Willkommen auf rap4fame.de. Klicken sie hier um sich kostenlos zu registrieren und nutzen Sie die Vorteile eines registrierten Users.
r4f-Sampler Vol 3

rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » PPP - Abundance » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau Thema abonnieren
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen PPP - Abundance
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

User Information:
images/avatars/avatar-2487.jpg
Rang: Chuck Norris
Wertung:
Beiträge: 6.959
Guthaben: 11.988 Bucks
Stimmung: 147 %
R4F - Battle Champ 2010

Herkunft: Rheinland-Pfalz
Fav. Artist: Kamp, Evidence, Tufu, Hiob, J. Robinson, Morlockk
Fav. Producer: Dilla, Mr. Green, Nicolay, Exile
Lieblingsfilm: 21 Gramm, Sin City, Casino

- +
Level: 57 [?]
Erfahrungspunkte: 30.548.143
Nächster Level: 35.467.816

4.919.673 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:
PPP - Abundance


Release Date:
30. Januar 2009

Label:
Ubiquity (Groove Attack)

Tracklist:
01. Angel
02. Smoking Mirrors
03. On A Cloud
04. Luv Affair
05. Go, Go, Go
06. Sanctuary
07. Ain't No Ifs or Maybes
08. Pigeon Hole
09. Lovers & Haters
10. Ghost of Aveiro
11. Countless Excuses
12. American Pimp
13. Dirty Secrets
14. Rocket Science
15. Goodbye/Abundance

Review:
"I listened to the album "Triple P" seven times in a row... I made 23 friends listen to the album three days straight..." - so schwärmte ?uestlove von The Roots vor drei Jahren vom Vorgänger zu "Abundance" von PPP, die damals noch als Platinum Pied Pipers unterwegs waren. Seit dem ist einiges an Zeit verstrichen, die von Waajeed und Saadiq gut genutzt wurde, denn mit dem neuen Album melden sich PPP überraschenderweise als Band zurück. Fester Bestandteil davon sind unter anderem Coultrain, Karma und Jamila Raegan. Auf jeden Fall ist hier mit einem anderen, ja vielleicht sogar neuen Sound zu rechnen, der eigentlich gar nicht uninteressant klingen kann.

Los geht das Ganze mit "Angel", was gleich zu Beginn mehr musikalische als triumphale Introklänge in die Gehörgänge der Hörerschaft presst. Ein großartiges Drumset wird hier durch eine gospelchorartige Performance veredelt, die wirklich schon beim allerersten Hören richtig viel Spaß macht. Dieser peppige "Hallo wach"-Sound regiert auch in "Smoking Mirrors" und so langsam aber sicher wird klar, dass dieser Release mit Sicherheit auch ein Stück weit für tanzwütige Motown-Fans produziert wurde. Das erste Zuckerstückchen gibt es dann mit "On A Cloud". Simple Drums bieten das Grundgerüst für ein saxophonlastiges Instrumental mit Clapeinlagen und die großartige Gesangsshow von Jamila Raegan. Etwas synthetischer kommt "Luv Affair" um die Ecke, was den eigentlich guten Song leider in eine Art Popkostüm zwängt, was gerade bei der Hook sehr störend wirkt. "Go, Go, Go" klingt dann ebenfalls etwas undurchdacht, hingeklatscht und disharmonisch. Von Hörgenuss kann hierbei meiner Meinung nach nicht die Rede sein. Nach dem kurzen Leistungsabfall geht es dann aber wieder Berg auf. "Sanctuary" klingt in gewissem Maße nach einer Nicolay-Produktion und auch die Gesangsparts sind an Gefühl und Schönheit nur schwer zu überbieten. Wieder etwas synthielastiger wird es mit "Ain't No Ifs or Maybes", was hier erfreulicherweise gar kein Problem darstellt. Soul, wohin die Ohren hören, wird durch die passende musikalische Reife nahezu perfekt abgerundet. Sehr lässig und sommerlich kommt "Pigeon Hole" um die Ecke, was mit Sicherheit auch an der locker eingespielten E-Gitarre liegt, die glücklicherweise unverzerrt durch die Speaker zu tanzen scheint. "Lovers & Haters" kann man getrost überspringen, da es sich nur um eine Art nichtssagendes Interlude handelt. Durch spanische Gitarre und Salsarhythmen kommen wir dann zu dem atemberaubenden "Ghost of Aveiro", das perfekt zu warmen Sommernächten mit Feuer, Coktails und halbnackten Strandschönheiten passt. "Countless Excuses" rutscht dann leider wieder enttäuschend hart in die Popszene ab. Vorneweg: Prinzipiell ist gegen populäre Musik nichts einzuwenden. Aber es gibt einfach Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Der hier entstandene Lila-Laune-Pop-Soul ist definitiv etwas zu viel des Guten. Leider geht es mit "American Pimp" auf ähnlichem Soundniveau weiter und so langsam aber sicher kann ich mir Madonna plus Body und Stulpen im dazugehörigen Videoclip vorstellen. Kein schöner Anblick. Mit "Dirty Secrets" wird die 50-Jährige dann glücklicherweise wieder zur Nebensache, doch der Funke will auch hier nicht mehr überspringen. Die Anfangseuphorie ist mittlerweile verflogen und die zweite Halbzeit dieser Platte enttäuscht eigentlich mehr, als dass sie den Hörer begeistert. "Rocket Science" schweift dann unaufhaltsam in Richtung elektronische Tanzmusik ab, was aber definitiv gelingt und irgendwie sogar Spaß macht. Vielleicht nicht unbedingt auf jeder Party der Bringer, aber unter den richtigen Leuten mit Sicherheit. Auch wenn das große Finale ausbleibt, gibt es ein Finale und zwar in Form von "Goodbye". Der Song passt sich perfekt seinem Vorgänger an und kann auch ähnlich "befriedigend" überzeugen. Den wirklich tollen Abschluss der Platte muss der Hörer selbst finden, was jedoch kein großes Hexenwerk sein sollte.

?uestlove würde nach diesem Album seine Meinung zwar nicht ganz zurücknehmen, sich aber wahrscheinlich zumindest verbessern. "Abundance" hat sich im Vergleich zu "Triple P" komplett dem Rapeinfluss entzogen und selbst die etwas ruffere Funk- und Soulschiene scheint der Vergangenheit anzugehören. Prinzipiell ist es zwar kein Problem, eine poppigere und softere Schiene zu fahren, allerdings sollte darunter nicht die Qualität leiden - was hier der Fall ist. Viele werden versuchen, den Leistungsabfall durch die fehlenden Dillaproduktionen zu erklären, ich bin allerdings der Meinung, dass dieser Schritt Richtung "etwas Neuem" vorallem ein Schritt in eine ungünstige Richtung war. Aber genug negative Kritik. Etwas mehr als die erste Hälfte des Albums weiß absolut zu überzeugen und auch das Gesamtbild kann sich im Großen und Ganzen wirklich hören lassen. Vielleicht war es auch nur der eine Esslöffel Experimentierfreudigkeit zu viel, der abschreckt. Für Fans des äußerst speziellen Sounds, könnte dies ja sogar ein Leckerbissen werden. Wer weiß?!

Wertung: (3 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
sneaks
User Signatur:

Momentaner Lieblingssong: Joell Ortiz - Battle Cry (prod. by A.D)

User Information:
images/avatars/avatar-2061.jpg
Rang: R4F | Admin
Wertung:
Beiträge: 8.734
Guthaben: 54.850 Bucks
Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

- +
Level: 56 [?]
Erfahrungspunkte: 30.032.926
Nächster Level: 30.430.899

397.973 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:

ich werde gar nicht erst reinhören, kann mit diesen Vögeln nicht das geringste anfangen....
User Signatur:
Commercial HipHop is like dermatology, they only study the surface of the common shell

Myspace

Momentaner Lieblingssong: Vast Aire - Cholesterol

Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » PPP - Abundance


Abonnieren sie unseren Newsfeed Aktuelle Reviews per RSS Eigenen RSS Feed erstellen Bookmark and Share
© 2005 - 2011 rap4fame.de
MySpace | Twitter | Impressum | Archiv