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Visual - Working Class Legend


Release Date:
27. Januar 2009

Label:
Community Service Records

Tracklist:
01. Gettin' It
02. Never Sold Crack (Feat. Cap D)
03. The Planet
04. Grown Man Minutes
05. Till The day I Die (Feat. Wes Restless)
06. Fuck Dreams, Make Plans
07. What I'm On
08. Super Man
09. We Gonna Fly
10. Credit Interlude
11. What's Up Joe (Feat. Ale Nova)
12. Bills (Feat. Sharkula aka Thigahmajigee)
13. Pay Day (Feat. Scheme & Astonish)
14. Self Motivated (Feat. Rios & Dism)
15. Besides The Bullshit
16. I Know
17. Livin' My Life
18. Working Class Legend / I Found You (Hidden Track)

Review:
Im Pool des Chicagoer Undergrounds gibt es eine neue Veröffentlichung. Visual ist wahrhaftig nicht der Rapper, der im Zentrum der Aufmerksamkeit steht - weder wenn es um das Rap-Game allgemein noch um seine Heimatstadt geht. Dabei hat der früher unter dem Namen NDVisual tätige MC bereits einige Einträge in seiner Diskographie stehen: Nach "Work" aus dem Jahr 2003 und "Figured It Out", welches drei Jahre darauf erschien folgte jedoch eine Pause, die mit einigen Mixtapes überbrückt wurde. Pünktlich zum Jahresauftakt erscheint "Working Class Legend", wie gewohnt über Community Service Records.

Übermäßig viel gibt es nicht zu erzählen über Visual: Auf den bisherigen Releases profitierte er sehr von den starken Produktionen, die ihm zur Verfügung standen. Auch hier ändert sich daran nichts, als Beispiel sei hier Panik von den Molemen als schlagkräftiges Argument genannt. Was den Albumtitel betrifft, so sei ganz einfach seine Biographie zitiert:

"...a regular working class guy with a steady day job, who happens to rap. Not a rapper with a day job."

Dies wird zum Dreh- und Angelpunkt des Albums. Visual präsentiert sich von Anfang bis Ende als "9 to 5"-Worker, der von Geschichten aus dem Alltag berichtet. Eine weitere Information sei noch genannt, mit der man bei Kenntnis früherer Releases hier an den Start geht: Visual ist nicht der talentierteste Rapper. Mit einem sehr gemächlichen und simplen Flow schreitet er durch seine Tracks, hinzu kommt die schlechte Grundvoraussetzung einer relativ kraft- und charakterlosen Stimme. Beim Hören der ersten Tracks stört dieser Umstand allerdings kein bisschen: Ehrlicher als Visual kann man seine Texte nicht schreiben, was dem MC dicke Sympathiepunkte einbringt. Das erste Highlight wird von "Never Sold Crack" markiert, einer lockeren, streichergeführten Hymne, die es kurz und bündig auf den Punkt bringt:

"Art, sneakers, culture - I'm a fan; father, teacher, leader - I'm a man
If I'm in the kitchen, I'm cookin for my kids, I ain't cookin no crack fuckin' up yo kids
I'm a man of integrity, working class celebrity; so I don't rap for dough, I rap for clarity
"

Der Auftritt von Chi-City-Legende Capital D tut das Übrige, um diesen Track mehr als nur hörenswert zu machen. Wie schon erwähnt profitiert Visual von guten Beats, was einem auf den folgenden Tracks auch durchgehend vorgeführt wird. Im Großen und Ganzen geht das Sound-Spektrum als typisch für Chicago durch: "What I'm On", "Super Man" oder "We Gonna Fly" spielen nach Feierabend und dienen zur Auflockerung der Atmosphäre, was auch bestens gelingt - den relaxten Sounds lauscht man gerne und Visual selbst beansprucht mit seinen wenig aufdringlichen Raps nicht zu viel Raum. Abgesehen von diesem Luftzug im Mittelteil des Albums zeigt sich Visual erstaunlich ernst. Die Welt dreht sich um "Bills" und den "Pay Day", Chicago macht den Großteil des "Planet"s aus. Bei der Wahl der Beats beweist Visual Geschick, die jeweiligen Atmosphären passen zu den Themen wie die Faust auf's Auge. "F Dreams, Make Plans" drückt einmal mehr Visual's Ansichten in direkter Art und Weise aus, wobei das extrem schleppende Tempo diesen Song verdirbt. Herrlichen Chicago-Flavor gibt es von Panik in "I Know" und "I Found You". Infinite Beats sorgt mit seinem Klavier für eine höchst melancholische Stimmung in "Besides The Bullsh#'+", dessen Zeilen ein weiteres Mal die handfeste Meinung von Visual präsentieren:

"Look I'm true, I'm a regular dude
That's why when I speak, I speak for you
I'm try'nna do something real in this game
But sometimes I feel that it's just a game
Lotta punks act like being real was lame
Bunch of soulless bitches, what a damn shame
Regardless, I keep makin' my moves
I keep doin' what I do, keep sayin' my truth
"

Das Proletariat hat gesprochen. Doch so positiv diese Rezension auch klingen mag - nach 18 (bzw. 19) Tracks ist man froh, endlich fertig zu sein. Auch wenn Visual ein rappender Arbeiter und kein arbeitender Rapper ist, muss er sich Kritik gefallen lassen: Von inhaltlichen Wiederholungen abgesehen verhindern die Beats zwar in jedem Fall, dass dieses Album zu einem Ausrutscher wird, doch gleichzeitig verwehrt sich Visual durch seinen Rap-Stil und seine Skills eine höhere Wertung. Daran ändert auch die kleine Zahl an (soliden) Gästen nichts. Im Rahmen seiner Möglichkeiten hat Visual trotzdem fast alles richtig gemacht - alle drei Jahre ein Album von ihm geht in Ordnung. Für Fans von Chicago's Non-Gangsta Rap alleine schon wegen der Beats hörenswert, während auch die Raps bei gemäßigtem Konsum genießbar sind.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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