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Zum Ende der Seite springen Jimi Tenor & Kabu Kabu - 4th Dimension
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User Beitrag:
Jimi Tenor & Kabu Kabu - 4th Dimension


Release Date:
23. Januar 2009

Label:
Sähko / Puu / Groove Attack

Tracklist:
01. Aligned Planets
02. Mystery Spot
03. Global Party
04. Triple Helix
05. Grind!
06. Mogadishu Ave.
07. Mega Roots
08. Me I Say Yes
09. Floating Orange
10. El Lahti!
11. Kolmikanta
12. Fast Legs
13. Higher Styx
14. Magical World

Review:
Jimi Tenor wird den meisten HipHop-Hörern kein Begriff sein, obwohl der Musiker aus Finnland seit über 20 Jahren Musik macht. In den Anfangstagen seiner Musik-Karriere experimentierte er noch mit Rockmusik. Später, in den Neunzigern, wandte er sich dann der elektronischen Musik zu und veröffentlichte sein Debütalbum "Sähkomies" über Warp Records. Darauf enthalten war auch der Track "Take Me Baby", der Mitte der Neunziger zu einem Club-Hit avancierte. Wie sein Name schon vermuten lässt, liegen die Wurzeln von Jimi Tenor jedoch in einem anderen Bereich. Das Tenorsaxophon ist das Instrument, welches er beherrscht und dessen Bezeichnung er für seinen Künstlernamen entlieh. So ist es naheliegend, dass er sich irgendwann dem Jazz zuwendete. Funk und Afrobeat kamen in den vergangen Jahren auch nicht zu kurz bei seinen Veröffentlichungen. Auch sein neues Album "4th Dimension", welches zusammen mit den afrikanischen Musikern Kabu Kabu entstand, wendet sich diesen Bereichen zu.

Jedoch bleibt es nicht nur bei Afrobeat. Allgemein sollte man Jimi Tenor eigentlich kein Genre zuweisen, denn was er macht, ist eine Mischung aus der vorhin erwähnten Musikrichtungen. Das wird auch in dem Intro "Alignet Planets" deutlich. Was da ertönt, ist ein Durcheinander von verschiedenen Instrumenten. Drums, Trompete, Bass, Posaune und zwischendurch erklingt sogar eine Flöte aus den Lautsprechern und sorgt bei den ersten Hördurchgängen eher für Verwirrung. Geleitet wird das Durcheinander von Tenor's Saxophon, der dem Track etwas an Struktur verleiht. Das anschließende "Mystery Spot" ist nicht ganz so schwere Kost und wäre locker dem Genre Funk zuzuordnen. Hier kommen auch erstmalig die Vocals von Kuba Kuba zum Einsatz, die der Sache einen afrikanischen Touch verleihen. Eine Kombination, die erstmal schwer vorzustellen ist, jedoch sehr gut funktioniert. Eine ordentliche Portion Funk kriegen wir auch bei "Global Party" auf die Ohren. Hier mit einer schon fast traditionellen Hookline. Neben dem Saxophon, zeigt uns Jimi Tenor seine Skills an der Flöte, die er mindestens genau so gut beherrscht, wie sein Tenorsaxophon. Die Bongos verleihen der Sache nochmals diesen ungewöhnlichen Touch afrikanischer Musik. "Triple Helix" ist wiederum eine Nummer, die erstmal schwer zu verdauen ist. Erneut bekommen wir eine Unzahl an Instrumenten zu hören. Zwischendurch erklingen fast BeBop-lastige Saxophon-Orgien von Tenor. Man ist schon fast angespannt, beim Hören dieses musikalischen Monsters. Eine kleine Pause für den Hörsinn bekommen wir mit "Grind!". Hier wird wieder auf schöne Vocals in der Hookline Gesetzt: "I want you now, you are so fine. Grind!". Bei "Mogadishu Ave." wird es erstmalig etwas rockig. Die Kombination der verschiedenen Instrumente erzeugt einen beeindruckenden Zustand, der schwer in Worte zu fassen ist. Hier noch mal untermalt durch die E-Gitarre. Irgendwie erinnert das Ganze etwas an Jamiroquai, jedoch in einer weitaus komplexeren Form. "Mega Roots" kann zwar nicht als komplex bezeichnet werden, ist aber eins der interessantesten Stücke auf dem Album. Jeder kennt diese Trommeln aus Filmen, in denen Ureinwohner von Afrika bei einem ihrer Rituale um ein Feuer tanzen. Das Ganze kombiniert mit einer völlig wirren Flöte und man steht mitten im Dschungel, wenn man es wagt, die Augen zu schließen. Kurz bevor man die Kontrolle über seine Sinne komplett verliert, wird man mit "Me I Say Yes" zurück auf den Boden der Tatsachen geholt, denn hier bekommen wir einen dieser Songs zu hören, die in die Richtung Funk gehen und mit einer schönen Hookline überzeugen können. Natürlich lässt uns Jimi Tenor nicht lange ausruhen, denn gleich im Anschluss werden wir mit "Floating Orange" wieder auf eine Reise genommen, die fast erschreckend ist. Die Atmosphäre, die da in den ersten zwei Minuten erzeugt wird, ist schwer in Worte zu fassen. Fast erdrückend, man könnte schon fast das Wort "gruselig" verwenden, wenn es auch in dem Zusammenhang von Musik dieser Art etwas hirnrissig klingt. Die folgenden zwei Tracks "El Lahti!" und "Kolmikanta" stellen dann funkige Songs mit einem Touch Jazz dar. Wieder äußerst interessant wird es anschließend mit "Fast Legs“. Diese Trommeln sind eigentlich nicht zu beschreiben, man muss sie hören. Zusätzlich kommt wieder die Flöte zum Einsatz und eine Orgel, die zusätzlich für eine gewöhnungsbedürftige Atmosphäre sorgt. "Higher Styx" ist da von der Atmosphäre her nicht so komplex. Eigentlich kann man sich bei dem Track entspannt zurücklehnen und die Musik auf sich wirken lassen. Auch die neunminütige, abschließende Nummer "Magical World" ist eher entspannend. Hier werden nochmals alle Geschütze aufgefahren, um bei dem Hörer einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen: Flöte, Vocals, Saxophon, Drums, Gitarre und sonst alles, was auf dem Album zu hören war.

Nach so einer Reise muss man erstmal durchatmen. Man ist durch einen Dschungel gelaufen, hat sich auf psychedelische Trips eingelassen, sich mit Funk und Jazz zurückgelehnt und hat ein paar Hooklines mitgesungen. Man hat also innerhalb von 14 Tracks verhältnismäßig viel durchgemacht. Keine einzige Sekunde der Langeweile ist aufgekommen, nur Erstaunen, Verwirrung, Schauer und Freude. Und daran sieht man, dass Jimi Tenor kein gewöhnlicher Musiker, sondern ein Künstler ist, der seines Gleichen sucht. Selten werden bei einem Album so viele Atmosphären erzeugt. Leider hat man keine Lust, sich direkt nach dem Hören noch mal auf diesen Trip einzulassen. Man braucht erstmal eine Pause und muss alles sacken lassen. Jimi Tenor ist also nichts für den gewöhnlichen Musikliebhaber, sondern für Leute, die auf experimentelle Musik stehen und keine Angst haben, sich auf was komplett Ungewöhnliches einzulassen.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Gleb
User Signatur:
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