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Zum Ende der Seite springen EF Movement präsentiert Extreme Phreax
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User Beitrag:
EF Movement präsentiert Extreme Phreax


Release Date:
25. April 2008

Label:
EF Movement

Tracklist:
01. Idref, Phreaky Flave & Raro - Intro
02. Idref - Kommt mit uns!
03. Phreaky Flave - P zum F
04. Raro - Paderbeezy
05. Idref, Phreaky Flave & Raro - Eindeutig
06. Idref & Phreaky Flave - Einfach der Shit
07. Idref & Raro - Interlude
08. Idref & Phreaky Flave - Bodenständig
09. Idref - Hört auf zu Rappen
10. Raro - Schau den Teufel in die Augen
11. Idref & Phreaky Flave - Rapgenies
12. Raro - Kein Ding (Feat. Barnz)
13. Idref & Raro - Es war alles ein Traum
14. Skit
15. Idref, Phreaky Flave & Raro - EF Movement 2
16. Idref & Phreaky Flave - I Saw In The Light
17. Idref & Raro - Traumfrauen
18. Idref & Phreaky Flave - Leben nach dem Tod
19. Idref & Phreaky Flave - Alles was zählt
20. Idref, Phreaky Flave & Raro - Hypnotisiert

Review:
Der Künstler Idref verriert mir etwas über ein Projekt, das bei mir neulich per Harry Potter Eule eingeflogen kam. Es handelt sich um das Extreme Phreax Mixtape. Genauer gesagt ist es das Produkt einer Crew, bestehend aus Idref, dessen Bruder Phreaky Flave und Raro. Alle drei leiten ebenfalls das Label EF Movement, das nach dem Untergang von Rec.on gegründet wurde. Idref erwähnte damals, dass es einen Abriss geben könnte, wenn sich diese drei verschiedenen Charaktere zusammen in einem Studio bewegen. Wir werden sehen, was das zweite Release des neuen Labels bringt.

Countdown-ähnlich und mit einem Keyboard eingespielt beginnt das "Intro" auf einen Syhntiebeat. Darauf zu finden sind alle drei Phreax. Phreaky erklärt, dass er das authentischste Label hochzieht und Idref versucht sich battlelastig: "Mich mit Dissen verbinden, ist wie neben einem Gasbehälter eine Kippe zu zünden." Raro hat hierbei den schwächsten Part und tendiert in Richtung "sinnlosen Raps". Anschließend folgt Idref alleine. Wieder ist es ein Synthesizer mit einer ziemlich einfachen Pianoeinlage, der wahrscheinlich ein Free-Beat ist. Inhaltlich fordert er auf: "Komm mit uns!" Ein Movement ohne Anhänger? Logisch, gibt es nicht! Allerdings wirkt der Ausruf ein wenig unspektakulär, weil man Argumente wie "Folg uns, wir werden das Beste geben!", schon des Öfteren gehört hat, was dazu führte, dass man dementsprechend auch genauso oft ordentlich enttäuscht wurde. Das erste Highlight bietet der "P zum F". Wieder muss der Beat kritisiert werden, weil er wohl mit dem Programm Ejay gebaut worden ist. Doch was Phreaky zu sagen hat, ist unterhaltsam: "Mich zu bezwingen ist ein utopisches Ding, vorher würde ein Armloser gegen einen Bowlingprofi gewinnen.", oder: "Ich bin rau wie Johannes, du bist nett wie Flanders." Die Hook wird von einer weiblichen Stimme abgerundet. Tja, man merkt schon, dass Phreaky der wohl (noch) erfahrenste Spucker aus dem Camp ist und nicht zu Unrecht ordentliche Bewertungen für sein letztes Album abgesahnt hat (u.a. vier Kronen beim Magazin Juice). Raro könnte ihn deswegen als Mentor ansehen. Auf "Paderbeezy" beschimpft er K.I.Z. als Schwuchteln, will irgendwann mal Lady Bitch Ray vögeln und hält sich dabei für das komplette Gegenteil von Bushido, weil dieser, im Gegensatz zu ihm, nicht real sei. "Eindeutig" stellt noch mal alle Rapper mit ihren Skills vor. Wieder wirkt Raros Part am dünnsten: "Deine Brasis fahren durch die Stadt und pumpen Sido / meine Brasis fahren durch die Stadt und pumpen Kilos." Auf dem mit Geigeneinlagen schnelleren "Interlude" lässt meine Kritik ihn endlich mal in Ruhe. Durch Flowvariationen zeigt er, dass er es doch irgendwie kann. Anscheinend braucht er diese druckvolleren Instrumentals! "Bodenständig" bekräftigt, dass die Jungs sich bei größerem Erfolg nicht verändern werden und keinesfalls abheben. Darauf folgend bringt Raro seinen ersten Thementrack mit "Schau den Teufel in die Augen". Eine gut gewählte Thematik, die ebenso markant umgesetzt worden ist: "Luzifer ist der Habicht, ich die Feldmaus." Es wird beschrieben, wie der Protagonist als junger Vater illegale Substanzen verticken muss, um seinem Kind etwas bieten zu können. Daraus resultierend herrscht in seinem Kopf eine Stimme, die ihn auffordert, schlechte Dinge zu machen, wie Menschen auf der Straße abzuziehen. Das Ganze ist auf einem irren Pianosample geschrieben worden, bei dem Pianist wohl seine Finger im Vorfeld ca. eine Stunde dehnen musste, um keine Verletzungen davonzutragen. Next one! Idref und sein Big Brother fühlen sich als "Rapgenies". Zwar ist der Begriff, wie es bei Rappern immer der Fall ist, etwas zu hochgegriffen, doch sieht man hier durchaus die Ansätze: "Ich gebe Gas wie ein KZ. […] Wir geben euch was für den Kopf wie Nu Era." Produktion von Kanye West, Scratches by Just Blaze. Die bekannten Credits finden sich auf Jay-Zs "A Dream" wieder. Zwar geht es nicht wirklich um B.I.G. wie auf der Originalversion, aber es dreht sich auch um eine Fiktion. Es geht alles schief, was schief gehen kann, doch "Es war alles ein Traum". Man sollte sich nicht hängen lassen, sondern an seinen Wünschen festhalten. Vielleicht werden sie dann wie bei Raro erfüllt: "Ich mache jeden Tag Party mit nackten Frauen wie Mata Hari." Sehr geiler Vergleich! Auf dem nächsten lustigen "Skit" ist der Plattenbau Artist Abroo, welcher beschreibt, dass die Clique aus Paderborn extremer als Harris und Immo ist, zu hören. Den Beat von "EF Movement 2" sollte man auch von dem französischen Superact Booba ("Numero 10") kennen. Allerdings hat es dieser besser vorgemacht, wie man auf diese Produktion zu spucken hat. Mein favorisierter Track ist "I Saw In The Light", der ehrlicher kaum sein könnte und von der so genannten Erleuchtung spricht. Jetzt wird es philosophisch! "Das geht an viele Menschen, die schon unter der Erde liegen." Man beschäftigt sich mit der Frage, was in dem "Leben nach dem Tod" passiert. Es werden Vorstellungen behandelt, über die wohl schon jeder von uns mal nachgedacht hat. "Wir hinterlassen die Menge "Hypnotisiert."." Das ist die letzte Station auf unserer Reise. Beginnend wird erst mal ein wenig auf polnisch geflucht und aufgefordert, nach Paderborn zu kommen. Weiter geht es darum, dass die drei Verbündeten live alles zerstören und niemand in dieser Disziplin mithalten kann.

Abschließend hat man wieder ein mehr oder wenig guten Eindruck von dem EF Movement. Es gibt zwar hier und da einiges an Lückenfüllern und B-Material, dennoch überzeugt die Mehrheit. Kritisch wird es allerdings wieder mal, wenn es um die Produktionen geht. Diese sind fast durchgehend gleichklingend und monoton. Immer dieses eingespielte Pianosample…, da hat wohl jemand ein Faible! Den roten Faden vermisst man inhaltlich durchgängig. da es sich hier auch nur um ein Mixtape handelt, kann man ihn so auch nicht erwarten. Deswegen wartet man immer noch gespannt auf richtige Alben der Jungs, auf denen man beweisen muss, ob man einen Longplayer mit Struktur basteln kann.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Asimero

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