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Zum Ende der Seite springen Snowgoons, Savage Brothers & Lord Lhus - A Fist In The Thought
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Snowgoons, Savage Brothers & Lord Lhus - A Fist In The Thought


Release Date:
26. Mai 2009

Label:
Babygrande Records

Tracklist:
01. Who Are You
02. Get Down
03. Platoon Goons (Feat. Reef The Lost Cauze)
04. Trapped On Earth (Feat. Brainstorm)
05. Run Run
06. At War (Feat. Sean Price)
07. Knuckle Up
08. One Shot
09. Pray Hard (Feat. Sicknature)
10. South Carolina Struggle (Feat. Vibez)
11. Michael Nobody a.k.a. Poetic Death
12. Planetary Takeover (Feat. Planet X)
13. All In Your Mind (Feat. Viro The Virus)
14. Capital City Streetz
15. Snakes
16. Hip Hop Crusaders (Feat. King Syze & Kev Turner)
17. Been Fighting Devilz

Review:
Es ist das dritte komplett von den Snowgoons produzierte Album, und trotzdem ist es nicht in eine Reihe zu stellen mit "German Lugers" und "Black Snow": Was uns hier, natürlich wieder über Babygrande, ins Haus steht, ist kein neues Album mit All-Star-Line-up, sondern ein Album, für das sich die Deutschen mit drei Emcees aus Columbia, South Carolina zusammengetan haben. Die Rede ist von Knowledge Born und Qualm, zusammen als Savage Brothers bekannt, sowie Lord Lhus. Allesamt waren sie bisher wenig bekannt und befinden sich gerade auf dem Weg in höhere Bekanntheitsgrade, wobei ihnen "A Fist In The Thought" hierbei einen Stoß nach vorne geben soll.

Warum genau sich die Snowgoons dazu entschieden haben, diesen Jungspunden ein ganzes Album voller Beats zu überlassen, wird nicht offensichtlich. Es ist zwar nicht so, als würde man hier Perlen vor die Säue werfen, doch die Snowgoons haben schon mit durchaus besseren Emcees gearbeitet. Das fängt bei den Namen der drei Hauptfiguren an und endet bei ihren plumpen Auf-die-Fresse-Raps. Um es einmal kurz zu fassen: Diese Kerle würden sich gut in der zweiten oder dritten Reihe der Army Of The Pharaohs machen, zu Höherem sind sie zweifelsohne nicht berufen. Doch darauf soll gar nicht lange herumgeritten werden, schließlich bedarf es nicht immer eines technisch erstklassigen Spitters - erst recht nicht auf Instrumentals der Snowgoons. In dieser Hinsicht also sind Lhus, Qualm und Knowledge - wenn auch auf Dauer etwas eintönig - gar nicht so verkehrt. Zudem gibt es ja noch eine ganze Reihe an Gastauftritten. Viel wichtiger ist sowieso, in welcher Form sich die Snowgoons befinden. Schon das Fazit des ersten Albums lautete, dass die Snowgoons ohne große Variationen nicht weit kommen würden. Nachdem der Zweitling die direkte Fortsetzung war, erlaubt den Goons das Fixieren auf bestimmte Künstler bei "A Fist In The Thought", tatsächlich Variationen einzubauen und eine dichtere Atmosphäre zu schaffen, da die Goons nicht bei jedem Track einem namenhaften Gast mit epischer Produktion gerecht werden müssen. Doch eines sollte auch klar sein: Diese Variationen bewegen sich im Millimeter-, nicht im Meter-Bereich: Größtenteils tanzen immer noch wilde Streicheraufgebote, laufen dramatische Samples über die Drums und wird auch sonst die brachiale Atmosphäre der vorigen Alben transportiert. So werden dem Hörer Aufforderungen wie "Get Down", "Run Run" oder "Pray Hard" an den Kopf geworfen, nachdem in "Who Are You" eine kleine Vorstellungsrunde erfolgt ist:

"I'm the dark clouds in the distance that you see before the rain
I'm your father when he beats you as a child wildin' out
I'm the preacher in the cathedral with his dick in a nun's mouth
I'm the evil that's inside you like blood swimmin' through your heart
I'm death, torture and greed, disease and demonic thoughts
"

Diese (nennen wir sie einmal Jus Allah'schen) Aufzählrhymes spiegeln in etwa das lyrische Niveau wider, mit dem sich Lhus und die SBs vorstellen. Man wende sich also wieder den Beats zu. Hier gilt: Wer den beiden ersten Alben etwas abgewinnen konnte, der wird hier vollauf zufrieden sein. "Platoon Goons" und "At War" stechen in der ersten Hälfte besonders hervor und profitieren zudem von ihren Gästen. "Knuckle Up" sampelt sich einmal mehr klassische Töne und verwurstet sie herrlich zu einem Snowgoons-Banger, "One Shot" macht sich mit aufbrausendem Bläser-Aufgebot Platz. Die anderen Produzenten (Scorpio61, Sicknature, Eternel, Al'Tarba), die in geringer Zahl zum Album beitragen, fügen sich ein, bleiben aber hinter den Goons. Bis auf Tarba, dessen kraftvolles "Planetary Takeover" schon auf seinem eigenen Album vertreten war. Ab und an schleicht sich dann auch ein durchschnittlicher Beat ein, wie etwa in "Capital City Streetz", zu dem die aggressiven Raps nicht passen wollen. Und während im "South Carolina Struggle" sogar ruhige Töne angeschlagen werden, fällt das Album gegen Ende keinesfalls ab und bietet mit "Hip Hop Crusaders" (trotz einer Schlaftablette eines King Syze) einen Brecher mit Choralgesang.

Raps lau, Beats wau. Dabei schaffen es Lord Lhus, Qualm und Knowledge, den Beats nicht negativ aufzureiten, sondern sich meist neutral zu verhalten. Sie sind zwar Holzfäller, sind auf Snowgoons-Beats aber akzeptabel. Dass sie wahrscheinlich unfähig sind, sich in anderen Lagen zurechtzufinden, ist nicht unser Problem auf diesem Album. Zusammenfassend gilt: Die Snowgoons drängen ihre Emcees aus dem Rampenlicht und brennen einmal mehr ein Beat-Feuerwerk ab, das man entweder mag oder links liegen lässt. Damit ist "A Fist In The Thought" kein überragendes, nicht einmal ein übermäßig gutes Album. Doch gut genug (zu gut), um es nicht als pures Mittelmaß abzustempeln, ist es allemal. Alle, die auch am Mic Höchstleistungen erwarten, müssen auf die nächste Scheibe warten. Wer in erster Linie auf die Beats aus ist, der wird hier auf seine Kosten kommen.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Weitaus bessere Beats wie auf ihren Compilations, aber leider sind die Rapper langweilig bzw. klingen nach AOTP Abklatsch.
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