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Zum Ende der Seite springen T.H.U.G. Angelz - Welcome To Red Hook Houses
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T.H.U.G. Angelz - Welcome To Red Hook Houses


Release Date:
08. Juli 2008

Label:
Babygrande

Tracklist:
01. Cab Ride (Opening)
02. Welcome To Red Hook Houses
03. Jail Saga
04. The Obituary (E.B.G.G.)
05. My Brother's Keeper
06. Gang Love
07. South Brooklyn (The Anthem)
08. Audiobiography Remix
09. Apt. 7G Blacksmiths
10. The Visit - (Feat. 7th Ambassador)
11. Under The Wing
12. Confessions Of A T.H.U.G. ANGEL (Closing)
13. 144,000

Review:
Eigentlich könnte man Hell Razah als eine Art Workaholic bezeichnen. Im April 2007 erschien sein Album "Renaissance Child", welches die Massen spaltete. Die einen bezeichneten es als die Reinkarnation des goldenen Hip Hops, die anderen bezeichneten ihn als overhyped. Als dann aber Ende letzten Jahres das Album "Razah's Ladder" zusammen mit dem Producerteam Blue Sky Black Death auf den Markt kam, waren die meisten Zweifel über das Talent dieses Künstler wie weggeblasen. Nun nimmt er sich Shabazz mit ins Boot, um den es schon eine Weile ruhig war und haut innerhalb von zwei Jahren das dritte Album mit dem Titel "Welcome to Red Hook Houses" raus. Was man hiervon erwarten kann? Sicherlich einige gute Tracks, was, wenn beide Akteure ihr bestes geben, nahezu vorprogrammiert ist. Zumindest reinhören, sollte man auf jeden Fall.

Auf in die Schlacht geht es mit "Cab Ride (Opening)", einem Track, der wirklich mehr als Intro dient. Man erfährt das die beiden momentan an einem Jetlag leiden, aus Amsterdam kommen und keine 40 $ von JFK Airport zu den Red Hook Houses aufbringen können. Und dann geht es mit den ersten Rapshows los. Dennoch ist dies hier nicht mehr als Vorgeplänkel, im Vergleich zudem, was den Hörer noch erwartet. Mit "Welcome To Red Hook Houses" geht es dann schon eine Ecke mächtiger nach vorne. Ein Piano sorgt im Instrumental von Jordan River Banks für die dunkle Atmosphäre und Shabazz gefällt auf anhieb. Was Hell Razah angeht, fehlt einem irgendwie noch die Intensität, im Großen und Ganzen geht das aber klar. Weiter im Takt mit "Jail Saga". Hier gibt es dann den erwarteten "Street Poetry Shit" auf die Ohren, was nicht nur an dem passenden Beat liegt, sondern auch an der recht emotionalen Rapshow von Shabazz, der diesen Track, bis auf die Hook, komplett allein gestaltet. Großes Ding. Zu einem meiner persönlichen Highlights kommen wir dann mit "The Obituary (E.B.G.G.)". Bronze Nazareth liefert ein Instrumental, welches man wirklich als "off the hook" oder auch als absolut krank gut bezeichnen kann. Es geht wohl um einen Verlust, den Beide erlitten haben, was von beiden Akteuren ausgeprochen gut vorgetragen wird. Zeilen wie "The night I wrote this on this paper hat my eyes teary / So we celebrate your life yearly" und das in der Hook immer wieder auftauchende "Losin' you, is more than I can stand...", lassen einen immer tiefer in die Welt der Beiden eintauchen. Ein ähnlich starkes Instrumental kommt von Bond mit "My Brother's Keeper". Hier gibt es dann wieder Straßengeschichte, die zwar nicht so sehr unter die Haut geht, deshalb aber nicht weniger gut ankommt. Auch wenn hier Shabazz alleine vom Einsatz her, mir persönlich einfach wieder besser gefällt. Kann aber auch an der ohnehin krassen Stimme dieses Typen liegen. Sehr sehr dunkel aber auch zugleich irgendwie langweilig wird es dann mit "Gang Love". Der Beat wirkt schwach und kaum vorhanden, was die eigentlich gute Rapshow beider Künstler ziemlich in die Tiefe zieht. Auch die Message ist keines Wegs unangebracht oder falsch, es ist viel mehr das Gesamtbild, das mich nach knapp der Hälfte des Track die Skiptaste bedienen lässt. Man bemerke: Es ist bisher das erste Mal. Richtig bösartig wird es dann mit "South Brooklyn (The Anthem)" und einem richtig brutalen RNS Beat. Mir persönlich wirkt diese Härte dann allerdings etwas zu aufgesetzt und unangebracht. Auf einer Snowgoons Platte wäre dieser Track sicherlich mehr als an der richtigen Stelle, aber dies hier ist eigentlich ein etwas "ruhigeres" Projekt. Das absolute Highlight meiner Seits kommt dann mit dem "Audiobiography Remix" von Blue Sky and Black Death, die auch schon für das Original auf "Razah's Ladder" zuständig waren. Das mit Abstand beste Instrumental des Albums gekoppelt mit den stärksten Rapshows von Hell Razah wie auch Shabazz. Spätestens hier sollte klar werden, welche Geschichten die Beiden erzählen können und wie viel Gänsehaut Rapmusik eigentlich auslösen kann. Ganz großes Kino. Etwas freundlicher wird es dann mit "Apt. 7G Blacksmiths", was dann irgendwie mehr in die Representingrichtung geht. Hier unterhält Hell Razah alleine, da es sich quasi um einen Solotrack handelt, was dem Ganzen aber auf keinen Fall etwas negatives verleiht. Mit dem Track "The Visit" sind wir dann bei den ersten und einzigen Featuregast 7th Ambassador angelangt. Das Ganze geschieht wiedermal auf einen arschcoolen Beat von Shroom. Absolut ein weiterer Höhepunkt dieser Platte und so langsam aber sicher fängt es an, einfach nur noch Spaß zu machen den genannten Protagonisten zu zuhören. Ein kleinen Einbruch erleidet die Scheibe dann mit "Under The Wing" was wiedermal weniger an der Emceeleistung, als am Instrumental liegt. Es ist einfach anstrengend auf den Inhalt zu achten, wenn der Beat schon nach circa 20 Sekunden anfängt zu nerven. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt dieser Kontrast dann noch viel krasser. Diese schlauchende Beatgeschichte fand Spell wohl mindestens genauso fürchterlich wie ich und setzt dem ganzen mit den Instrumental zu "Confessions Of A T.H.U.G. ANGEL (Closing)" ein Ende. Leider handelt es sich hierbei um keinen wirklichen Track mehr, sondern mehr um eine Art Outro, was durch anfängliches Gelaber und durch eine nur sehr kurze "Rapshow" von Shabazz, schnell klar wird. Sehr düster wird es dann nochmal mit dem letzten Track der Platte. "144,000" wird dann von einem dominanten Chor geprägt und zerlegt dann alles, was sich diesem Release in den Weg stellt. Ein wirklich brutaler Representer, wie immer mit göttlichem Bezug, rundet das Ganze zwar äußert gut, aber dennoch unangebracht ab. Man erwartet hier einfach nochmal dieses Straßending, Geschichten, Realtalk, real life stories, nennt es wie ihr es wollt. Das ist mir für den Abschluss wirklich eine Ecke zu übertrieben.

Alles in allem kann man hier auf jeden Fall von einem gelungenen Release sprechen. Beide Akteure zeigen zumindest bei einigen Tracks wozu sie fähig sind und auch die Beatwahl trifft einige Male genau meinen Geschmack. Die wenigen Ausfälle und die wenige Trackanzahl ist mit dem Argument, dass es sich hierbei nur um eine Art Appetizer handelt, zu entschuldigen und werden deshalb auch nicht weiter übel genommen. Dennoch muss klar sein, dass das "richtige Album" wesentlich mehr bieten muss und das Hell Razah, wie auch Shabazz und hoffentlich Ayatollah, von dem auf diesem Album leider nichts zu hören war, noch eine ganze Schippe draufpacken müssen um wirklich oben mitspielen zu können. Bis dahin ist aber noch ein wenig Zeit und dieses Zwischenrelease hilft auf jeden Fall die Wartezeit zu überbrücken.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (2 Bewertungen / 3.75 Ø)


Redakteur:
sneaks
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Erstens: wieso kennt kein Mensch mehr den Unterschied zwischen "das" und "dass" ?
Zweitens: mein definitives Highlight der Scheibe ist "Confessions Of a THUG Angel", das diesen perfekten Outro Charakter hat und auf den das von dir angeprangerte "Gelaber" auch recht gut passt
Drittens: du kennst wohl die bisherigen Tracks von Shabazz nicht, sonst würdest du nicht so auf diesen härteren Dingen rumreiten... diese MCs sind beide alles andere als reine Straßenpoeten, die auf relate Tracks im Großvaterstil ihre Stories erzählen

im Großen und Ganzen ist das allerdings schon richtig erfasst, trotzdem erwartet man auch bei deiner Review eher ne 3,5er Wertung, da nur ein richtiger Langweiler (Gang Love) am Start ist und "Under The Wing" eigentlich klargeht, für dich halt nicht
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Zu erstens: Mit dem das/dass Ding ist dann wohl bei der Korrektur was schief gelaufen.

Zu zweitens: "Confessions Of A T.H.U.G." ist in meinen Augen leider nicht mehr als ein typischer Outrotrack.

Zu drittens: Ich würde sogar so weit gehen und mich als Shabazz-Fan bezeichnen. Ich hab auch nichts gegen diesen härteren Sound, im Gegenteil. Doch in die gesamte Platte passen diese zwei Brecher eben gar nicht.

Zitat:
im Großen und Ganzen ist das allerdings schon richtig erfasst, trotzdem erwartet man auch bei deiner Review eher ne 3,5er Wertung, da nur ein richtiger Langweiler (Gang Love) am Start ist und "Under The Wing" eigentlich klargeht, für dich halt nicht


Natürlich geht das für mich nicht klar und für andere vielleicht schon. Das solltest du aber eigentlich wissen wink
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Hab das Album gestern im Zuge eines Hell Razah-Flashs wieder hervorgekramt und finde, dass man sich die Scheibe immer wieder mal anhören kann.
Finde die Bewertung definitiv zu niedrig angesetzt und würde 4 geben (3,5 sind sicherlich auch i.O.), einfach auch weil man sich das Ganze auch nach 4 Jahren und vielen Hördurchgängen immer noch gut anhören kann.

"Under The Wing" gehört alleine schon für die Zeile "In the hood we salute the cops with middle fingers" gefeiert. Der Beat ist wie ich finde auch keineswegs nervig!

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von leprechaun: 30.09.2012 16:37.

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"Wir waren besonders motiviert. Dieser Trainer Camacho, Caramba oder wie der heißt, hat vor dem Spiel im spanischen Fernsehen gesagt, Fußball in Deutschland ist nur bumm, bumm, bumm. Nächstes Mal soll er die Fresse halten".
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