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Zum Ende der Seite springen Klashnekoff - The Sagas of Klashnekoff
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Klashnekoff - The Sagas of Klashnekoff


Release Date:
14. Juni 2004

Label:
Kemet

Tracklist:
01. Intro
02. Zero
03. Its Murda
04. Jankrowville
05. Parrowdice (Feat. Kyza & Skriblah)
06. B 4 U Die (Feat. Kyza & Skriblah)
07. All I Got
08. Black Rose
09. Skit
10. Our Time
11. Skit
12. Daggo Mentality
13. Skit
14. Son Of Niah

Review:
"I think I can be the Rap Bob Marley. I'm not saying that I'm on that level yet, but that is definitely my aim." Diese Laute stammen aus dem Mundwerk des aus London kommenden (Ricochet) Klashnekoff. Nicht nur diese Aussage weckt ein gewisses Interesse. Auch der Künstlername, welcher mehr auf Frieden als auf Gewalt bezogen ist, zeigt auf, dass sich etwas Besonderes hinter diesem Pseudonym verbergen könnte. Und wen wundert es? So ist es! Klashnekoff gehört zu dem Typ MC, von dem man wenig in der Öffentlichkeit mitbekommt und der sich lieber aus dem Geschehen heraushält. Deswegen nehmen wir uns heute seinen Erstling "The Sagas of Klashnekoff" vor und versuchen ähnlich wie die Schulmädchen-Report–Reihe ein bisschen Aufklärung zu betreiben.

"The Sagas of Klashnekoff" ist eine Zusammenstellung von einigen vorher auf 12"es veröffentlichten Tracks und anderen bis dato noch nicht bekannten. Oft wird dieses Album mit der Kritik konfrontiert, dass mit vier Skits und somit nur zehn Tracks dem Hörer zu wenig Laufzeit geboten wird. Doch sehen wir von diesem Punkt ein wenig ab. Schließlich haben viele Alben bewiesen, dass immer noch Qualität statt Quantität gilt. Selbiges zählt für Klashnekoff, der ein Debüt abliefert, was das Prädikat "wertvoll" verdient. Dass seine Eltern Jamaikaner sind, lässt sich nicht vertuschen: "Zero" beginnt mit Ragga-Vocals und danach folgt ein dreckiger Beat, der ein bisschen an die besten Zeiten von Havoc erinnert. Mit der Kampflust eines Pit Bull Terriers begibt man sich auf Battleterrain und zerstört tazmanisch mal so eben locker-flockig alles um sich herum. Insgesamt ist dieses Album aber mehr in die Abteilung "düster und dunkel" einzuordnen. So wird zum Beispiel mit dem Effekt der "Black Rose" gespielt:

"My dear father / When you died I cried blood
So much on my mind / That I needed to discuss
But words won't describe / And time is not enough
But trust you my sons / I'll manifest your love
And though the road is rough / I spit my life over dubs
Till my life turn to dust / And as I write these words
I'm reminded of the love / And the lessons you taught
Still I have to learn the hard way / Through the hard times
You find out who is your compadres / I stargaze as I blaze high grade
Thinking bout better days / Before your life got take-away
Wouldn't leave you dead in vain / So I took your name
Son of Niah forever carry your legacy.
"

Noch höher eizuordnen ist die lyrische Genialität und Vielfalt, die sich in den Texten verbirgt. Was da an Reimen aufgefahren wird, reicht ohne Probleme über die Durchschnittsgrenzen der heutigen Rapper hinaus und fasziniert den Hörer von Track zu Track aufs Neue. Dazu kommt, dass die Produktionen kaum besser angepasst hätten werden können und perfekt mit dem Rapstil von Klashnekoff harmonieren. Inhaltlich geht es, wenn nicht gerade der imaginäre Gegnger zerstückelt wird, meist um Rassismus und das kriminelle Umfeld. Dennoch zeigt der Protagonist reichlich Gefühle, wie in dem oben aufgeführten Beispiel. Dann wendet er sich von seinem Weg aber wieder ab, verfällt wie auf "Son of Niah" in Wut und fletscht im Namen seines bereits verstorbenen Vaters die Zähne:

"Now in these days of Daggo my mind stays raggo
Rugged like Brilo, these eyes bleed weeping willow
Its parose, sleepin' on pistol like pillow
Cushion the agro and escape into the astro
Communicate one to one via my afro
The Son of Niah, a killer born natural
But still I'm neutral cause I can shoot you
Or twenty one gun salute you, whatever suit you
In times of crucial I consolidate Sukidu
Seein' my future through the eyes of a desert eagle.
"

Auf "Parrowdice" bekommt man die zwei anderen Crew-Mitglieder Kyza (er soll inzwischen ausgetreten sein) und Skriblah von Terra Firma zu hören, welche von Klashnekoff gegründet wurde, und auch diese erweisen sich als nicht minder talentiert. Ähnlich wie der "Black Russian" Klashnekoff legen sie nicht nur Wert darauf, ausgereift zu spucken, sondern fokussieren sich auf das Wesentliche, den Inhalt. So taucht man in ihre Welt ein, bekommt mit, wie es ist, zwischen hoffnungslosen Pessimisten zu leben, die bei jedem Schimmer von positiver Existenz wieder paralysiert werden von handgreiflichen Cops und anderem Übel. Auffallend ist außerdem, dass Beats wie Harry Love's "It's Murda" von der Art auch ins New Yorker Raster fallen dürften und dem eingefleischten Eastcoast-Fan wohl Freude bereiten könnten.

Klashnekoff ist extravagant und einzigartig. Er braucht sich weder von irgendwelchen Ami-Artists noch von anderen UK-Stars zu verstecken. Was man geliefert bekommt ist genialer Underground-Sound, der einen wunderbaren Tune mit sich trägt. Man darf höheren Mächten danken, dass Klashnekoff seine Kreativität in die Musik steckte und nicht, wie die Eltern es forderten, in die Schauspielerei. Auch wenn man im Vorfeld dem Grime-artigen Style von Leuten wie Dizzee Rascal nichts abgewinnen konnte, sollte man dennoch reinhören und seinen Horizont erweitern. Denn das ist garantiert mit das Beste, was man von der britischen Insel zu Ohren bekommt.

Wertung: (4,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (2 Bewertungen / 4.25 Ø)


Redakteur:
Asimero

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4,5 Kronen find ich ein wenig zu hoch. Aber 4 Kronen gehen klar. Sollte man als UK-Fan mal gehört haben
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4,5 passen. Sehr geniales Album! Der "B4 U Die" Beat erinnert stark an den Dynamite Deluxe - Instinkt Beat.. Weiss einer über die Parallelen Bescheid?

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Zitat:
Original von Harris Pilton
4,5 passen. Sehr geniales Album! Der "B4 U Die" Beat erinnert stark an den Dynamite Deluxe - Instinkt Beat.. Weiss einer über die Parallelen Bescheid?


ich kenn keins von beidne, aber ich würd einfach mal sagen, dass da 2 menschen beim diggen auf das gleiche sample gestoßen sind...
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Vielleicht hat man in UK auch das Deluxe Soundsystem gehört grins

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