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Wertung:
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Stimmung: ...
Herkunft: Remscheid
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Fav. Crew: Higher Airlines
Fav. Producer: JazzPotato, Untergrundlappen

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User Beitrag:
CTTG - Gedankenkino


Release Date:
24. April 2009

Label:
99999

Tracklist:
01. Intro
02. Weite Reise
03. Es ist vorbei! (Feat. Tes)
04. Bleib dran (Feat. Preme & Carrie)
05. Unaufhaltsam (Feat. Mr. Sugga)
06. Gedankenkino
07. Menschenkenntnis
08. Euer Lied (Feat. Nelson)
09. Mehr als Rap
10. Messerstich (Feat. OlliWho?)
11. Hektik
12. Leere im Kopf (Feat. ThomasP)
13. Fühlt Ihr es? (Feat. Preme)
14. No Regrets (Feat. Grand Agent)
15. Vorhang auf! (Feat. Robert Rapsport & Jensightz)
16. Thank You

Review:
Candle To The Grave ist eine Formation aus Duisburg, bestehend aus Tacheles (MC, Sänger und Producer), B-Doub (MC und Producer) und DJ Itag (DJ und Sänger). Den meisten dürfte die Gruppe noch relativ unbekannt sein, wobei Tacheles bereits mit seiner LP "Jetzt wird Tacheles geredet" für Aufsehen gesorgt hat. Wer nach Images und Trends sucht, wird sich mit den Duisburgern höchstwahrscheinlich nicht anfreunden können, denn bei den dreien geht es noch um ehrliche Rapmusik, so wie sie sie selbst kennengelernt haben.

Und genau so klingt "Gedankenkino" auch. Samplebasierte Beats, die in den meisten Fällen von B-Doub produziert wurden, treffen auf schnörkellos vorgetragenen Rap. Die Themen, die dabei behandelt werden, sind direkt aus dem Leben gegriffen und kommen überaus authentisch rüber. Besonders gut nachzuhören ist das auf "Fühlt ihr es?" - hier wird der bisherige musikalische Werdegang beleuchtet und man merkt, dass hier Musik mit Leidenschaft gemacht wird. Der gefeaturete Preme von Black Market fügt sich nahtlos in den Song ein und trägt zum positiven Gesamteindruck bei. Apropo Features: Für "No Regrets" wurde ein ziemlich dicker Fisch an Land gezogen. Der Wahlkölner Grand Agent beehrt die Truppe auf einem, von B-Doub herrlich produzierten Song, der nur so vor Herzblut strotzt und die Stärken der Formation eindrucksvoll unterstreicht. Irrsinnige Technikabfahrten sind hier ebenso wenig zu erwarten wie überkrasse Vergleiche und unsinniges Zeug wie Autotune. Gerade, dass Letzteres nicht zu finden ist, weiß angesichts der vielen gesungenen Parts zu gefallen. Klar, weder Tacheles noch Itag haben eine Wunderstimme, die gestandene Sänger erblassen ließe, aber wie die Hooks ins Mic geträllert werden, ist durchaus passabel und tut dem Leistungsniveau keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil - beispielsweise "Weite Reise" gewinnt durch den sanften Gesang einen gewissen Charme, der diesen Song zu einem der Höhepunkte heranwachsen lässt. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass sich B-Doub und Tacheles mit ihren Instrumentals keinesfalls vor amerikanischen Beatbastlern verstecken müssen, was man auf "Gedankenkino" sogar bei einem direkten Vergleich feststellen kann. Immerhin hat bei "Vorhang auf!" kein Geringerer als Kev Brown an den Reglern gesessen. Doch leider muss gesagt werden, dass Mr. Brown hier alles andere als seine beste Produktion abgeliefert hat. Zu schnell verliert der Track seinen Reiz und driftet ab zur Langeweile. Das kann man von "Leere im Kopf" nicht gerade behaupten. Unterstützt von dramatischen Streichern und einem überzeugenden ThomasP im Refrain berichten die Jungs aus dem Ruhrpott von ihren Schreibblockaden, die sie das ein oder andere Mal in den Wahnsinn treiben. Gott sei Dank bleibt zu sagen, dass diese Blockaden nicht ewig anhalten, sonst hätte ein so grandioser Song wie "Thank You" die das Licht der Welt erblickt. Mit der musikalischen Unterlage hat sich B-Doub selbst übertroffen und die Lyrics sind wirklich herzergreifend, weil sie einfach ehrlich und straight auf den Punkt gebracht sind. Ich würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn die Menschen, denen diese Danksagungen gewidmet sind, anschließend Tränen in den Augen stehen haben. Schade, dass CTTG das hohe Niveau der bisher genannten Anspielpunkte nicht über die gesamte Spielzeit halten können. So haben wir es bei "Menschenkenntnis" mit einem Song zu tun, der zwar in das eine Ohr eindringt, den Kopf aus dem anderen Ohr aber wieder auf dem schnellsten Wege verlässt. Der Song kommt zu lasch daher und auch die Gesangshook ist eher unpassend geraten. Letzterer Kritikpunkt passt übrigens auch zu "Euer Lied", welches für die Eltern geschrieben wurde. Das Feature von Tes auf "Es ist vorbei!" will irgendwie auch nicht ganz gefallen, obwohl beat- und raptechnisch eigentlich alles passt. Doch der fremdsprachige Gastbeitrag von Tes passt nicht wirklich in das Gesamtbild. Inklusive "Hektik" war es das dann aber auch schon mit den negativ zu erwähnenden Songs. Schließlich gibt es mit dem von Alpträumen handelden "Messerstich", welcher übrigens eine überraschende Wendung am Ende bereithält, und "Unaufhaltsam" noch zwei Songs, die wieder genau das bieten, was man im Laufe der CD an CTTG lieben gelernt hat. Zudem hält "Unaufhaltsam" noch eine sehr gute Hookline parat, die durch ihren Hauch von Reggae punkten kann.

CTTG leisten mit ihrem Debütalbum keine Quantensprünge, aber sie wissen was sie tun und das tun sie größtenteils gut bis sehr gut. Wer sich mit dem letzten Release von Black Market anfreunden konnte, wird auch mit "Gedankenkino" zufrieden sein, auch wenn "Evolution" noch ein ganzes Stück stärker war. Man kann sich zwar noch beschweren, dass der Flow der Protagonisten sehr eintönig geraten ist, aber damit kann man zurecht kommen. Hoffentlich bleiben sich Cradle To The Grave auch weiterhin treu und werden uns mit weiteren Alben beglücken. Das Talent und das musikalische Verständniss haben sie jedenfalls, um einen durchweg starken Langspieler zu veröffentlichen.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
Sp!T
User Signatur:
Hip Hop
Momentaner Lieblingssong: Sniper - Guru-Tribute

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