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Zum Ende der Seite springen Kodimey - Gorilla
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Kodimey - Gorilla


Release Date:
31. Oktober 2008

Label:
Chimperator Productions

Tracklist:
01. Intro
02. Wieder da
03. Mein Deutschland Pt.2
04. Hip Hop Hollywood
05. Musik und Ich (Feat. Cesur)
06. Schallallalla
07. Gorilla
08. So machen wir das hier
09. Ich versuch es (Feat. Voodoo & Cesur)
10. Natascha
11. Wo ist sie hin? (Feat. Lamiya)
12. Ohne Dich
13. Scheinehen (Feat. Voodoo)
14. Bevor (Feat. Kaas)
15. Nach Hause zurück (Feat. Cesur)
16. Ost
17. Die letzte Stunde (Feat. Tua)
18. Verzeihung (Feat. Cesur)

Review:
Eine kurze Zusammenfassung über Kodimeys Werdegang, bevor wir auf sein letztes Album "Gorilla" zu sprechen kommen: Im November des Jahres 2004 veröffentlicht der Stuttgarter seine Debüt-EP mit dem Titel "Mein Grund", die sein erstes Lebenszeichen in der Szene darstellte. Ungefähr ein Jahr später, im Frühjahr 2006, erschien dann die "BAM!!!BOOZLED"-EP, die zum kostenlosen Download bereitgestellt wurde und mit über 15.000 Downloads für mehr als nur ein bisschen Wirbel sorgen konnte. Aus dieser Aufmerksamkeit heraus, erschien über das Stuttgarter Label Chimperator Productions schließlich und endlich sein Streetalbum "NeoGeo", bevor er dann mit Tua, Kaas und Maeckes & Plan B, also den heutigen Orsons, auf die "Drrreckig Süden"-Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz reiste. Das war vor über einem Jahr. Mittlerweile ist Kodimey der "Gorilla", der mit seinem Vater in Togo, im Dorf seiner Familie, war, um an einer Voodoo-Zeremonie teilzunehmen, der, der seine Magisterarbeit in Deutschland geschrieben hat und auch der, der einige Wochen in Los Angeles, in einem der berüchtigsten Blood-Vierteln gelebt hat, um gemeinnützige Arbeit zu leisten. Ein Zusammenprall von unterschiedlichen Kulturen, genau das ist es, was man auf "Gorilla" finden soll. Oder wie es die Pressemitteilung sagt: "Dieses Album ist das Leben in zwei Welten, komprimiert & auf CD gepresst."

Ruhiges Ziepen von Grillen und einige sanfte Klänge leiten die ersten Sekunden des Album ein, bevor eine tiefe Stimme und Scratches ordentlich zum Beginn des Albums blasen. Danach beginnt der erste echte Track, der sich "Wieder da" schimpft: Ein typischer Representer, auf dem Kodi direkt zu Beginn zeigt, dass er wieder am Start ist und sich nicht aufhalten lässt. Soziale Missstände und einige Tatsachen, die es in unserem Land gibt, legt Kodimey dann auf "Mein Deutschland Pt. 2" offen. Der erste Teil des Tracks war 2007 als Juice Exclusive auf CD #71 enthalten. "Es ist die Oma, die den ganzen Tag am Fenster sitzt / Wirklich jeder, der braune Haare hat, ein Gangster ist / Es ist die Mutter, die ihren Sohn ganz allein aufzieht / der Vater ist verschwunden, sie muss Geld für zwei verdien'!" Die Hook, die ebenfalls genauso schnell ins Ohr wandert wie der Beat, trägt einen weiteren wichtigen Punkt dazu bei, dass dieser Track überzeugt. Ein ebenso kritischer Song findet sich dann bei"HipHop Hollywood". Hier kotzt sich der junge Stuttgarter gegen die ganzen falschen Freunde und Neider aus, die mit dem Ruhm kommen und versucht ihnen zu vermitteln, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Daraufhin ertönt ein Beat, der mich sofort wieder in Sommerlaune versetzt. Dieser findet sich auf "Musik und ich", ist von Budget produziert und featuret den Sänger Cesur. Selbstreflektierend und "back to the roots" erzählt Kodimey von seiner eigenen Lebensgeschichte, die er sich ohne Musik gar nicht vorstellen kann. Die Musik ist sein Lebenstrank, mit dem er es schafft, tiefe Krisen zu überwinden, sich auf der anderen Seite aber auch auf ebensolche vorzubereiten. "..mit sechs dann als Michael [Jackson] vor der Klasse aufgetreten / Der erste kleine Schritt dahin, die Massen zu bewegen! / Das sind die ersten Erinnerungen, die ich hab / An Musik, die für mich da ist - was immer auch kommen mag!", heißt es da zum Beispiel ziemlich am Anfang des Tracks und bestätigt nur noch mal, wie tief Kodi und die Musik verbunden sind.

"Der Mensch stammt vom Affen ab!
Ein Affe steckt in jedem Menschen!
Die Bestie, man muss sie mit der Peitsche gefügig machen!
Der unzivilisierte Wilde, den man an Ketten legen muss!
"

So beginnt der Titeltrack "Gorilla". Hier gibt es nach einer langen "Durststrecke" an Battletracks einen eher untypischen dieser Sorte. Zwar werden hier Battlelyrics vom Feinsten gebracht, diese allerdings alle mit dem Stempel "Gorilla" versehen. Auf diese Art entstehen vereinzelte Metaphern und Personifikationen, die stellvertretend für die allseits bekannten Representerlines stehen. Nach dem Heimatort-Track "So machen wir das hier", auf dem Gewohnheiten und andere alltägliche Dinge von Kodimey wiedergegeben werden, gibt es "Ich versuch es" zusammen mit Voodoo und Cesur. Das, was Kodimey, meiner Meinung nach, auf diesem Album auszeichnet, sind die persönlichen Geschichten, neben absolut überzeugenden Battletracks. So auch auf "Ich versuch es". Auch hier singt Cesur wieder den Refrain, auf eine sehr eingängige Art, und schafft es, dass dieser Track sofort einer meiner Favoriten wird. Auch Kodimey und Voodo bringen angenehme Lines über die Versuche, einfach man selbst zu sein und andere dabei nicht zu verletzen oder ihnen zu schaden. Nach der Singleauskopplung "Natascha" gibt es noch drei Tracks, die es sich wirklich lohnt, zu erwähnen, was nicht heißt, dass der Rest schlecht ist, nein. Doch erst zu "Natascha": Sie, Natascha, ist ein wunderschönes Mädchen mit funkelnden Augen, das in einer kaputten Familie aufwächst, von ihrer Mutter geschlagen und von ihrem Vater vergewaltigt wird. Als wenn dies nicht schon schlimm genug wäre, gerät sie auch noch an den falschen Mann und rutscht endgültig ab. Das Letzte, das ihr hilft, sind die Drogen. So stirbt sie schließlich auch, mit einer Nadel im Arm. Nach dieser mehr als mitreißenden Story, kommen wir zu Kaas, Kodimey und "Bevor". Eigentlich ist dieser Song einer der Antithesen. Hier wird dieser eine Moment beschrieben, bevor etwas passiert, was man so nicht erwartet. "Ich war der größte Porno-Fan, man! / Ich surfte nachts und tags - das war, bevor ich "Two Girls One Cup" ansah! / Ich war der größte Michael Jackson-Fan / bevor..nichts! Ich bin noch Michael Jackson-Fan! / Ich dachte immer, dass auf Schule scheißen cool ist / bevor ich merkte, dass man ohne Abschluss kein' Beruf kriegt!" Und genau durch diese mögliche Perspektivlosigkeit, rutscht man innerhalb der Gesellschaft ab, wenn dem so ist, dauert es nicht mehr lange bis "Die letzte Stunde" schlägt. Diese letzte Stunde möchte man für gewöhnlich mit seiner Familie und/oder guten Freunden teilen. In diesem Fall ist der gute Freund Tua. Die beiden Rapper bringen einen Storyteller über falsche Freunde, "Ticker, Kohle, Koks, Huren" und das Leben danach. Aus einem Musterschüler, einem angehenden Studenten, wurde ein Drogenopfer, das eingewiesen in einer Klinik alleine stirbt, nachdem er sich selbst das Leben genommen hat. Absolut ergreifend, vor allem, wenn man bedenkt, dass es laut Tua eine wahre Geschichte ist. Zum Abschluss dieser LP bittet Kodimey noch mal zusammen mit Cesur um "Verzeihung", bei seinen Eltern, seinem Bruder und seinen Freunden.

Das war's. Der Gorilla ist zurück im Wald, das Album zu ende. Um mal auf dieser Affen-Schiene zu bleiben: Der angekündigte "Gorilla" entpuppt sich schließlich nicht als Schimpanse, sondern als stolzer Silberrücken, der erhobenen Hauptes durch den Busch, nennen wir ihn Deutschrap, wandern kann. Das angekündigte ehrliche Album mit Reisen in die Vergangenheit und persönliche Ecken aus Kodimeys Leben wird genau so erfüllt, wie es versprochen wurde. Neben eingängigen Refrains, die dank Cesur zu Ohrwürmern werden, und spaßigen Battletracks, gibt es hier hauptsächliche persönliche und ergreifende Songs, die nicht oberflächlich abgehandelt werden, sondern bis ins Detail ausgearbeitet sind. Auch kann man an Kodimeys Fähigkeiten am Mic nichts aussetzen. Der Stuttgarter liefert hier einfach ein sehr starkes Album ab, ohne dabei auf Klischees rumzureiten oder bestimme Gesinnungen der heutigen Rapwelt zu bedienen.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (5 Bewertungen / 4.1 Ø)


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Bazty
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Original von Moeee
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3,5 von mir. Sind ein paar sehr starke Tracks drauf, wie "Verzeihung", "Ich versuch es" oder "Die letzte Stunde"
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Ich würde mittlerweile auf jeden Fall auch 4 Kronen geben, mit Tendenz nach oben. Ich hab kurz nach dem Release glaub ich nur 3 gegeben.

Sind ein paar richtig geile Songs drauf, der einzige Track bei dem ich die Skip-Taste betätige ist "Ohne dich".

Ich freu mich jetzt schon auf die nächsten Releases von Kodimey. Der is live übrigens auch Bombe!
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Ich würde mittlerweile auch 4 geben. Ist wirklich ein gutes zeitloses Album geworden. Kann man sich immer mal wieder anhören. Favorite ist der Track mit Tua!

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Ordentliches Ding, denke so 3,5 kann man da schon geben.
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