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Flatlinerz - U.S.A.


Release Date:
08. November 1994

Label:
Def Jam Recordings

Tracklist:
01. Intro
02. Good Day To Die (Feat. Gravemen, Omen, Kool Tee & Mayhem)
03. Scary-Us
04. Flatline
05. Sonic Boom
06. Brooklyn/Queens (Skit)
07. 718
08. Run
09. Body N' A Blunt
10. Whydyadoit (Skit)
11. Takin' Em Underground
12. Graveyard Nightmare (Feat. Rocwilder)
13. One Armed Bandit (Skit)
14. Rivaz Of Red
15. Satanic Verses (Feat. Headless Horsemen)
16. War Zone
17. Beware... (Satanic Verses Skit)
18. Live Evil

Review:
Wir kennen ihn alle, den ostküstlichen Horrorcore-Sound der Mittneunziger, geprägt von den Gravediggaz. Der zweite Name, der in Verbindung mit diesem sehr kleinen Sub-Genre des HipHop genannt wird: Flatlinerz. Dieses Dreigespann veröffentlichte 1994 sein erstes und bisher einziges Album, "U.S.A.", über Def Jam Recordings. Ein Horrorcore-Album auf Def Jam - was heute nicht mehr vorstellbar ist, war damals vor allem deshalb naheliegend, da Redrum der Neffe von Russel Simmons ist. Neben Redrum hören die beiden verbleibenden Mitglieder auf die Namen Gravedigger und Tempest Da Undertaker, was irgendwie an die Gravediggaz-Kollegen erinnert, jedoch somit auch mehr als nur trefflich gewählt ist.

Die Produktion übernehmen größtenteils Rocwilder und Tempest, während man über die Label-Kollegen und Brüder im Geiste, die Headless Horsemen, auch ein paar Instrumentals von D.R. Period abgreifen kann. "Under Satan's Authority" ist das Apronym, das sich hinter dem Titel versteckt. Egal, wie sehr die Flatlinerz also hinter ihrem eigenen Produkt stehen, man darf in jedem Fall einen blutigen Trip erwarten, der die teuflischen Wegpunkte des Horrorcore abklappert. Bevor man hier überhaupt anfängt, lange Texte zu schreiben, sollte eines groß erwähnt werden (und es wird später sicherlich nochmals darauf hingewiesen): Die Flatlinerz sind keine Gravediggaz. Hier gibt es kein vor Charisma strotzendes Line-Up - Tempest, Redrum und Gravedigger heben sich durch keine nennenswerten Merkmale von anderen Emcees ihrer Zeit ab. Doch das hat im Jahr 1994 noch niemanden daran gehindert, ein gutes Album aufzunehmen. Möge das Schlachtfest also beginnen. Hauptsächlich finden die Flatlinerz Gefallen an dem physischen Anteil ihrer Thematik. Mystische Exkurse stellen die Minderheit dar. Seitens der Beats werden die wahren Horrorcore-Fans wohl eine kleine Enttäuschung erleben: Der Sound auf "U.S.A." ist sehr oft viel zu "gewöhnlich". Andererseits ist bei der kleinen Anzahl an Vertretern, die dieses Sub-Genre in jener Zeit ausgebildet hat, auch eine Mixtur aus herkömmlicher East-Kost und Horrorcore eine interessante und relativ einzigartige Angelegenheit. So hat "Good Day To Die" als eröffnendes Stück den Charakter eines typischen Posse-Tracks, da hier gleich mehrere Gäste geladen sind. Dazu gesellt sich eine eingängige Hook ("It's a good day to die, today's your day!"). Der Track, der am wenigsten mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, ist "718", in dem sowohl der Sound als auch der, New York in den Mittelpunkt rückende, Inhalt sehr standardmäßig verpackt werden. "Flatline" ist ebenfalls gemäßigt und erinnert mit dem Hintergrundgeschrei und der Hook stellenweise sogar an "Bichasniguz" von Onyx. "Scary-Us" eliminiert sich selbst durch seinen wenig geistreichen Refrain und stellt somit den einzigen eventuellen Skip-Track dar (denn bis auf den Chorus ist der Song sehr annehmbar). Über den ersten richtigen Höhepunkt stolpert man erst in "Sonic Boom", in dem eine Mitgröl-Hook der Extraklasse auf eine exzellente Produktion von Tempest und Rocwilder trifft. Etwa ab der Hälfte beginnen die Flatlinerz, ihrem Konzept ein wenig gerechter zu werden: "Takin' Em Underground" und "Graveyard Nightmare" spielen sich in dunkler Nacht ab und bringen einen gesunden Faktor Schrecken mit sich. "Live Evil", das ursprünglich als Track der Headless Horsemen existierte, ist untersetzt von brausenden Chören und bekommt von den Flatlinerz komplett neue Bars aufgesetzt. Aus klassischem, minimalistischem Ostküsten-Guss ist das mit verbalen Blutströmen ausgestattete "Rivaz Of Red", das dank der hier sehr guten Darbietung der Flatlinerz zu den besten Tracks des Albums zu zählen ist. Der Höhepunkt schlechthin ist jedoch immer noch die Single "Satanic Verses", die ebenfalls ursprünglich als Headless-Horsemen-Track gedacht war und schließlich als Kollabo der beiden Gruppen endete. Vor allem die Vorstellung von Stormlord und Flow (die Headless Horsemen) hebt den Track über die anderen und macht ihn zum düstersten Song der Platte.

Es sei nochmals erwähnt: die Flatlinerz sind keine Gravediggaz. Dank dem Vergleich, den sich dieses Album gefallen lassen muss, steht es letztendlich immer schlechter da, als es eigentlich ist. "U.S.A." ist kein Klassiker, wie "6 Feet Deep" einer ist. Doch das ändert nichts daran, dass man es hier mit einer sehr gelungenen Scheibe zu tun hat, die gerechtfertigtermaßen im Horrorcore anzusiedeln ist, jedoch nicht ausschließlich dieses Produkt verkauft. Aufgrund der starken Produktion muss man sich hier nie beschweren und kann sich stattdessen über eines der härtesten Releases freuen, das je Def Jam verlassen hat.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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Ein sehr gutes Album. Kommt nicht ganz an das Vorbild "6 Feet Deep" ran, Trotzdem sehr gute Golden Age Kost. 4 Krónen von mir.
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Mhh habe mir das letztens angehört sehr geil schade das die nicht neuen sachen machen..

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