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Zum Ende der Seite springen Big Tone - The Art Of Ink
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Big Tone - The Art Of Ink


Release Date:
21. April 2009

Label:
Tres Records / Mojoe Music System

Tracklist:
01. Skin Deep (Feat. Monica Blaire)
02. Business
03. Pedigree (Feat. Guilty Simpson)
04. Scapegoat
05. Paid, Laid, And Played
06. A Song Called Triumph (Feat. Blu)
07. Chocolate (Feat. L'Renee)
08. The Look (Feat. Ta'Raach & Phoenix)
09. Squo
10. Broken Logos (Feat. Breeze Brewin)
11. Folktale
12. Peace, Progress, God Bless

Review:
Wieder mal Detroit. Und wieder mal eine vielversprechende Veröffentlichung: Big Tone gehört nicht erst seit gestern zur etablierten Szene der Motor City. Seit dem 2005 erschienenen "The Drought" hat sich allerdings nicht wenig geändert: Über Ta'Raach und den Aufenthalt in Kalifornien kommt der Kontakt mit Tres Records, das nun auch als Label für den Zweitling von Tone fungiert, zustande. Daneben steht noch Mojoe Music System, die nach wie vor bestehende Production Company. Wie schon beim Debüt übernimmt Tone auch auf "The Art Of Ink" die komplette Produktion selbst.

Da Big Tone das Gegenteil eines Stümpers an den Boards ist, stellt eine Komplettproduktion von ihm eine gute Nachricht dar, die dem Album dann erwartungsgemäß auch einen nahtlosen Guss überzieht. Zur Erläuterung des Albumtitels darf man getrost einen Blick ins Inlay werfen:

"Two of the most celebrated cultures of modern times share a very common ground.
[...] We aim to acknowledge those who have impacted, and have been impacted by both Hip-Hop and Tattoo cultures.
The Art Of Ink is our way of saying "We recognize and appreciate artists and fans that set the standard for exceptional artistic expression in both genres.
"

Auch wenn Big Tone vom Begriff "Ink" fasziniert ist (Man achte darauf, wie er auf dem Cover seine Rhymes zu Papier bringt), steckt dieses Album musikalisch alles andere als in der Tinte: Tone beherrscht es spielend, den typischen Detroit-Sound und dessen knackige Drumlines mit anderen Elementen zu kombinieren und zu variieren. "Paid, Laid, And Played" beispielsweise ist ein (Interlude-artiger) Track von eineinhalb Minuten, der so locker durch die Boxen schlendert, als wäre Tone's Heimat die seines Labels. "Scapegoat" hingegen baut auf Minimalismus, der den Bass-Drums aufgesetzt wird, während Tone das Bild von Rap-Musik in der Gesellschaft umreißt. Guilty Simpson ist, neben fast jedem anderen derzeitigen Detroit-Release, auch hier mit von der Partie und legt seine rauen Rhymes über die feinen Streicher in "Pedigree". Big Tone selbst zeigt sich in jeder Lage souverän. Der fehlende Wiedererkennungswert in seiner Stimme wird durch schlafwandlerisch sauberen und starken Flow mehr als nur kompensiert. Damit ist es eine Freude, sich zurückzulehnen und Tracks wie "Squo" zu genießen. Die Kombination aus Soul-Samples, tiefer Bass-Line und den markanten Drums mit Detroit-Prägung wird bestens beherrscht und kommt auch in "A Song Called Triumph" (mit einem gewohnt herrlichen Part von Blu) zum Tragen.

"Soul music is powerful, Soul music makes you believe.
Soul music gives you hope in the way that you feel, in the way that you wanna feel.
So for years and years, players and producers have been trying to find that magic Motown sound and pocket,
as if it's some sort of a formula
"

Mit diesem Sample von Ben Harper beginnt "Chocolate", das beweist: Big Tone versteht es, jenen magischen Motown-Sound in seinen HipHop-Gebilden einzufangen: Bestärkt durch die Hook von L'Renee versprüht der Song ein ergreifendes Feeling. Auch sonst lockert Tone sein Album durch viele angenehm-smoothe Tracks auf. "Broken Logos" funktioniert bestens im Sommer und fährt mit Breeze Brewin des ungewöhnlichste, trotzdem sehr gut ins Bild passende Feature auf. Ta'Raach als Gast ist Pflichtprogramm, während Zo! auf "The Look" Rhodes und Strings einspielt und Phoenix die abschließenden Worte spricht. Ans Ende werden mit "Folktale", das an die Heimatstadt gerichtet ist, und "Peace, Progress, God Bless" zwei kurze Nummern gesetzt, die dem Album einen fein geschliffenen, ruhigen Ausstieg bescheren.

Das Album verdient auf jeden Fall Respekt. Vergleicht man Tone beispielsweise mit dem weitaus mehr gehypeten Black Milk, so lässt sich auf Seiten der Produtkion nur eine geringe Differenz ausmachen, während Tone bei den Raps eindeutig gewinnt. Mit dem Tres Records-Umfeld als Gesellschaft macht er ebenfalls nichts falsch. Und so ist das Endprodukt ein typisches Album aus Detroit, das trotzdem seine eigenen Aspekte bietet und somit nicht der Einseitigkeit verfällt. Ankreiden lässt sich, dass die gefahrene Schiene stellenweise droht, ins Langweilige abzudriften. Trotzdem: Was viele Künstler mit einem Haufen Produzenten nicht schaffen, gelingt Big Tone mit "The Art Of Ink" - kein herausragendes, doch ein stimmiges Album, zu dem man auch in einem und in fünf Jahren gerne wieder greifen wird.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 3.5 Ø)


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RE: Big Tone - The Art Of Ink
Gutes Album, bei dem deine Wertung weder zu hoch, noch zu niedrig ausgefallen ist.
Highlight ist meiner meinung nach der Part von Blu, aber auch Big Tone liefert eine sehr gut Leistung ab.
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Nette Review...Blu ist natürlich overrated..."Folktale" ist eher Storytelling als eine Ode oder so...
Tres Records ist ein Label welches man sich merken sollte.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von stiefel: 12.04.2009 18:29.

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"Broken Logos" ist so n Brett. Wahnsinn. Könnte auch vom Sound her aus New York kommen. Scratch. Dunkel. Dreckig. Ich muss mich wohl mit dem Album beschäftigen....

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Zitat:
Original von stiefel
Nette Review...Blu ist natürlich overrated..."Folktale" ist eher Storytelling als eine Ode oder so...
Tres Records ist ein Label welches man sich merken sollte.


Blu ist definitiv einer der Lichtblicke in den letzten Jahre. Feier den Typen total.
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