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Darc Mind - Symptomatic Of A Greater Ill


Release Date:
29. August 2006

Label:
Anticon / Mindbenda Recordings

Tracklist:
01. Visions Of A Blur
02. U Da One
03. Seize The Phenom
04. Knight Of The Roundtable
05. I'm Ill
06. Covert Op
07. Give Me Time
08. BMOC
09. Fever Pitch
10. Rhyme Zone
11. Outside Looking In

Review:
Die Geschichte ist weitbekannt, hat sich oft wiederholt und überrascht auch niemanden mehr: Ein vielversprechendes Album wird aufgenommen, aufgrund von Label-Problemen kommt es dann jedoch nicht zur Veröffentlichung. Der Name, der diesmal ins vorskizzierte Raster eingefügt werden muss, erwächst aus der Legion Of D.U.M.E., die nach dem Wegfall einiger Member zum zwei Mann starken Duo Darc Mind wird. Da ein Ex-Mitglied als A&R bei Loud Records tätig ist, liegt der Deal nicht fern. Zwischen Ende '95 und '97 wird ein Album aufgenommen. Dann jedoch geht Loud Pleite und das Album wird auf die lange Bank geschoben. MC Kev Roc und Producer GM Web G, der später unter dem Namen X-Ray (u.a. als Mastermind der Monster Island Czars) auftritt, stehen ohne Release da. Eine knappe Dekade später wird das Album dann endlich über Anticon veröffentlicht.

Abgesehen davon, dass es nur richtig ist, ein solches Album auch im Jahr 2006 noch zu veröffentlichten, ist "Symptomatic Of A Greater Ill" für Hörer interessant, die entweder den Beatschmied X-Ray von den Czars kennen und lieben oder schlichtweg für alle Ostküsten-Fans, die beim Namen Loud Records hellhörig werden. Betrachtet man die äußeren Werte, so wird man feststellen, dass das Album leider nur elf Tracks bietet. Diese bedürfen dafür jedoch keiner Feature-Gäste, während seitens der Produktion X-Ray zweimal die Regler aus der Hand gibt (einmal sogar an Nick Wiz). Besieht man sich die Tracklist etwas näher, könnte man beklagen, dass man es hier fast schon mit einer Mogelpackung zu tun hat: Vier Tracks sind bereits bekannt. Auf der anderen Seite ist nicht davon auszugehen, dass der durchschnittliche Hörer diese Songs auch kennt, weswegen der Vorwurf schnell wieder zurückgezogen werden darf. Anfangen kann man allerbestens mit dem Opener - "Visions Of A Blur". Schon bekannt vom "Soul In The Hole" Soundtrack, eignet sich dieser Track hervorragend, um die Struktur dieses Duos zu analysieren: Seitens der Beats zeigt X-Ray einen sehr drum-lastigen Produktionsstil, der mit minimalen Effekten aufpoliert und effektiv in Szene gesetzt wird. So besteht "Visions Of A Blur" nur aus Drum- und (einer hinreißenden) Bassline und mausert sich trotzdem zum besten Track dieses Albums - zu einem heimlichen Klassiker, der auch nach 20 Replays seine Magie nicht verliert. Das andere Phänomen dieses Albums ist Kev Roc: Selten findet sich im Geschäft eine ähnlich einzigartige Stimme bzw. ein ähnlich einzigartiger Stil. Kev brummt und blubbert im Bass vor sich hin, bedient sich dabei einer Mischung aus Rap und Singsang, die seinem sehr monotonen Flow und den nicht vorhandenen Sprüngen oder Variationen in der Tonlage etwas hypnotisierendes verleiht. Zu allem Überfluss ist Kev Roc auch ein exzellenter Lyricist, bei dem das Zuhören Spaß macht:

"But true is able wicked ones that labeled and punished the man
Salvation begs for him who have the wisdom yet understand
It's a battle for souls, hit while you can
Niggaz appendages of evil as if fingers on Shaitan hand
"

Es steht außer Frage, dass man mit diesen Fähigkeiten am Mic keine Gesellschaft in Form von Gästen braucht. Der nächste bekannte Track folgt sogleich: Für "U Da One" - ebenso wie für "Covert Op" - gilt: Die Monster Mixes lassen grüßen. In "I'm Ill" wirft X-Ray zu seinen Drums ein Nas- sowie ein Isaac Hayes-Sample in seinen Kochtopf, was wieder in großem Kino endet. Auch wenn der Sound des Albums grob unter dem Schirm der Neunziger steht, ist er nicht vergleichbar mit den typischen Releases - X-Ray klang schon damals sehr eigen und konnte immer einen futuristischen Anteil in seine Beats packen. Es entsteht ein zeitlos rohes Denkmal der Ostküste. Immer wieder ist es Kev Roc, der mit seiner Stimme das gewisse Etwas aus einem Song herausholt und Tracks wie "BMOC" (mit großartigem Chuck D-Sample) zu einem Vergnügen macht. "Knight Of The Roundtable" sticht hevor, da Kev Roc hier ein (für ihn sehr ungewöhnliches) äußerst flottes Tempo an den Tag legt, während im kurzen "Rhyme Zone" wieder der Minimalismus in Form von Bass und Drum regiert. Abgeschlossen wird das Album durch das bereits 1996 erschienene "Outside Looking In", für das sich Nick Wiz verantwortlich zeigt, das auch mit dessen Signatur versehen ist und das jedoch trotzdem perfekt an diese Stelle im Album passt.

Nach 43 Minuten schließt das Album auch schon wieder seine Tore. Doch was es in dieser Zeit zu hören gab, zeugt von höchster Qualität und hebt sowohl die Producer-Künste von X-Ray als auch (und vor allem) die Einmaligkeit Kev Roc's hervor. "Symptomatic Of A Greater Ill" hätte 1997 das Potential gehabt, ein vielbeachtetes Album zu werden, das sich neben seinen Loud-Kollegen nicht hätte verstecken zu brauchen. Im Jahr 2006 gibts es leider viel zu wenige Heads, die solchen Rap zu schätzen wissen, was natürlich nichts an der Qualität des Longplayers ändert und ihn für jeden Hörer von gepflegt gutem HipHop zu einer Anschaffung macht, die nicht bereut werden wird.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


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Finde die Beats von X-Ray leider nicht so toll. Der Track auf der Nick Wiz Kompilation brennt aber richtig, sprich der Emcee ist erlesen.
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