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Zum Ende der Seite springen Wordsworth - Mirror Music
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Wordsworth - Mirror Music


Release Date:
24. August 2004

Label:
Halftooth Records

Tracklist:
01. Right Now
02. What We Gon' Do
03. 12 Months (Feat. Adanita Ross)
04. Trust
05. Be A Man
06. Not Fair (Feat. Punchline)
07. One Day
08. Gotta Pay
09. Shoulder
10. Head High (Feat. Kenn Starr & Oddissee)
11. Guardian Angel
12. Point Blank
13. Fast Lane
14. Don't Go (Feat. Adanita Ross)
15. EVOL (Feat. Justin Time & Masta Ace)
16. Run
17. Unity (Feat. Meleni)
18. Gonna Be
19. On Your Feet (Bonus)
20. That Way (Bonus)

Review:
Die Mehrheit der hiesigen Hörer kennt Wordsworth wohl erst seit den Touren, der er als Teil der Gruppe eMC mit Masta Ace, Punchline und Stricklin unternommen hat. Dass der Herr zusammen mit Punchline als Punch & Words schon weitaus länger im Game aktiv ist und 1998 auf den Alben von Black Star sowie A Tribe Called Quest vertreten war, wird nicht mehr jedem bewusst sein. Auch bei der Lyricist-Lounge-Serie war Words zu sehen. Nach einer EP mit Punchline schafft er es jedoch erst 2004, sein eigenes Soloalbum zu veröffentlichen. Umso erfreulicher, dass "Mirror Music" mit 18 plus zwei Bonus-Tracks und über das Indie Halftooth an den Start geht.

Selbst wenn man Words hier zum ersten Mal hören sollte, eine Eigenschaft dieser Person sticht sofort heraus: das unglaubliche Charisma, mit dem der MC aus Brooklyn sofort nach den Sympathien der Hörer angelt. Wordsworth verfügt über eine Stimme, die so wenig aufdringlich ist, dass seine Raps automatisch einen entspannten Grund-Vibe in sich tragen. Das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ein exzellenter Lyricist ist, der von humorvollen Punchlines bis zu frei und direkt herausgesprochenen Meinungen über die Dinge, die ihn beschäftigen, einiges zu erzählen hat. Vor allem in der Fähigkeit, alltägliche Themen gekonnt in seinen Songs abzuhandeln, gleicht er seinem Kollegen Masta Ace in gewisser Weise. Da liegt es auch nicht fern, dass ebenjener als Gast vorbeischaut. Features werden jedoch nicht exzessiv gestapelt, neben Ace finden sich nur noch Punch, Justin Time und die beiden Low Budget Vertreter Oddissee und Kenn Starr ein. Der Titel "Mirror Music" würde jedem Deutschlehrer das Herz aufgehen lassen, da hier weitreichende Möglichkeiten zur Interpretation offenstehen. Hört man sich durch's Album, so kommt man zu dem Schluss, dass Wordsworth mit einem Blick in den Spiegel auch den Hörer zu ein wenig Selbstreflexion aufrufen will. Der Großteil der Songs schlägt kein flottes Tempo an und unterstützt somit die sehr nachdenklichen Zeilen von Wordsworth. Ein Blick auf die Produzenten-Liste gibt leider keinen direkten Aufschluss, was hier an Sound geboten wird. Ayatollah, die Beatminerz oder auch Oddissee sind vertreten. Verallgemeinernd kann gesagt werden: Die Produktionen sind durch die Bank weg gut, stechen aber nie besonders hervor. Das liegt einerseits an ihrem zurückhaltenden, leicht Soul-geschwängerten Wesen, vor allem aber daran, dass Wordsworth in perfekter Symbiose mit seinen Instrumentals immer die primäre Aufmerksamkeit des Hörers auf sich zieht. Ein schönes Beispiel hierfür ist "Head High": Ein minimalistischer Beat (der von Kev Brown hätte stammen können) bekommt dezente, doch wohl überlegte Raps aufgesetzt. Auch eine ganze Reihe an melancholischen Tracks ruft Words auf den Plan. Da wären das großartige und selbsterklärende "Be A Man", ein Streicherteppich, zu dem Words seine "Shoulder" anbietet und außerdem "Guardian Angel", in dem Words über Zufälle, welche zwischen Leben und Tod entscheiden, sinniert. Natürlich läuft nicht das ganze Album diesem Schema hinterher. "Right Now" prescht als Opener smooth nach vorne, während der Hauptdarsteller seinen Rhymes freien Lauf lässt:

"In every class there's a clown, so when I ask the crowd
Are there rappers around, the wackest always has to get loud
With a pack or a pile of cats all night they hassle and hound
My crew so they can try to battle me now
So here's a comparison, to narrow it down
My delivery's by air and yours travels by ground
"

Auch "Don't Go" spielt mit seiner guten Laune, dem verwendeten Biggie-Sample und den Vocals von Adanita Ross in der oberen Liga. Der (schon etwas ältere) Bonus-Track "On Your Feet" ist ein Brett der Beatminerz und bringt auf eMC-Konzerten die Crowd mit Garantie zum Ausrasten. Und dann wäre da natürlich noch das Highlight der Scheibe, das unwahrscheinlich stimmige "EVOL", dessen Thematik sich beim Rückwärtslesen des Titels eröffnet und in dem Justin Time und Ace ihre Beziehung zum Rap-Geschäft darlegen.

Selten hat ein Cover den Inhalt eines Albums so gut widergespiegelt wie in diesem Fall. Schlicht und weder aggressiv noch pompös zeigt sich Wordsworth auf seinem Erstlingswerk. Trotz einer relativ großen Zahl an Produzenten gelingt ein einheitlicher Sound, der dem Album seine nötige Atmosphäre verschafft. Auf den ersten Blick unterscheidet "Mirror Music" nicht viel von den ganzen anderen BoomBap-Releases, mit denen der Markt übersättigt wird. Doch schlussendlich sind es die angesprochene Atmosphäre, die konstant gute Wahl der Beats und die Person Wordsworth selbst, die diesen Longplayer so hörenswert machen. 20 Anspielstationen, von denen nur ein oder zwei die hohe Niveau-Latte reißen. Und um einen abschließenden Vergleich zu ziehen: Wer Masta Ace' parallel erschienenes "A Long Hot Summer" schätzt, der sollte auch hier zugreifen.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 4 Ø)


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Gute Scheibe, wobei er mit teilsweise etwas zu wenig penetrant spuckt.
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Denke Review fasst die Atmosphäre des Albums sehr gut zusammen. Würde 4 wegen der Lyrics geben, Beats sind größtenteils relativ unspektakulär aber auch nicht schlecht. Mich nervt meist nur, dass Wordsworth so gut wie alle Hooks selbst vortragen muss. Ein, zwei richtige Sänger hätten dem Album sicherlich gut getan.

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