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User Beitrag:
Dr. Ama / Dark Skinned Assassin - Split Personali-d


Release Date:
21. April 2009

Label:
Chamber Musik Records

Tracklist:
01. Keep It In Da Street (Feat. Blackk Starr & Young G)
02. We Run It
03. Get It Straight (Feat. Blackk Starr & Haxaw)
04. No More Games
05. Real Wit It (Feat. Yaniece & Fresh Jones)
06. I'm Down (Feat. Block McCloud & Blackk Starr)
07. M.O.N.E.Y.
08. Stick Up Chronicles (Feat. Blackk Starr, Blackk Money & Young G)
09. So Close (Feat. J Maul)
10. Quiver
11. Move Me
12. We Not Yall (Feat. 7OD & Block McCloud)
13. Lay Em Down (Feat. Stretch Strong Arm & Blackk Starr)
14. NY Get It In (Feat. Block McCloud, Blackk Starr & Castro)
15. Be Serious (Feat. Block McCloud)
16. You Didn't Know
17. It's Mine
18. P.R.O.
19. The Don'ts (Feat. Block McCloud & Blackk Starr)
20. The Wake Up Show (Feat. Block McCloud)

Review:
Man sehe und staune, was Chamber Musik hier ausgegraben hat: Der Dark Skinned Assassin war einer der unzähligen Künstler, die Mitte der Neunziger ein paar Singles veröffentlichten und damit bis heute währenden Respekt einheimsen konnten. Was DSA (der zudem eine Wu-Affiliation vorzuweisen hatte) an der Verfolgung seiner Träume und einer weiteren Rap-Karriere hinderte, war Vater Staat: Nachdem er drei Jahre abgesessen hatte, war der Zug für ihn mehr oder weniger abgefahren. Also bleibt DSA vorerst in der Versenkung, taucht ab und an auf Mixtapes auf und legt sich außerdem ein Alter Ego zu - Dr. Ama. Damit liegt der Albumtitel "Split Personali-d" nicht mehr fern, und möglich gemacht wird das Zustandekommen des ersten Longplayers durch G-Clef und sein Label, die den dunkelhäutigen Assassinen in ihrer Frühjahrs-Release-Reihe unterbringen.

Die Persönlichkeit ist geteilt, die Produktion dagegen geschlossen. Für dieses Album konnte Falling Down gewonnen werden, der gerade frisch von Fes Taylor's Ocean Drive zurück ist, um sich diesem, schon im Design weitaus dunkler gestalteten Werk zuzuwenden. Eigentlich kennt man Falling Down ja als einen der unbekannteren Produzenten aus dem Wu-Umfeld und speziell für seine Beiträge auf dem dritten Killarmy Album - hier sei nur das geniale "Originators" genannt. Doch seit dem erbärmlichen Erzeugnis, das er Lil' Flip unter den Allerwertesten setzte ("I'm A Balla"), ist das Vertrauen weg. Dabei ist es wohl gerade eine durchgehend solide Produktion, die für ein Gelingen vonnöten wäre. Denn das Rappen hat der Doktor Ama nicht verlernt, was er den Hörer auch spüren lässt: Ein bärenstarker Flow berichtet auf diesem Album von den alltäglichen Struggle-Themen. Wer ein Konzept-Album vermutete, der wird eher enttäuscht: Kein DSA Vs. Ama oder ähnliche Spielereien à la Cassidy im Intro, auch sonst merkt man nicht viel von Ama's Zwiespalt. Man hätte sich Dr. Ama also eigentlich auch sparen können - zumal die Apronymisierung (Deadly Rhyme Alters Man's Attitude) viel zu gezwungen und sinnlos klingt, um zu verbergen, dass sie im Nachhinein auf Biegen und Brechen erfunden wurde. Doch nun zur Musik: Es lässt sich erleichtert feststellen, dass Falling Down die richtige Atmosphäre gefunden hat. Auch wenn man sich nicht vom Cover fehlleiten lassen sollte - eine düstere Horror-Show bleibt aus - so kann das Album doch keinesfalls mit dem kürzlich erschienenen Solo von Fes Taylor verglichen werden. "Keep It In Da Street" läutet die Scheibe mit vollem Tempo ein und stimmt den Hörer auf 20 Songs voll harter Drumlines und straßenorientierter Rhymes ein. Letztere kommen nicht etwa nur von DSA selbst: Das Album gleicht vielmehr einem Schaulaufen der (meist unbekannten) Viellzahl an Emcees. Block McCloud ist inzwischen mehr oder weniger bekannt, und neben seinen fünf weiteren Auftritten hat seine Hook in "We Not Y'all" den höchsten Replay-Wert. Doch man vergreift sich auch ab und an im Ton: "P.R.O." wendet sich in unangenehmer Art und Weise dem weiblichen Geschlecht zu, während "Quiver" viel zu hektisch gerät und spätestens ab der Hook zum Skip-Kandidat wird. Doch der Rest fällt überraschend gut aus: "NY Get It In" ist ein frecher Ohrwurm übers altbewährte Geldscheffeln, in "Be Serious" (mit mäßigem Beat) stellt man sich der Szene gegenüber ("50 Cent's the hardest? Be serious! Ludacris the livest? Be serious! Lil Wayne the greatest? Be serious!") und "I'm Down" lässt es mit Pitch-Voice etwas ruhiger angehen. Die wirklichen Highlights gibts es dafür nicht im Überfluss: "It's Mine" feiert sich in allerbester Manier selbst und tischt über jegliche Zweifel erhabene Lines auf, während Falling Down in "So Close" die beste Arbeit auf dieser LP abliefert und damit Ama's Ausführungen über eine Freundschaft, die sich in Neid und Gier entzweit, unterstützt.

Die Bilanz hinterlässt zwei Skip-Tracks und zwei herausragende, die aus der sonstigen Vielzahl an gelungenen Stücken herausstechen. Ganz der roughe Street-Sound, den man sich insgeheim vielleicht gewünscht hat, ist es nicht geworden; mit den Singles aus den Neunzigern hat es selbstverständlicherweise auch nichts zu tun und letztendlich sollte sich hier jeder selbst eine Meinung bilden, doch ganz generell geht die erste Runde Props an Chamber Musik, die dieses Album (sowie das "Sex, Crime & Audiotape" Mixtape im Jahr zuvor) möglich gemacht haben. Auch DSA verdient Respekt - dass nach einer so zerfurchten Karriere immer noch die Motivation für ein Album da ist, ist nicht selbstverständlich. Vielleicht hätten es ein paar weniger Gäste auch getan, denn notwendig sind sie nicht. Ansonsten sind in Anbetracht der langen Spielzeit die geringen Einbußen in Sachen Qualität beachtlich und machen "Split Personali-d" zu einem gerade noch guten Album, auf das Chamber Musik mit Recht stolz sein kann.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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