Willkommen auf rap4fame.de. Klicken sie hier um sich kostenlos zu registrieren und nutzen Sie die Vorteile eines registrierten Users.
r4f-Sampler Vol 3

rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » SeraphGuard - Inherent Divinity » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau Thema abonnieren
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen SeraphGuard - Inherent Divinity
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

User Information:
images/avatars/avatar-2061.jpg
Rang: R4F | Admin
Wertung:
Beiträge: 8.788
Guthaben: 54.850 Bucks
Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

- +
Level: 57 [?]
Erfahrungspunkte: 32.084.637
Nächster Level: 35.467.816

3.383.179 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:
SeraphGuard - Inherent Divinity


Release Date:
März 2008

Label:
Eigenvertrieb

Tracklist:
01. Divine Wind
02. Wandering With Weapons (Come Wonder) (Feat. White Lotus)
03. Six Wing (Interlude)
04. Seventh Seal
05. Just The Thought Of Blades (Feat. White Lotus)
06. War Of The Ghosts (Bamboo Thickets) (Interlude)
07. Perpetual Motion Machine (Feat. Morning Star)
08. A Shallow Hell (Feat. White Lotus)
09. sTRAGEDY (Feat. Def Com 7 & Dictator)
10. Truthfall (Feat. Morning Star, Dictator & Great White Shark)
11. The Overseer (Feat. White Lotus)
12. The pale Moonlight (Instrumental) (Interlude)
13. Walls Of Fire (Feat. Morning Star)
14. Iblis (Interlude)
15. Red Rain, Black Snow (Feat. MC Signal)
16. Intellectual Aggression (Feat. Dictator)
17. Battle At White Mountain (Bonus)

Review:
SeraphGuard ist Teil der Dread Knaut Ghost Army bzw. der Dachgesellschaft der Lotus Society, geführt von White Lotus, erkennbar an seinem Logo, der weißen Lotus-Blüte (im Gegensatz zu SG's auf dem Cover sichtbaren sechs Flügeln). Die D.K.G.A. sitzt in Metro Vancouver, Kanada - so auch SeraphGuard. Als Teil eines so großen Kollektivs ist es natürlich schwer, sich zu profilieren; die Auftritte auf den "The Lotus Society"-Scheiben sind da noch nicht sonderlich aussagekräftig. Eine EP namens "The Seven Divine Traits" (2006) gibt erste Aufschlüsse, doch 2008 legt SG mit "Inherent Divinity" sogar ein volles Album vor, womit er dem Großteil seiner D.K.G.A.-Kollegen voraus ist und die Möglichkeit hat, sich und seine Musik individuell vorzustellen.

Groß verwundern wird es niemand, dass sich die Gäste aus dem engen Bekanntenkreis einfinden: White Lotus, Morning Star, Dictator, MC Signal, Great White Shark und Def Com 7 - der Lotus Clan (D.K.G.A.) bleibt unter sich. Auch bei Produktionen bleibt man neben viel Eigenregie im Bereich der direkten Freunde. Gebraucht wird Unterstützung von anderswo auch in keinster Weise. Zwar wird keiner der hier zu Wort kommenden Künstler je zur Riege wirklich weltbewegender Emcees zählen, andererseits jedoch bringen vor allem die langsamen, schmwermütigen Worte von SeraphGuard genau jene Stimmung, die den hier aufspielenden Instrumentalen am besten zu Gesichte steht: Unheimlich dicht drängen sich die einzelnen Songs zu einem Wald außerordentlicher, atmosphärischer Güte. Die Vorliebe für dramatische und wehmütige Bühnenbilder mischt sich mit der Vorliebe für fernöstliche Elemente, die auf dieser Scheibe (im Gegensatz zu den "The Lotus Society"-Teilen) jedoch nie in den Vordergrund treten. Meist, wie in "The Overseer", setzt SG auf elegante Instrumentals, die ihre Kraft meist von Streichinstrumenten beziehen. Ohne dabei beliebig zu wirken, werden unterschiedlichste Songs aus der Taufe gehoben: Das grandiose "Wandering With Weapons (Come Wonder)" lebt von einem tief kummervollen Sample und Gitarrenklängen, die den Song wie einen Windhauch tragen. Doch auch das krasse Gegenteil wird beherrscht: "A Shallow Hell" ergeht sich in dramatischem Streichern, während dieselben Zutaten aus "Divine Wind" ein langsam schreitendes Stück Wehmut machen, auf dem SeraphGuard seine abstrakten Rhymes gut ausspielen kann. Die Stärke der Scheibe liegt darin, von einem Moment auf den anderen zwischen soften ("Perpetual Motion Machine" mit einer angenehmen Gitarrenmelodie) und stürmischen ("Intellectual Aggression") Klängen zu wechseln. Die Gäste fallen nicht groß auf, fügen sich jedoch gut ins Gesamtbild ein - wie etwa im vielschichtigen "Red Rain, Black Snow" mit dezentem Klarinetteneinsatz. Eingestreut sind Interludes, im Falle "The Pale Moonlight" als ein Instrumental, das dem Album Ruhe einbringt, oder aber "War Of The Ghosts", das als vollwertiger Song durchgeht. In "sTRAGEDY" findet sich ein Skip-Kandidat, was nur am verpatzten Refrain liegt. Auch "Truthfall" bleibt eher unauffällig. Doch damit sind die Macken auch schon aufgezählt. "Walls Of Fire" zeigt mit aufwühlendem Klaviereinsatz eine neue Facette der LP, während White Lotus in "Just The Thought Of Blades" sanfte Streicher mit einem zarten Voice-Sample kombiniert. Wem das noch nicht reicht, dem sei das ungestüme "Six Wing", das mit tiefen Hörnern dröhnende "Seventh Seal" oder der kurze, abschließende Bonus "Battle At White Mountain" ans Herz gelegt. Abschließend noch ein Zitat aus "Just The Though Of Blades":

"Laying in naked truth within a shadow of doubt
He would awaken to his beautiful chateau and spouse
Awoke in tears, soaked in fears that she spoke insincere
Lost in thoughts, he hoped and joked, were queer
"

Es ist nicht einfach, ein solches Album zu werten. Was SeraphGuard hier vorlegt, ist in dieser Weise durchaus als einzigartig zu bezeichnen. Dabei ist es weit von einem Meisterwerk entfernt und neben einigen Mängeln ist das Album auch sicherlich nichts für jedermann. Nicht einmal das Hören der Kollegen White Lotus bzw. der Lotus Society kann für dieses Album als repräsentative Richtungsweisung empfohlen werden. Doch soviel kann festgehalten werden: Wer streicherbetonte, atmosphärisch aufgezogene Instrumentals schätzt und außerdem abstrakte Wortgebilde, die jedoch keine Anstalten machen, sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen, für den dürfte SeraphGuard interessant sein. "Inherent Divinity" schwebt irgendwo zwischen 3,5 und 4 Kronen, landet aufgrund seiner Authentizität jedoch (knapp) bei der höheren Wertung.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
Commercial HipHop is like dermatology, they only study the surface of the common shell

Myspace

Momentaner Lieblingssong: Vast Aire - Cholesterol

Baumstruktur | Brettstruktur

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten letzter Beitrag
1. SeraphGuard - Divination SnoopFrog Reviews 0 22.08.2011 23:32 Uhr
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
rap4fame.de » R4F | Magazin » Reviews » SeraphGuard - Inherent Divinity


Abonnieren sie unseren Newsfeed Aktuelle Reviews per RSS Eigenen RSS Feed erstellen Bookmark and Share
© 2005 - 2011 rap4fame.de
MySpace | Twitter | Impressum | Archiv