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Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

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User Beitrag:
Jak Progresso - Random Violence


Release Date:
22. Dezember 2006

Label:
Creative Juices Music

Tracklist:
01. Progresso Family Intro
02. Barn Axe
03. Skool Lunch
04. Stab Wounds
05. Swamp Vapors (Feat. IDE)
06. Random Violence
07. Lingering
08. Peppermint Rainbow Bowtie Lounge 1968
09. Bobby Fisher
10. Kiss The Girls (Feat. Margie Medina)
11. Spiral Staircase
12. Bleeding Forest
13. Long Winter
14. Bright Future
15. I Hate Myself
16. Yearbook
17. Broken Antenae
18. Meditation (Feat. LoDeck, Deep, Paramount, L.I.F.E. Long, IDE, Alucard, Savage Messiah & Critical Madness)
19. Pathetic Outro / In The Mushroom Patch

Review:
Wenn von eigenartigen Persönlichkeiten im Rap-Game die Rede ist, dann darf Jak Progresso nicht fehlen. Nicht nur, dass dieser Herr schon einige Stationen in seiner Karriere passiert hat (hier seien die Labels DeadArm Music und johnny23 Records genannt), sein eigener Stil hebt ihn auch seit jeher aus der grauen Masse hervor. Den bisherigen Veröffentlichungen, die nur als schwer zu findende Mixtapes existieren, wird mit diesem Teil das erste offizielle Album hinzugefügt: "Random Violence". Zudem ist die Scheibe auch noch die erste richtig gepresste Veröffentlichung des aufstrebenden Labels Creative Juices.

Da verwundert es nicht großartig, dass IDE als Executive Producer fungiert oder dass die Produktion fast gänzlich aus jener Ecke stammt. Während fast das gesamte Album von den 2 Hungry Brothers - bestehend aus Ben Boogie und Deep - zusammengeschustert wurde, beteiligten sich auch IDE, Blockhead und DJ Kryptonite an der klanglichen Gestaltung. Um Jak selbst zu beschreiben sei kurz das "Progresso Family Intro" zitiert:

"Jak Theodore Progresso Jr. was born on the 25th day during the month of June, 1978. He was conceived in the Mt. Vernon Einstein Memorial Hospital and was recorded the longest baby to ever be born there. His collar bone was broken and during the second day of his birth, his incubator broke down. When he was 10, he owned a goldfish and named him Otis - after his dead uncle. He fed it potato bread and pepper twice a day. A week later, it died. At age 13 he joined the Meredith Tennis And Golf Academy where he received 2 gold putters and went undefeated for three years in a row. He dabbled in chess but never followed through, due to his left thumb being shorter than the right. At age 17 he ran away from home and joined the psychedelic environmental movement, where he experimented with DMT and Peyote on the Adirondack Moutain tops in an adobe hut. He left when he was 23..."

Was uns diese Vorstellung sagen will? Dass es hier nicht gewöhnlich zugeht. Jak Progresso nimmt sein Titelkonzept beim Wort und berichtet von allerlei kranken Dingen. Allen voran muss hier "Kiss The Girls" erwähnt werden, in dem Jak in die Rolle eines kranken Killers, dessen Opfer junge Frauen sind, schlüpft. Was ihm dabei von der ersten Sekunde an zugute kommt ist die Tatsache, dass sich schon sein Rap leicht gestört anhört. Irgendwo in der Nähe einer pervertierten Form von Aesop Rock liegt die Stimme von Progresso. Dazu kommt ein pampiger Flow, der durch eine teilweise sehr betonte und teilweise sehr unsaubere Aussprache unterstützt wird. In "Peppermint Rainbow Bootie Lounge 1968" beschränkt man sich auf einen einprägsamen literarischen Vortrag (ohne Musik), während die sonstige Bandbreite der Instrumentals von den beklemmend fremdartigen Creative Juices-Beats bis hin zu klassischer Eastcoast-Kost reicht. "Barn Axe" wird beispielsweise erst durch die penetrante Vorstellung Progresso's zu einem Highlight - dafür jedoch zu einem richtigen: "Excuse me Sir, but do you think murder's an art? But of course! Do you think happiness is being in the dark? But of course! Is the chainsaw really a choice of weapon? But of course! Do you really levitate heads during sessions? But Of course!". "Swamp Vapors" trägt mit seinen Streichern die Handschrift von Kryptonite, während IDE's Beitrag in "Long Winter" bedrückt vor sich herschreitet. "I Hate Myself" spricht Jak und lässt dabei prächtig verdrehte Rhymes, die man auf dem ganzen Album zuhauf bekommt, vom Stapel. Intensiviert wird der Hörspaß durch die Stimmlage, in der Progresso monoton seine Raps herunterrasselt. Oft dienen Samples zur Überleitung, wie auch im Fall des kargen und trotzdem starken "Stab Wounds". Selbige Eigenschaften treten auch in "Bleeding Forest" zutage, in dem Jak in drei Minuten weitere Fakten über sein Leben und seine Ansichten preisgibt - von seinem (seiner Freundin nicht mundenden) Ejakulat zum übermäßigen Drogenkonsum. "Skool Lunch" beginnt als Brief aus einem Summer-Camp und verläuft sich dann in amüsanten Auswüchsen: "I start fist fights with younger cats right in front of their cribs that involve their parents". Schon mit seinen Titeln kommt er seinen wirren Inhalten nahe: "Spiral Staircase" windet sich ab einer halben Minute als hypnotisches Instrumental - und was in Jak's "Yearbook" steht, will man gar nicht erst wissen. "Meditation" ist ein achtminütiger Posse-Track sowohl mit dem Creative Juices-Camp als auch dem johnny23-Kollegen LoDeck. Den glorreichen Abschluss bildet das "Pathetic Outro", das nach vier Minuten nächtlichem Grillengezirpe in einen versteckten Track übergeht, der mit seinem Hörnereinsatz der beste und vor allem atmosphärischste Anspielpunkt des Albums ist.

Jak Progresso ist Horrorcore-BoomBap auf Acid. Mit einer einprägsamen Performance macht er dieses Album zu einem Hörerlebnis, das in dieser Art recht einzigartig ist. Tracklängen spielen gar keine Rolle, von acht bis zu zwei Minuten wird alles geboten. Zwar wird hier jeder einen Track finden, der ihm nicht übermäßig zusagt, Aussetzer finden sich jedoch keine - dafür ist die Produktion der 2 Hungry Bros viel zu gut. Jak und seine Rhymes bedürfen auf dieser Platte sowieso keiner Kritik, dafür spielt er den verschrobenen Psychopathen viel zu gut - wobei es sich nicht bestimmen lässt, wieviel hier echt ist. Wer sich auf dieses Album einlässt, wird es nicht bereuen.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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