Staaten nicht gerade im ersten Atemzug genannt. Umso verwunderlicher, dass das, was hier vorliegt, kein relaxter Westcoast-Sound ist, sondern dass Randam Luck sich mit ihrem Sound eher der Ostküste zuordnen lassen. Bezeichnend dafür ist ihr Label, Babygrande Records, inklusive Features von Vinnie Paz und Ill Bill. Allem Anschein nach ist das, mit dem der Hörer hier konfrontiert wird, neues Futter für die Liebhaber der härteren Schiene - der Vergleich zur Army Of The Pharaohs liegt nicht fern. Randam Luck sind jedoch nur zu viert, lassen mit einem Albumtitel wie "Conspiracy Of Silence" allerdings wenig zu wünschen übrig.

Um nochmal kurz genauer auf die Aufstellung der Truppe einzugehen: Randola, Lucky, Stadi Majadi und J Buss. Die Sparte, in die Randam Luck ihr Album stecken, ist auf jeden Fall auch nicht falsch. Denn davon kann es nie genug geben. Das Problem ist, dass unlängst viele Gruppierungen bei dem nicht einfachen Versuch, sich seriös und erfolgreich durch diese, etwas härtere Schiene zu manövrieren, gescheitert sind. Geben wir also den Startschuss für einen weiteren Versuch. Das als Intro dienende "Conspiracy Of Silence Part I" fängt mit Streichern und Chor-Gesang im Hintergrund vielversprechend an. Die Hoffnung auf ein zynisch-kritisches Album mit krachenden Beats ist geweckt. Erstes Show & Prove am Mic folgt mit "Where Ya At?", das die verschiedenen Stimmen der Truppe darlegt. Rap-Phänomene sind es sicher nicht, die hier um die Wette spucken, als Team ergänzen sich die Stimmen jedoch sehr passabel. Nur was sich ebenso schnell eröffnet: der komplette Song besteht, wie leider heutzutage viel zu viel, aus zusammenhanglosen Punchlines. Ausgetüftelte Verschwörungstheorien und fantasievolle Ausflüge durch die Vorstellungskraft der Protagonisten - Fehlanzeige. Doch das scheint in heutigen Tagen sowieso etwas viel verlangt, und solange die Beats stimmen und Randam Luck wenigstens das, was sie tun, gut tun, tun sie auch keinen stören. Doch dann nehmen wir nochmal einen kurzen Blick auf die Tracklist und erahnen schon, was uns hier erwartet. Wo der erste Track als Representer durchging, beginnt nun der bis zum Ende des Albums anhaltende Trip, in dem uns Randam Luck in zweitklassigen Vergleichen und Metaphern beschreiben, wie der imaginäre Feind zu quälen, verletzen und töten ist. Eins, zwei, schlag sie. Doch "1, 2 Hit 'Em" darf dank seiner starken Streicher im Beat voll auslaufen - ein bisschen Mitgrölen im Refrain ist ja auch nicht verboten. Der sich manifestierende Eindruck, dass hier die Beats das Schiff schaukeln, verfestigt sich mit "Raw", das als einschlagendes Brett erstmal die lyrischen Mängel zum Schweigen bringt - sogar der hier auf ein neues zu Tage tretende geistige Verfall vom obersten Folterknecht Vinnie Paz lässt sich verschmerzen: "It ain't nothin' for me to bust a fuckin' shot at people / For me to run up on your spot and bust a glock at people / And my fam, they waitin' patiently to clap a round / My hands is strong enough to spin the earth and crack the ground / My crib like a gun stall, Vinnie keep the heaters / And fuckin' with me only gets you close to meeting Jesus". Nichtsdesotrotz und vor allem für einem Moslem hart an der Schmerzensgrenze.
Doch mit solchen Lines liegt Vinnie voll im normalen Bereich auf diesem Album. Astreines Qualitätsgefälle erwartet uns nun mit dem Einsetzen von "Murda", das sich im Chorus mit "It's fuckin' murda"'s und "Nigga, you ain't ready for us"'s lächerlich macht. Etwa ab diesem Punkt fangen die Beats an, etwas zu brachial zu Werke zu gehen. Im "Field Of Fire" lässt es sich dabei noch aushalten, und trotz der immergleichen aggressiven Stimmlage der vier Rapper, die bei "Verbal Holocaust" von einem souveränen Ill Bill überstrahlt werden, geht auch dieser, sich anschließende Song in Ordnung. Doch begeistern können diese Raps bei weitem nicht - die ihnen anhaftende Plumpheit beim Reimen werden die Jungs einfach nicht los. "I'm a nightmare walking, psychopath talking / Stone-cold and cold-hearted, big-ball marksman", so die Raps aus einem weiteren gesichtlosen Stück namens "The Take Over". Ein lyrischer Tiefpunkt wartet dann "In The Streets": denn was da so vor sich geht, wurde ja nicht schon unzählige Male genauestens analysiert und hat deshalb in diesem unbeholfenen Song mit Award-verdächtiger, dämlicher Hook ohne Frage eine Existenzberechtigung. Mal sehen ob das noch getoppt werden kann... "Move!, Move! Cause we gonna turn the level up / Move! Move! Because you can't fuckin' handle us" ertönt "Move" und scheint allem Anschein nach den festen Plan gefasst zu haben, mit noch mehr aufgesetztem Gebrüll noch weniger Substanz zu vermitteln. Die hier ins Mittelmaß absinkenden Beats wirken wie eine Bestätigung der Skip-Taste, die hier innerhalb kurzer Zeit zweimal vonnöten ist. Erst bei "Hood Scriptures" kann man, trotz des ausgelutscht beschissenen Titels, wieder verweilen. Bläser legen die Grundlage für die Raps von Kool G Rap, die mindestens eine Liga über Randam Luck spielen. Ein Sample von Method Man für die Hook rundet die Sache ab. Wenn in "Prisoner" endlich eine ruhige Nummer folgt, ist das, neben der Freude über Abwechslung, auch erheblich hörenswerter als gewissen andere Tracks der Platte. Dem vielversprechenden Titel "Lay You Down" zum Trotz findet man auch hier einen (zuerst) passablen Track, der dann jedoch mit der schwachsinnigsten aller Hooks negativ auftrumpft: "Y'all... y'all can't fuck with us / Cause we Randam Luck / And we gonna lay you down". Unüberbietbar. Genau deswegen ist "Fight For Freedom" auch ganz "normal" und fällt nicht besonders auf, beweist höchstens, dass man auch in einem solchen Sound-Gefilde sehr gut in einen unaufregenden Standard verfallen kann. Eine Versöhnung bietet "Bloodlines", das sehr solide gerät und wenigstens keinen vorzeitigen Abbruch des Albums erfordert.

Ein sehr anstrengendes Album. Da wo die Army Of The Pharaohs in etwa die gleichen Inhalte abhandeln, mag hier einfach keine Stimmung aufkommen. Das liegt einerseits an den Beats, die zwar meist solide sind, aber es nicht schaffen, eine ansprechende Atmosphäre aufzubauen, vielmehr jedoch liegt es an den vier MCs selbst, die einfach zu wenig Wiedererkennungswert besitzen, um ein komplettes Album hindurch Punchlines zu klopfen. Hier gibt es keinen Celph Titled, dem seine Persönlichkeit solche Dinge erlaubt. Inhaltlich bewegt man sich hier während des ganzen Albums in einem großen, leeren, weißen Raum, was als weiterer dicker Kritikpunkt angesehen werden darf. Am Stück ist das Album sowieso kaum hörbar: die atmosphärlose, sehr gezwungen wirkende Aggressivität verursacht beizeiten fast schon Bauchschmerzen. Letztendlich sorgen dann aber die Gäste und die Produktionen für eine akzeptable Anzahl an Lichtblicken.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
Commercial HipHop is like dermatology, they only study the surface of the common shell

Myspace

Momentaner Lieblingssong: Vast Aire - Cholesterol

Baumstruktur | Brettstruktur

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten letzter Beitrag
1. Randam Luck - Conspiracy Of Silence SnoopFrog Upcoming Releases 2 26.03.2008 11:17 Uhr
2. Lakey Da Kid - Conspiracy jaytodadee Media 1 17.01.2007 17:10 Uhr
3. Comspiracy Theorists - Conspiracy The... SnoopFrog Upcoming Releases 0 17.09.2013 19:15 Uhr
4. 2Pac - Conspiracy Mixtape Promo VIDEO... KMBeatz Beats & Producing 4 10.10.2008 15:43 Uhr
5. Five Deez - When The Silence Is Gone Square Media 1 03.05.2006 11:53 Uhr
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » Randam Luck - Conspiracy Of Silence


Abonnieren sie unseren Newsfeed Aktuelle Reviews per RSS Eigenen RSS Feed erstellen Bookmark and Share
© 2005 - 2011 rap4fame.de
MySpace | Twitter | Impressum | Archiv