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Zum Ende der Seite springen Ialone And The Bassment Soundsystem – Where We're From
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Ialone And The Bassment Soundsystem – Where We're From


Release Date:
01. August 2008

Label:
Rock Werk Records

Tracklist:
01. My Plan
02. Die Zeit ist reif
03. Poppin Cris
04. Poem
05. Where I'm From
06. What You Livin For
07. My State Of Mind
08. Mind Travellin
09. Listen
10. I Wonder
11. Check Me Out
12. Outro
13. Sound And Soul (Bonus Track) (Studio Recording)
14. I'm Just Sayin (Bonus Track) (Studio Recording)

Review:
Aus dem beschaulichen Zweibrücken, in Rheinland Pfalz, kommen Ialone And The Bassment Soundsystem. Eine sechsköpfige Band bestehend aus Ialone (MC), D'Andrew (Bass), Goroll (Guitar), M-Trak (DJ), Drummer Ron (Drums) und Last but not least T. Girad (Saxophon / Flöten). Wenn man sich nun diese Instrumentalisierung ansieht und sie in Verbindung mit Rap setzt, fallen einem nicht viele Namen ein, die eine solche aufweisen können. Ja und es ist tatsächlich so, dass diese Band sich dazu entschieden hat, ein Live-Album zu ihrer ersten, gemeinsamen Veröffentlichung zu machen. Ob das letztlich clever, oder gewagt war, werden wir hören. Jedoch befinden sich auch zwei Studioaufnahmen, auf der CD. Welche einem ja dann doch noch einen zusätzlichen Eindruck gewähren werden.

Wir starten dann direkt mal mit "My Plan". Ein lockerer Opener für diesen Release, der direkt zeigt, in welche Richtung das ganze wohl gehen wird. Die eingespielte Gitarre fordert einen, in Kombination mit dem Bass und den Drums schon direkt dazu auf, den Kopf auf und ab zu bewegen. Spätestens nach dem Einsetzen der Cuts und den darauf folgenden Raps, sollte auch dem letzten klar sein, das es hier tatsächlich um Rap in seiner reinsten Form geht. "Can you feel it? / I can / Let me turn around and ask M-Trak my main man / Can you feel it?/ He can" Ertönt in der Hook, wobei dies teilweise als Frage- und Antwortspiel zwischen DJ und MC stattfindet. Alles in allem, mehr als gelungen. "Die Zeit ist reif" startet erneut, sehr smooth und ich muss aufpassen, dass ich nicht anfange von Track zu Track durchzuviben und ich plötzlich schon die gesamte CD gehört habe. Eine abwechslungsreiche Instrumentalisierung, fern ab der, heut zu Tage sehr beliebten 4 Takt Loops, zeichnet auch diesen Song erneut aus. Wenn dann noch Lines wie "I'm here kickin' these lines like there ain't no tomorrow" nicht einfach nur gerappt, sondern letztlich auch umgesetzt werden, ergibt sich eine runde Sache. Bei "Poppin Cris" erwartet den Hörer dann auch zum ersten Mal die Querflöte von Herrn Girad. Einfach mal was anderes, das mehr als fresh daher kommt. Ialone stellt klar "I was told if you wanna make it, you gotta be heartless / our hear is in our music that’s how we keep it regardless" was nicht nur durch die lässige Bassline, sondern von allen Instrumenten, wunderbar vertont wird. Außerdem schon der dritte Track in Folge, der Cuts enthält, was mich sehr freut. Vor allem, da diese mit der angesprochenen Querflöte besonders gut harmonieren. "Poem" ist, wie der Name schon vermuten lässt, eigentlich ein Gedicht von Ialone, welches das Bassment Soundsystem mit ihm vertont hat. Teils sehr intime Raps, eine Snare die umgehend zum Mitnicken einlädt, das Saxophon und, ich kann es nicht oft genug schreiben, einfach die Gesamtheit der Instrumente kreieren eine großartige Atmosphäre durch ihren Sound. Kurz um "It ain't street / It ain't hood / It's non of the obove / This is love". Der Titel "Where I'm From" erklärt den textlichen Inhalt dieses Stücks größtenteils schon von selbst. Dabei geht es aber nicht darum, dass deren Homebase die härteste der Welt ist. Hier wird die Heimatstadt der Jungs auch mal aus anderen Blickwinkeln betrachtet. Musikalisch wiederum mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln untermalt, wobei das Saxophon hier besonders zu erwähnen wäre. Denn gerade dieses verleiht diesem Song eine hervorragende Note. Nach diesen etwas ruhigeren Klängen, geht es dann aber mit "What You Livin For" wieder ein gutes Stück nach vorn. Eine leicht rockige Nummer, die zeigt, dass diese Jungs einiges an Fassettenreichtum aufzuweisen haben. Gerade bei diesem Stück spricht mich das Schlagzeug sehr an. Nicht nur den Freunden des guten Cuts, sei "My State Of Mind" ans Herz gelegt. M-Trak cuttet hart in den Track ein, während er von Schlagzeug und Bass begleitet wird. Was folgt? Gitarre, Rap, das Saxophon und somit ein lässiger und eigener Sound. Wiederum besticht die Ehrlichkeit in den Raps von Ialone. "Some say it's only a dream / To me it's all I've got". "Mind Travellin" ist eines der besten Stücke auf dieser Veröffentlichung. Das einen Mann, wenn er an seine Ex-Freundin denkt, die verschiedensten Gefühle ereilen, dürfte wohl hinläufig bekannt sein. Wenn diese nun in einem Text umgesetzt werden, entsteht folglich ein Song mit eben genau diesen Stimmungen. Das Besondere an diesem Track ist es, dass hier die jeweiligen Stimmungen der Raps, auch musikalisch vollkommen umgesetzt und vermittelt werden. Der verwendete Mars Ill Cut ist auch hier perfekt platziert. Gänsehaut-Shit! "Listen" angelehnt an den eingebauten Cut "I hope that you listen" und politisch. Wieder einmal eine gelungene Vertonung durch jedes Instrument, welche ganz einfach zum sprachlichen Inhalt passt. "I Wonder" Eine teils sehr funkige Nummer. Wobei die Musik während der Hook auch eine wesentlich ruhigere Richtung einschlägt. Gerader dieser Abwechslungsreichtum ist es, der einem hier immer wieder einen ganz besonderen Hörgenuss verschafft. Die Fusion der einzelnen Elemente gelingt aufs Neue. Ialone's persönliche Vorstellung, dem Publikum gegenüber, ist Thema von "Chek Me Out". Sehr smoother Sound und Lines straight from the heart. Reime wie "Yeah, I've got a job ‚ 'cause without it I can't eat / I'm tryin' to change my life with every single beat" versüßen mir die erste Strophe, bis wir dann zum ersten Mal zum Chorus kommen. Jetzt wird es fast schon reggaelastig, was dem Song aber dennoch gut zu Gesichte steht. Der Ausruf "Chek me out now" gepaart mit Cuts, begleitet mich durch den Refrain, bevor es wieder zu dem anfänglichen Beat zurückgeht. Ialone verspricht "Not the livest MC / But you have my guarantee / I do this out of passion / Not to make it on TV" bevor, zum wiederholten Male die Hook einsetzt. Wie es sich für einen vernünftigen Live-Auftritt gehört, darf natürlich auch eine Vorstellung der einzelnen Künstler nicht fehlen. Dies geschieht im "Outro". Jeder der einzelnen Musiker wird vorgestellt und gibt einen Teil seines Könnens zum Besten. Und damit haben die Live-Aufnahmen auch ihr vorläufiges Ende gefunden. Kommen wir nun zu den zwei Studiosongs. Der erste der Beiden wurde mit "Sound And Soul" betitelt, was treffender wohl nicht hätte ausgewählt werden können. Hier hört man definitiv einen Sound, der direkt von der Seele kommt. "We don't sound like the rest and that's my main aim" Wo ich Ialone absolut recht geben muss. Hier wird einem wirklich Musik geboten, die es so in Deutschland meines Wissens kein zweites Mal gibt. Ein eigentlich so smoother Song, der mit Aussagen wie "No limitation to musical execution / Rap is my life and this is my contribution" bestückt ist, kann einfach keinen Rap-Fan kalt lassen. Unmöglich! "I'm Just Sayin" beschert uns dann den zweiten Studiosong der Band. Eine genial eingespielte Gitarre, eine sehr geile Bassline und die flowenden Punches des MC's peitschen meinen Schädel im Takt der Snare auf und ab. "A shame what you do for fame / Write songs lived by others and sign em in your name" und die Aussage "This game ain't shit but frontin' and posin' / Dick ridin', brown nosin' just to get a deal" während der Hook, sind an Wahreheitsgehalt wohl kaum zu überbieten. Ein großartiger Song und somit ein mehr als gelungener Abschluss.

Da ich nicht bei jedem einzelnen Track, auf jedes Instrument vollkommen eingehen konnte, möchte ich dies hier nochmals ganz klar verdeutlichen. Jedes Instrument konnte, in dem Track in dem es benutzt wurde, absolut überzeugen. Ich habe selten eine Musik gehört, bei der ich das Herz, der Künstler, hab so laut schlagen hören, als auf "Where We're From". Ialone And The Bassment Soundsystem stehen für Realrap to the fullest. Ehrliche und mehr als glaubwürdige Texte, in Symbiose mit jedem einzelnen Instrument, machen aus wirklich jedem Track ein Gesamtkunstwerk. Die Entscheidung ein Live-Album zu droppen, war eigentlich auch keine schlechte, denn so kommt der Vibe der einzelnen Tracks auch schön zur Geltung. Was bleibt? Hoffen auf ein Studioalbum der Jungs. Denn die beiden enthaltenen Studio-Tracks konnten mehr als auf voller Länge überzeugen. Wer von sich selbst behauptet Hip Hop, bzw. Rap zu mögen oder gar zu lieben, kommt an diesem Release nicht vorbei. Denn hier bekommt man keine einfallslose Fließbandware, sondern viel mehr, nämlich durchdachte Unikate.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
adolphcontrol
User Signatur:
Zitat:
Original von thediana
einfach nur börner das album...


they try keepin' it real but they should try keepin' it right


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