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Zum Ende der Seite springen Bond - Golden Gunn
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Rang: R4F | Admin
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Beiträge: 8.724
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Stimmung: chillin.... killin
Fav. Artist: einige...
Fav. Crew: Wu-Tang+Fam, Backwoodz, MI Czars, Creative Juices
Fav. Producer: Premo, 4th Disciple
Fav. CD: einige...

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User Beitrag:
Bond - Golden Gunn


Release Date:
2005

Label:
Backwoodz Studioz

Tracklist:
01. Coup Du Jour (Feat. Vordul Mega & Creature)
02. Basic Training
03. Yardman Anthem (Feat. Vordul Mega, Akir, Billy Woods, Priviledge & Hasan Salaam)
04. Paranoia
05. Bank Job (Feat. MykCee)
06. Pre-Emptive Strikes Remix (Feat. Billy Woods)
07. Lawmen
08. General Tso (Feat. Hasan Salaam & HiCoup)
09. Adam & Evil
10. Barbarians At The Gate (Feat. Super Cron Flight Brothers)
11. Stay Quiet (Remix) (Feat. Billy Woods, Priviledge & Vordul Mega)
12. 007
13. Come On and Take It (Feat. Billy Woods)
14. Low Tide
15. Holy Ghost
16. Warrior (Remix) (Feat. Hasan Salaam)
17. Unemployment
18. Rent Control (Feat. Billy Woods)
19. Cigar Squad
20. 1876 (Feat. Billy Woods)
21. Recon
22. Level Up (Feat. Keith Masters)
23. Poli-Sci (Feat. Billy Woods & Vordul Mega)
24. Plague
25. Ritual
26. Rehab
27. O Child

Review:
Bond - dieser Name wird in einem Atemzug mit den Backwoodz Studioz genannt. Kein Wunder, ist der in Brooklyn residierende Herr doch auch der Hauptproduzent hinter dem Indie-Label aus New York. Das schweißt ihn fest zusammen mit den dort tätigen Künstlern, zu denen u.a. Billy Woods oder Vordul Mega zu zählen sind. Eine Kollaboration auf Albumlänge mit RAVAGE The MeccaGodZilla aus dem Monsta Island Czars-Camp und davor noch eine eigene EP ("Eminent Domain") stellen den bisherigen Opus dar. Um dem Hörer ein Türchen in die Hallen seines Tuns und Schaffens zu öffnen, veröffentlicht er "Golden Gunn", ein Werk zwischen Mixtape und Album.

27 Tracks, 70 Minuten, eine Handvoll Gäste, die nur auf knapp der Hälfte der Songs zu Wort kommen. Der Rest der Zeit gehört Bond ganz allein. Doch auch sonst besteht nie ein Zweifel, wer hier der Protagonist ist. Als Trip durch "every genre of music that's ever been recorded" wird die Scheibe angekündigt - und das ist sie auch. Die abschnittsweisen Begleiter sollten niemanden groß überraschen: Zu den üblichen Verdächtigen gesellen sich Akir (als Reavers-Mitglied ebenfalls keine Überraschung), Mykcee und Creature. Doch die Raps sind hier meist nur die Begleitung. Der Kern dieser Scheibe liegt im rasanten Tempo, das Bond vorgibt: Flüssige Übergänge verknüpfen die Unzahl an Instrumentals, die Bond ins Rennen schickt. Zwischen einer und zwei Minuten dauern viele Songs, scheuen sich deswegen jedoch nicht, mindestens einen Beat-Umbruch in sich zu tragen. Unverkennbar ist außerdem die Kunst, die Bond in den Exzess treibt: das Samplen. Tracks wie "Paranoia" bedürfen keiner Gäste - Bond samplet sich alles selbst zusammen: Von Rappern wie Prodigy zu Filmen und generell allem, was Bond an gesprochenem Wort in die Hände fällt. Eastcoast-typische Streicher, wie etwa in "Plague", finden sich immer wieder. Wenn der Sound nicht gerade abstrakt ist, dann hält es Bond meist eher ernst. Bestes Beispiel ist "Poli-Sci", ein für das geniale Dreigespann Woods-Vordul-Bond sehr repräsentativer Track, dessen klagende Streicher die schwermütigen Raps umzüngeln - Backwoodz-Fans wissen, was sie sich bei solchen Umschreibungen vorzustellen haben. In "Lawmen" hingegen entführt Bond den Hörer auf eine musikalische Weltreise, während eine Armada von Wortfetzen um das Thema Cops errichtet wird. Kurze, oft großartige Momente blitzen auf, entzücken und räumen auch schon wieder die Bühne für den nächsten Beat. Eineinhalb Minuten rollt Billy Woods über ein gepitchtes Voice-Sample in "Come On And Take It", nur damit direkt im Anschluss mit "Low Tide" die Fusion neuer Elemente ein weiteres Highlight setzt, das sich übrigens auch auf dem Super Chron Flight Brothers Album wiederfindet. "Ritual" setzt an mit Chorgesang, "007" bedient sich erwartungsgemäß beim Mann mit dem goldenen Colt. Während fast sämtliche Samples schwer zuzuordnen und aus unergründlichen Tiefen ausgegraben zu sein scheinen, hat Bond keine Hemmungen, auch weithin bekannte Melodien wie William Bell's "I Forgot To Be Your Lover" ("Adam And Evil") mit ins Programm zu nehmen - wieso auch nicht, wenn sie so gut passen? Um keinesfalls langweilig zu werden, unternimmt Billy Woods in "1876", begleitet von dröhnendem Hörner-Klang, eine Zeitreise, während die 5th Column-Abgeordneten HiCoup und Hasan Salaam in "General Tso" über eine chinesische Bambusflöte gejagt werden. Diese überraschend munteren eineinhalb Minuten dürfen sich trotz starker Konkurrenz zum viel zu kurzen Höhepunkt des Albums küren, da das Zusammenspiel von HiCoup's hellem, Hasan's äußerst tiefem Stimmorgan und den einprägsamen Raps gar nicht oft genug gehört werden kann. Ein letztes Beispiel für die Vielfältigkeit sei mit "Stay Quiet (Remix)" genannt, für dessen Melodie Bond ein Bollywood-Sample aus seiner Trickkiste zieht.

Es ist und bleibt zwar nur ein halbes Album (ein halb-instrumentales noch dazu), doch das hält dieses Werk nicht davon ab, zu beeindrucken. Und zwar in Hinsicht auf Bond's Producer-Skills. Liebe zum Detail, ein eigener Stil, eine unwahrscheinlich riesige Bandbreite an Einflüssen und selbstverständlich auch eine exquisite Riege an MCs, die für diese Beats ihre Stimme erheben. "Golden Gunn" reiht sich qualitativ bei den anderen Veröffentlichungen von Backwoodz ein (hat aber durchaus einige mittelmäßige Momente), ist jedoch in seinem Charakter verschieden, höchstens noch vergleichbar mit dem Producer-Clash mit RAVAGE. Von einem Instrumental-Album weit entfernt, bietet es einen guten Überblick über die Welt, in der dieser Geheimagent der Beats - heimlich, still und leise gegenüber Mainstream-HipHop - agiert.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
Commercial HipHop is like dermatology, they only study the surface of the common shell

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Momentaner Lieblingssong: Vast Aire - Cholesterol

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