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Onyx - Bacdafucup


Release Date:
30. März 1993

Label:
JMJ Records (Rush Associated Labels)

Tracklist:
01. Bacdafucup
02. Bichasniguz
03. Throw Ya Gunz
04. Here 'N' Now
05. Bust Dat Ass
06. Atak Of Da Bal-Hedz
07. Da Mad Face Invasion
08. Blac Vagina Finda
09. Da Bounca Nigga
10. Nigga Bridges
11. Onyx Is Here
12. Slam
13. Stik 'N' Muve
14. Bichasbootleguz
15. Shifftee
16. Phat ('N' All Dat)
17. Da Nex Niguz
18. Getdafucout

Review:
1993, ein geschichtsträchtiges Jahr für HipHop - sowohl im Osten als auch im Westen. Eines der erheblichsten Ereignisse ist des Debütalbum dieser Gruppe - Onyx. Gegründet wurde das Quartet zwar schon früher (1988 in einem Barbershop), doch es ist erst der Deal, den ihnen Mentor und Entdecker Jam Master Jay verschafft, der zu diesem Album führt. Die Cousins Sticky Fingaz und Fredro Starr bilden zusammen mit Big DS und Sonee Seeza (zu dieser Zeit noch als Suavé aufgeführt) diese Formation und "Bacdafucup" nennt sich das Album, das komplett ohne Gäste auskommt.

Als Klassiker und richtungsweisend wird das Album bezeichnet - und damit haben nicht im geringsten die Produktionen, die hauptsächlich von Chyskillz und Jam Master Jay selbst beigesteuert werden, etwas zu tun. Denn die sind größtenteils höchst typisch für ihre Zeit und beileibe nichts besonderes. Nein, was Onyx zu einem einzigartigen Phänomen macht, sind die Vorträge dieser Emcees: Es wird geschrieen, gegrölt und gebrüllt, natürlich eingedeckt mit einer gesunden Anzahl an Flüchen. Irgendwo muss man zugeben, dass dieses Konzept nicht sehr originell ist und zudem eigentlich auch kein Album ausfüllen kann - schon gar kein gutes Album. Weit gefehlt! Onyx können. Die Glatzköpfe (Bal-Hedz) werfen sich in ihre schwarzen Lumpen, schlüpfen in ihre Timberlands und ziehen böse Grimassen - fertig ist die "Mad Face Invasion". Darüber hinaus haben sie auch auf lyrischer Ebene einiges zu bieten: Arrogant und in bester Proll-Manier wird die ganze Welt angerotzt. Diese wird Zeuge des Wahnsinns, der sich aus den Mündern der vier Emcees Bahn bricht. Den ungezügelten Aggressionen fällt auch die englische Sprache zum Opfer, die in fast allen Titeln nur noch bruchstückhaft verbleibt. Wer hier nicht mitgerissen wird, der wird abgerissen. Vor allem Sticky Fingaz nutzt seine Raps als Streitkolben, mit dem auf die Hörerschaft eingedroschen wird. Wer die Hasstirade "Bichasniguz" gehört hat, der weiß, wieso die simplen Beats hier so gut passen - alles andere würde viel zu sehr vom Wesentlichen ablenken. Und das sind nunmal die sich prächtig aufführenden Fratzenschneider. Allen Tracks voran galoppiert natürlich der Welthit "Slam" auf einer Welle entfesselter Energie, dicht gefolgt von der nächsten Hymne, "Throw Ya Gunz". Beide Tracks stechen mit den einprägsamsten Hooks der Platte hervor, wobei Sticky natürlich auch hier seine lyrische Raserei in keinster Weise zügelt:

"And unless you got 10 sticky fingers
It's straight imitation
A figment, of your imagination
But but but but wait it gets worse!
I'm not watered down, so I'm dyin' of thirst
"

Oft reichen die Tracks nicht aus, um den emotionalen Eruptionen als Plattform zu dienen. Deswegen finden sich auch einige Interludes ("Bust Dat Ass", "Da Mad Face Invasion", "Bichasbootleguz" oder auch das "Bacdafucup"-Intro), in denen dem Hörer rohe Wortfetzen entgegengepfeffert werden. "Ayo, what about tha hoes??". Das fragen sich auch Onyx und widmen dem weiblichen Geschlecht zwei Tracks, die sich nicht gerade durch politische Korrektheit oder Toleranz hervortun: In "Da Nex Niguz", einer Abrechnung mit allen untreuen "Bitches", werden unterhaltsame Geschichten ausgetauscht, während "Blac Vagina Finda" selbsterklärend ist. Irgendwo, vor allem bei Kenntnis des zwei Jahre später erscheinenden nächsten Albums, ist dieses Album jedoch über seine ganze Spieldauer hinweg mit einer nahezu heiteren Atmosphäre belegt. Das liegt daran, dass in Tracks wie "Nigga Bridges" Trompete und Saxophon zum Einsatz kommen, ebenso wie an der Tatsache, dass man den Lines nie ohne Lächeln lauschen kann - wahrscheinlich war auch genau das die Absicht von Onyx. Unter diesem Licht erscheint auch das Outro mehr als nur passend, das in seiner inhaltslosen einen Minute fordert: "Getdafucout"!

Hätte vor diesem Album jemand gedacht, dass man sich seinen Weg in den Rap-Olymp erschreien kann? Doch selbst wenn Onyx diese Leistung nicht gelungen wäre, so wären die vier Irren wahrscheinlich zu den Ehrwürdigen hinaufgeklettert und hätten die Tore zu dem ihnen zustehenden Platz eingerissen. Mit den Mitgröl-Hymnen, die Onyx der HipHop-Welt bescherten, schuf sich dieses Quartett seine ganz eigene Nische im Hardcore-Rap. Ein wirklicher Klassiker ist "Bacdafucup" allerdings nicht, dafür fehlt dem Album ein Konzept, die Ausgereiftheit des zweiten Albums oder ein sonstiges i-Tüpfelchen. Doch wer will sich beschweren? Einzigartig ist der Longplayer trotzdem und wer ein bisschen Dampf ablassen will oder einfach nur die gute Laune ausschöpfen will, die dieses Album macht, der sollte "Bacdafucup" mal wieder in den Player werfen.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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Totaler Gimmick den man in der Pubertät hören kann oder wie du gesagt hast um vielleicht Dampf abzulassen. Es war mir eine grosse Genugtung als Sticky bei MTV damals von dem Punker ordentlich eins auf die Fresse bekommen hat.
Meiner Meinung nach Musik für Kranke bzw. kranke Musik.

"Slam" ist trotzdem eine Partyhymne.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von stiefel: 04.02.2009 18:47.

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