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Zum Ende der Seite springen Junclassic - Overqualified
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Stimmung: chillin.... killin
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Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
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Junclassic - Overqualified


Release Date:
21. Oktober 2008

Label:
Classified Recordings LLC

Tracklist:
01. Squeaky Clean
02. Tiger Music
03. God Is Listening
04. I Wasn't Ready
05. Pretty Toni
06. Bee Collector (Feat. L8sho)
07. Bosslady (Feat. El Juba / Julie B.)
08. Duck Sauce (SQZR)
09. "E" From Brooklyn
10. Kirk Franklin
11. Myspace Sensitivity
12. The Heineken (Feat. L8sho)
13. Uptown Piff
14. Mott's Interlude
15. Snares (Supr Rmx)
16. The Promo

Review:
Auch wenn Junclassic nicht gerade der Mittelpunkt der Rap-Welt ist, so hat der Rapper aus Queens doch im letzten Jahr doch ordentlich daran gearbeitet, seinen Namen in die Münder der gepflegten Underground-Hörerschaft zu bringen. Als Teil der jüngsten Generation der Monsta Island Czars sind die guten Grundvoraussetzungen bereits gegeben, dazu kommt noch das Label Classified Recordings, das als eines der Auffangbecken für die zerbrochenen Czars fungiert. Da ist es mehr als schade, dass Junclassic, der auch unter dem Monster-Alias Gabarah bekannt ist, mit seinem ersten Album "2 Much Ain't Enuff" durch die Bank weg schlechte Kritiken einfuhr. Inzwischen ist jedoch ein Jahr vergangen und mit dem zweiten Album, "Overqualified", soll sich dieser Umstand ändern.

Die Beats waren das große Manko des letzten Album. Mit seinem Fantom X6 Keyboard stellte Junclassic die Produktion komplett selbst zusammen, was Respekt verdient, jedoch leider in die Hose ging. Doch der Herr hat aus seinem Fehler gelernt: Für "Overqualified" tut er sich mit L8sho zusammen, der sich für die Produktion des gesamten Albums verantwortlich zeigt. Zudem sind hier auch am Mic Gäste zu hören. Um zur Essenz des Albums vorzudringen, muss Jun's Rapstil analysiert werden. Denn der ist, ganz gleich ob man ihn mag oder nicht, recht eigen. Äußerst langsam ziehen sich seine Rhymes wie ein Fluss durch das Gestein des Instrumentals. Dazu kommt eine tiefe Stimme und das eigentlich ungewöhnliche Element, der eigentümliche Flow, der oft unsauber wirkt, Junclassic jedoch die nötige Portion Charisma verleiht. Das bedeutet in Bezug auf die Produktionen, dass Junclassic beileibe nicht auf jeder Sorte Beats glänzen kann. Hier kommt L8sho ins Spiel. Sein Beitrag zum Album entpuppt sich schon zu Beginn als äußerst fruchtbar. Beschreiben lässt sich das sehr gut am zweiten Track, "Tiger Music": Ein hypnotisierend-heruntergeschraubter Beat, ab und an eingestreute Streicher und entfernte Vocals geben einen für das Album sehr repräsentativen Track ab, der vor allem dank der Raps von Junclassic ("My body ain't a templte, it's a mountain") wie in Slow Motion daher kommt. Trotzdem - und genau deshalb - wirkt der Song eine anziehende Kraft aus, die ihn auch nach zigfacher Wiederholung hörenswert bleiben lässt. Nicht weniger gilt für den Opener "Squeaky Clean" oder das sehr auf Bass und Hintergrundgesänge reduzierte "God Is Listening". L8sho's Downtempo-Schiene wird auf dem kompletten Album durchgezogen, was fast immer zu Jun passt und dem Album eine ordentliche Atmosphäre beschert, die durch vielerlei Spielereien und Effekte nie ausgelutscht klingt. Erreicht wird das oft durch umgedrehte und gechoppte Samples oder aber gemächliche Piano-Klänge. Zweiteres dominiert im skurril-lustigen "The Heineken", in "Uptown Piff" sowie im entspannenden "Mott's Interlude". Zweimal greift L8sho selbst zum Mic und neben dem Track mit dem Bier-Titel kann man seine solide Leistung auch in "Bee Collector", das voll im Fahrtwasser des Albums liegt, hören. Richtig harmonische Voice-Samples werden dem Hörer in "Pretty Toni" vorgesetzt, "Bosslady" hingegen wirkt als Gesamtheit leicht unvollkommen. "The Promo" kommt am ehesten dem Monsta-Sound nahe; interessantes Story-Telling gibt es in ""E" From Brooklyn", das im Aufbau Parallelen zu einer Kurzgeschichte aufweist und in dem Junclassic die Begegnung mit einem gewissen "E" beschreibt, der von seiner Frau betrogen wurde. Über das kurze und rauhe "Kirk Franklin" hinweg gelangt man zu einem weiteren thematischen Exoten, "Myspace Sensitivity", das die Wirren des Online-Spielplatzes zwar in höchst amüsanter Weise einrahmt, dank einer schräg gesungenen Hook allerdings auf Dauer eher nervig wird. Noch minimalst erwähnenswert wäre "I Wasn't Ready", das ein Optimalergebnis der Zusammenarbeit zwischen L8sho und Junclassic offenbart - dieses Brett ist wunderbar eigenwillig und sollte für viele Fans das Highlight der Platte darstellen.

Vergleichen wir also dieses mit dem letzten Album: Beim Beat-Problem hat man erheblich gearbeitet, eine hochsignifikante Steigerung wurde erreicht. Bei den Raps kann auch eine positive Weiterentwicklung verzeichnet werden. Das Cover ist leider immer noch nicht sehr ansprechend, doch das stört nur sekundär. Den Czars-Sound wird man auch hier nicht finden, erwartet hat das allerdings niemand. Alles in allem ist "Overqualified", trotz seiner Macken und obwohl es kein überragendes Album ist (auf Albumlänge ist L8sho's Sound eben doch etwas anstrengend), ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Wenn sich Junclassic in dieser Weise steigert, darf man sich auf das nächste Album freuen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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