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Zum Ende der Seite springen Milton Wright - Spaced
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Milton Wright - Spaced


Release Date:
16. Januar 2009

Label:
Jazzman Records / Groove Attack

Tracklist:
01. She Can Have Anything She Wants
02. Dance Have Fun
03. Magic Music
04. All I Know Is That I Have You
05. Let's Take A Break
06. You Like To Dance
07. You Don't Even Know Me
08. Leave Me Alone
09. Be With Me
10. Job

Review:
Milton Wright ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Musikindustrie eine Musiker-Karriere zunichte machen kann. Anfangs schien seine Karriere ihren Lauf zu nehmen. So gilt zum Beispiel heute noch seine erste Single "Keep It Up" von seinem Debütalbum "Friends & Buddies" als Klassiker. Leider kam das Album bei der Masse nicht so gut an. Noch schlimmer wurde es mit seinem zweiten Album für TK Records, welches im Schatten des Discosunds, der gerade einen Boom hatte, und seiner Labelkollegen KC & The Sunshine Band, die genau diesen Sound repräsentierten, komplett unterging. Während seine Labelkollegen mit ihrer Disco-Musik Erfolg hatten, verstaubte "Spaced" in den Regalen. Doch das war noch nicht das Ende des Unglücks von Milton Wright. Bei einem Brand in einem Lagerhaus wurden nahezu alle unverkauften Exemplare von "Spaced" vernichtet. Und genau dieser Umstand macht das Album wiederum so interessant. So entwickelte sich das Werk zu einem Geheimtipp für Soul-Kenner, welches aber nur die wenigsten als Original zu Gesicht bekamen. Wer Glück hatte ein Exemplar bei eBay abzustauben, musste eine ordentliche Stange Geld dafür hinlegen. Gut, dass es Jazzman Records gibt, die in ihrer Reissue-Reihe "Holy Grail" versuchen Alben dieser Art dem Publikum wieder zugänglich zu machen.

Schnell merkt man, dass hier eine gute Wahl getroffen wurde, denn Milton Wright's zweites Album atmet den Soul der Siebziger von der ersten, bis zur letzten Sekunde. Ein herzzerreißender Lovesong macht den Anfang und überzeugt sowohl vom Instrumental, als auch von de Lyrics her. "She Can Have Anything She Wants" singt Wright ins Mikrofon, und erinnert uns daran, warum Soulmusik Soul genannt wird: Jedes einzelne Wort kommt aus der Seele dieses Mannes. Nach der ergreifenden Nummer, katapultiert uns Milton Wright auf die Tanzfläche. "Dance Have Fun" fordert er uns auf und sorgt schnell für gute Laune. Hierbei wird einem auch bewusst, warum dieses Album unterging: Der Sound unterscheidet sich stark von den Club-Tracks der Disco-Ära und klingt schon fast experimentell. "Magic Music" schlägt wieder den traditionellen Soulsound an, den man aus den Siebzigern kennt und schätzt. Spätestens bei "All I Know Is That I Have You" merkt man aber so richtig, was für ein Schatz uns da 30 Jahre lang vorenthalten wurde. Schöne langsame Drums, umrahmt von einer Flöte und der Hookline von Milton Wright, die den Hörer auch bei Minusgraden zum Schmelzen bringt. Mit "Let's Take A Break" folgt ein kurzer Song, der mit knapp unter zwei Minuten fast Interlude-Charakter hat und leider zu schnell wieder zu Ende ist. Wieder auf die Tanzfläche geht es anschließend mit "You Like To Dance". Wundervolle Bläser erklingen aus den Boxen während Milton Wright uns immer wieder zum Tanzen auffordert. Schwer vorstellbar, dass es zu dieser Zeit Partymuffel gab, die in der Disco mit dem Bier in der Hand in der Ecke saßen. Wahrscheinlich gab es diese Art von Discogängern in den Siebzigern gar nicht. Frauen wie von Wright in "You Don't Even Know Me" beschrieben gab es aber zu der Zeit offensichtlich schon: "You don't even know me. I don't even care / Cause the things, that you show me in your eyes, in your stare / […] In your eyes, you can't hide it. I can see just, what's inside em / You want from one, to make love to you. If you're ready, than I'll try it." Mit "Leave Me Alone" folgt wieder ein Lovesong, der tief unter die Haut geht. Man merkt, dass Milton Wright während der Aufnahmen des Albums, mit der Scheidung von seiner Frau, eine schwere Zeit durchgemacht hat. Durch "Be With Me" wird die Stimmung wieder aufgelockert, was auch am Instrumental liegt, welches schnell positive Gefühle weckt. Zum Schluss erzählt uns Milton Wright die Geschichte von "Job", oder Ijob beziehungsweise Hiob, wie der gute Mann in der Bibel größtenteils genannt wird. Auch wenn man eher wenig mit Religion anfangen kann, ist auch dieser Track, schon wegen des wunderschönen Instrumentals, absolut hörenswert.

Nach dem kommerziellen Flop von "Spaced" hat sich Milton Wright von der Musikindustrie abgewandt. So ist das zweite Album von ihm bis heute auch sein letztes gewesen. Ziemlich schade, wenn man bedenkt, was da noch an wunderschöner Musik hätte kommen können. Trotzdem ist die Freude groß, dass Jazzman Records diese Platte aus der Versenkung geholt hat und es jedem möglich macht sie sein Eigen zu nennen. Die Vinyl-Version ist eine exakte Kopie des Originals und ist mit einer Nummer versehen, sodass jede LP ein Unikat ist. Leider ist die LP-Version limitiert, was jedoch die Sammler wiederum erfreuen wird. Bleibt also nur zu sagen, dass dieses Album unverzichtbar für jeden Soul-Fan ist, der den Sound der Sechziger und Siebziger feiert.

Wertung: (4,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 4 Ø)


Redakteur:
Gleb
User Signatur:
Sampler Vol. 2 - Premium Skills<br><a <a href="http://www.rap4fame.de/thread35940.html"><img src="http://www.rap4fame.de/img/r4fsampler/cover/180.jpg" border="0" title="Sampler Vol. 2 - Premium Skills"></a>

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