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Sabotawj - Earthtones Wit A Mercury Feel


Release Date:
24. März 2009

Label:
Eigenvertrieb / Digital Only

Tracklist:
01. Dey Like It Raw
02. Get Me Down (Feat. Zee-O)
03. Give Me A Fat Beat
04. Hip Hop Apocalypse (Feat. Long Axe & R.H. Bless)
05. Mercury
06. Waitin For This Day
07. Yeah Y’all (Feat. Visual & Wes Restless)

Review:
San Diego ist trotz einer durchaus existierenden Underground-Szene nicht gerade der Ort an der Westküste, dem man sich zuerst zuwendet. Genau genommen kommt vor dem Südzipfel Kaliforniens fast jede erdenkliche andere Stadt. Doch auch hier findet man interessante Künstler: Sabotawj mischt seit '99 im Rap-Game mit und kann auf eine ordentliche Diskographie zurückblicken. Erst 2008 erschienen zwei Alben: "Slanted Eyed Assassins" mit Order (ICC Productions) sowie das eigene Solo "Tomorrow Today". Ohne Ermüdungserscheinungen zu zeigen, folgt 2009 gleich ein neuer Auswurf: "Earthtones Wit A Mercury Feel" ist eine ausschließlich digital erschienene EP, die sieben neue Tracks bietet.

Dass Sabotawj weitreichende Connections pflegt, zeigt ein Blick auf seine bisherigen Kollaborationen: Zwischen Kollegen aus San Diego über Artists aus der Bay Area bis hin nach Kanada findet man auf seinen Tracks auch Künstler aus dem Big Apple sowie dem Rest Amerikas. Auch auf dieser EP bekommt man wieder eine interessante Zusammenstellung an Gästen vorgesetzt, während Produktionen von Domingo, Freddie Joachim, Order und einigen Beatbastlern des Cannibus Club (Mike S., Rhenan Supreme und Phatsaks) beigesteuert werden. Für alle, die noch nie eine Zeile des Emcees gehört haben, sei diese Einordnung gegeben, da sie sich bei Sabotawj geradezu anbietet: Denn ein Vergleich zu Access Immortal darf an dieser Stelle nicht fehlen. Zu ähnlich sind Flow und Stimme. Zweiteres geht bei Sabotawj jedoch eher in Richtung des hellen und weichen Organs eines Atari Blitzkrieg, während Tawj mit seinem Flow etwas kraftvoller und flotter unterwegs ist als Access. Was Sabotawj einem hier nun verkauft, lässt sich ohne Weiteres der Ostküste zuordnen, ohne dabei in ein farblos-langweiliges BoomBap-Schema zu verfallen - "Hip Hop Apocalypse" beispielsweise spielt, gewickelt in einen Vorhang trüber Piano-Klänge, in einer Mischung aus Altbewährtem und eigener Note. Mit von der Partie sind R.H. Bless aus Brooklyn und Long Axe, Mitglied der Beggas - beide stimmlich kräftiger ausgestattet als ihr Gastgeber. Das stört allerdings nicht, denn nicht zuletzt liefert Sabotawj auf den Solo-Tracks eine ausgezeichnete Vorstellung ab - "Give Me A Fat Beat" eröffnet hierbei zugleich, was zu dem Erfolg beiträgt. Die Produktionen sind abgestimmt auf Tawj - nie zu hektisch oder aufbrausend wird der dünne, astreine und nie abreißende Flow unterstützt. Den Gipfel der EP findet man dabei in "Get Me Down", einer Traumkombo von Bass und Streichern, auf der Zee-O (ebenfalls aus San Diego) seine Ähnlichkeit zu Tawj vorstellt. Der Cannabis Club lässt in "Mercury" mystische und wehmütige Klänge einlaufen, während man im kurzen "Waitin' For This Day" nichts verpasst. Für den letzten Track gibt es Besuch aus Chicago: "Yeah Y'All" lehnt sich an der Smoothness der Chi-City an und zudem steht Sabotawj hier besser als seine Gäste da.

Blendet man einmal aus, dass der Digital-Only-Aspekt dieser EP einen Teil ihrer Attraktivität raubt, so ist "Earthtones Wit A Mercury Feel" ein vollauf gelungenes Schnäppchen für zwischendurch. Sabotawj ist authentisch und läuft weder Mainstream-Trends noch dem Renaissance-Movement hinterher - das heißt jedoch nicht, dass hier nicht auf BoomBap-Fundierung aufgebaut wird. Sehr zugute kommen ihm natürlich die fähigen Produzenten und die gut gewählten Gäste, die Abwechslung ins Spiel bringen. Wer Sabotawj bisher nicht kannte, dem sei dazu geraten, sich das im sehr guten Mittelfeld platzierte "Earthtones Wit A Mercury Feel" anzuhören, denn es besteht die nicht unwahrscheinliche Möglichkeit, einen neuen Namen in die Liste der angesehenen Emcees eintragen zu können.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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