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Zum Ende der Seite springen Madlib - Beat Konducta Vol. 5-6: A Tribute To...
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Madlib - Beat Konducta Vol. 5-6: A Tribute To...


Release Date:
06. Februar 2009

Label:
Stones Throw

Tracklist:
01. For My Mans
02. The Mystery (Dilla's Still Here)
03. Beat Provider (Through The Years)
04. J's Day Theme #3
05. In Jah Hands (Dilla's Lament)
06. Get Dollaz (24-7)
07. The String (Heavy Jones)
08. Two For Pay Jay (No Dough, No Show)
09. No More Time? (The Change)
10. Do You Know? (Transition)
11. Dirty Hop (The Shuffle)
12. Floating Soul (Peace)
13. Infinity Sound (Never Ending)
14. Rolled Peach Optimos (Call Day)
15. The Main Inspiration (Coltrane Of Beats)
16. The Get Over (Move)
17. Shades Of Pete (Super)
18. King Chop (Top Line)
19. Anthenagin'
20. Sacrifice (Beat-a-holic Thoughts)
21. Rebirth Cycle (Super Soul)
22. Dil Cosby Interlude
23. Dill Withers Theme
24. First Class (The Best Catalogue)
25. Lifetime (Lifeline)
26. The Electric Zone (Plugged In)
27. So Much (Music)
28. Smoked Out (Green Blaze Sublinial Sounds)
29. Another Bag Of Bomb (No Seeds)
30. All Love (The Movement)
31. Detroit Playaz (Gator Walk)
32. Blast (Computer Rock)
33. J.B. And J.D.
34. Never Front (Ears Up)
35. Dillalade Ride (Contact High)
36. Suffer (Concentration)
37. Show Me The Good Life (Chip Stack)
38. Slapped Up (Snap N' Clap)
39. Another Batch (Play It Again)
40. Full Figure Pockets (Pay Jay)
41. Smoke Interlude (Hawaiian Punch)
42. The Sky (Beyond Sight)

Review
Die "Beat Konducta" Reihe ist eigentlich eine ziemlich unspektakuläre Angelegenheit. Madlib packt aktuelle, ausgewählte Produktionen, die für Freunde oder womögliche Kollaborationspartner gedacht sind, auf ein Album und verscherbelt es. Die ersten beiden Serien namens "Movie Scenes" sollten einem Soundtrack dienen, dessen Film sich in Madlib's Schädelhöhle abspielte. Fortgesetzt wurde der Ohrenschmaus dann mit "Beat Konducta in India", das als Hommage an Bollywood galt und den bekennenden Hindi-Film-Fan in ihm nochmal bekräftigte. Die beiden neusten Streifen sind seinem Seelenverwandten J Dilla gewidmet, der im Februar 2006 seinen Leiden erlag. Kurz vor seinem Tod erschien das Instrumental-Album "Donuts", welches Dilla unter unmenschlichen Schmerzen in seinem Krankenbett fertigstellte. Dass Dilla durch und durch Musiker war, sollte jeder HipHop-Interessent wissen und Madlib versucht James Dewitt Yancey auf dieser Scheibe nochmal in vollem Respekt zu würdigen, inspiriert von dessem letzten Doughnut.

Madlib vorzuwerfen, er würde vergleichsweise schlecht backen, wäre eine Beleidung für den Meister. Zusammen mit seinem Partner J. Rocc, der Dilla auch schon oft huldigte, fertigt der Plattensammler etwas, was man nicht in Worte fassen kann und dennoch versteht. Es ist die musikalische Sprache, die man spürt, und Dilla's Geist, der darüber wacht. Insgesamt benutzt der Loopdigga die gewohnte Mischung aus Jazz, Funk, Blues, Drums, Basslines, gepaart mit einer Kreativität, die nicht von dieser Welt zu stammen scheint. Angetrieben durch wieder mal intensiven Konsum von so genannten harzhaltigen Blättchen. Der musikalische Einfluss von Dilla ist auf diesem Projekt unverkennbar. Ähnlich sind die zerhackten Sampels angelegt wie auf "Beat Provider (Through The Years)". Dabei bleibt die Harmonie ebenfalls erhalten, sodass alles nicht zu überladen und weichgespült klingt. Das beweist Madlib auch mit dem "J's Day Theme #3 (Support)", in dem sich eine Hook wiederfindet und eine innovative Idee in Form eines Indianerhäuptlingausrufs mit involviert wird. Amüsant ist die Vorstellung, wofür die einzelnen Instrumentals Verwendung finden könnten. "The String (Heavy Jones)" kann man sich zum Beispiel als Filmmusik gut vorstellen. Einem eingefleischten B-Boy würden wahrscheinlich bei "J.B. and J.D." die Beine arg jucken und "The Main Inspiration (Coltrane Of Beats)" könnte dafür sorgen, dass Soul-Fans ihre Körperbehaarungen plötzlich aufrichten. Mehrfach erkennt man den typischen Detroiter Sound wie auf "King Chop (Top Line)" wieder, das wohl mit einer Bassgitarre aufgenommen worden ist. Aber auch den Schmerz, den Dilla mit seinem Leidensweg gegangen ist, versucht Madlib zu zeigen. Er kennt Dilla so gut, dass er genau weiß, wie er mit seinem Markenzeichen den unterschiedlichen Sirenen, zu spielen hat, und oft folgen darauf Vocal-Sampels, in Form von schrecklichen Schreien. Auf der anderen Seite, könnte nachdem sich alles gelegt hat, "Floating Soul (Peace)" mit dem weiblichen Vocal dagegen die innere Ruhe bedeuten. Was für eine Vielseitigkeit in Madlib's Talent steckt, bekommt man auf "Infinity Sound (Never Ending)" mit. Da es keine Grenzlinien für ihn gibt, schraubt er einfach ein Produkt zusammen, das an den Sound des Classic Rock erinnert. Dann nimmt man sich "The Get Over (Move)" zu Ohren und bekommt ordentlichsten Boom Bap in die Boxen geliefert. Unvorstellbar riesig scheint die Schallplattensammlung von ihm zu sein. Wahrscheinlich besteht sie aus einer Last von etlichen Tonnen, unüberwindbar wie die Wüste und Madlib schwimmt darin wie Dagobert Duck in seinem Gold. Und wenn er dann mal zufälliger Weise nach einigen Exemplaren greift, fügt er sie zu einem Puzzle passend zusammen.

Insgesamt erscheint es schwer, jede einzelne Idee von Madlib's Gerüsten zu beschreiben. Wieder mal bietet er jede Menge Interpretationsansätze. Fakt ist allerdings, dass dem "King of Beats" der Tribut mehr als geglückt ist. Weg von dem Tu Pac-Syndrom zeigt Madlib auf, dass man sich nichts anderes wünscht wie eine Fortsetzung des "Champion Sound"s. Regelmäßig habe ich mich sogar dabei ertappen lassen, wirklich Dilla in den Produktionen zu hören. Auffällig sind die noch genialeren Ideen, die sich noch eine Stufe mehr abheben von den vorherigen "Beat Konducta"-Teilen. Es empfiehlt sich, diesen Tonträger mit seiner ganzen Vielfalt am besten per Kopfhörer zu konsumieren. Das einzige Manko ist, dass man die Reihenfolge der Tracks beliebig wählen kann, da das Gesamtprodukt nicht in sich schlüssig ist, sondern wirklich nur eine Anreihung von überdurchschnittlichen Arbeiten ist. Unterm Strich gesehen, werden die Dilla Sympathisanten dieses Stück dennoch lieben. Dig it!

Wertung: (4 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (3 Bewertungen / 4.17 Ø)


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Asimero

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Schöne Review und genau zum richtigen Zeitpunkt geschrieben, denn mein Exemplar ist vor einigen Tagen bei mir eingetroffen smile Die Platte kann man besonders gut im Hintergrund laufen lassen, während man anderen Dingen nachgeht, aber es empfiehlt sich auch mal genauer hinzuhören, was Asimero offensichtlich getan hat. Angeblich hat Madlib ja immer um die 20 Alben auf Lager, die er sofort veröffentlichen könnte. Ich kann mir gut vorstellen, dass er die Beat Konducta Platten immer so in 1-3 Tagen fertig stellt. Jetzt freu ich mich jedenfalls noch mehr darauf, das Album gleich beim Einschlafen zu hören wink
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Mich kotzt es echt an, dass er die Tracks nicht auswählen kann und in voller Spielzeit draufpackt = richtiges Album smile Bei den India-Reihen sind solche Perlen dabei und dann muss ich zwischendurch skippen, weil einfach Schrott kommt. Aber gut, ist ja nicht Konzept des Ganzen. Wäre dennoch besser 25x25 beschämt

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Original von Chriz
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Beat Konducta in India fand Ich so richtig geil. Das knüpft mit 4,5 Kronen für mich mehr oder weniger direkt an der Leistung an.

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